Baustand Obergeschoss im Januar 2017

Bevor dieses Jahr richtig losgeht, will ich euch mal einen Überblick über unsere Baustelle im Obergeschoss geben. Ich habe lange nicht darüber berichtet, weil es einfach keine richtigen Meilensteine mehr gab. Das Geschoss hat eine Fläche von 150 qm und wir versuchen dort in allen Räumen den Trockenbau in Eigenleistung fertigzustellen. Eine Zeit lang war unser Plan, alle Räume parallel zu bearbeiten und auf dem gleichen Stand zu halten. Als wir merkten, wie sehr sich das hinzieht, haben wir über alternative Vorgehensweisen nachgedacht: erstmal nur einen Raum komplett fertigstellen? Oder zwei Räume (Schlafzimmer + 1 Kinderzimmer)? Oder alle Räume jedoch ohne das zukünftige Haupt-Badezimmer? Auf jeden Fall haben wir nach dieser Erkenntnis erstmal im zukünftigen Arbeitszimmer und im Badezimmer nicht mehr weitergebaut, weil Schlaf- und Kinderzimmer wichtiger waren.

Alles in allem ist unser nächstes Etappenziel, die dreckigen Arbeiten (Trockenbau, Verspachteln und Abschleifen) an Wänden und Decken in einigen Räumen abzuschließen, damit wir danach den Tischler zum Abschleifen und Behandeln der Dielen bestellen können. Die Bodenbehandlung trauen wir uns nämlich nicht selber zu, auch wenn es unter Heimwerkern durchaus üblich ist, das Dielenschleifen selbst in die Hand zu nehmen.

 

Im Folgenden zeige ich euch eine Ist-Aufnahme der Räume zum Anfang des Jahres 2017 und was als nächstes zu tun ist:

Die Treppe

Wir haben zwar den Linoleumbelag, hunderte Nägel und den Lack an einigen Stellen entfernt, aber hier ist noch Einiges zu tun, um das ursprüngliche Holz wieder freizulegen. Knifflig war auch das Zurechtbasteln vieler kleiner Gipskartonstücke, um die Wände und die Zwischendecke im Treppenhaus zu verkleiden.

Nächste Schritte im Treppenhaus:

  • Verspachteln und Schleifen der Wände
  • Aufarbeitung der Holztreppe

 

Der Flur

Das Anbringen der Gipskartonplatten im Obergeschoss-Flur hat sich ewig hingezogen, ist aber endlich endlich endlich beendet. Grund für die Dauer war einerseits die Größe des Raumes mit seinen ganzen Ecken und andererseits musste erst die Technik des Gipskartonplatten-Anklebens gelernt werden. Im Flur und an der Treppe haben wir nämlich keine Ständerwände gesetzt, sondern die Platten direkt auf die Wände geklebt, um ebene Flächen für das spätere Tapezieren zu schaffen. An den alten Wänden bröckelte und riss schon der Putz und es mussten außerdem Stellen verkleidet werden, die beim Bauen beschädigt worden waren, z.B. an der Fachwerkwand, wo der Verteilerkasten eingebaut wurde oder an den Türöffnungen, wo die alten Zargen entfernt wurden.

Als Alternative zum Ankleben von Gipskartonplatten hätte man auch die Wände verputzen können. Aber dazu hätte man erstmal den alten Putz von den Wänden schlagen müssen und zweitens müsste man dafür in der Lage sein, Wände zu verputzen. Das war also für uns keine geeignete Variante.

Leider war auch das Kleben der Platten nicht völlig idiotensicher und wir mussten erst unsere Erfahrungen sammeln. Die erste geklebte Gipskartonplatte wollte nämlich einfach nicht an der Wand halten. Dann haben wir mit verschiedenen Grundierungen und Klebern experimentiert, bis wir eine optimale, haltbare Variante gefunden haben. Falls euch das Thema ausführlicher interessiert, dann hinterlasst mir doch einen Kommentar und dann würde ich noch einen tiefergehenden Beitrag dazu schreiben…

Nächste Schritte im Flur:

  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Kinderzimmer 1

Dieser Raum ist am weitesten fortgeschritten im Obergeschoss, weil wir hier noch Unterstützung von unserem Hausbau-Handwerkerteam hatten. Hier ist der Trockenbau fertig und es wurde sogar schon tapeziert.

Nächste Schritte in Kinderzimmer 1:

  • Aufarbeitung der Dielen
  • Malern

 

Kinderzimmer 2

Hier sind zwei Wände schon mit Gipskarton verkleidet, nämlich die Wände, vor die Metallständer gestellt wurden. An die anderen beiden Wände müssen noch Gipskartonplatten geklebt werden. Diese Arbeit ist hier im Haus nicht so beliebt und deswegen noch offen.

Nächste Schritte in Kinderzimmer 2:

  • 2 Wände mit Gipskarton verkleiden
  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Elternschlafzimmer

Ähnlicher Stand wie Kinderzimmer 2. Am linken Bildrand sieht man eine alte Wand mit dem ursprünglichen Putz, die noch verkleidet werden muss.

Nächste Schritte im Schlafzimmer:

  • 2 Wände mit Gipskarton verkleiden
  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Arbeits- / Aufenthaltsraum

In diesem großen Raum muss noch sehr viel gemacht werden, angefangen beim Stellen der Metallständer für den Trockenbau. Es ist für uns aber kein aktuelles To-Do, weil die anderen Räume wichtiger sind. Deswegen wird es hier erstmal weiterhin so aussehen:

Der Termin, zu dem wir gern möglichst viele von diesen Arbeiten fertigstellen würden, ist das letzte Märzwochenende 2017. Dann feiern wir nämlich die Taufe von unserem Zweitgeborenen und haben wiedermal die Familie zu Besuch. Die Schwiegereltern haben den Wunsch geäußert, dann im Obergeschoss übernachten zu wollen. Na, ob das was wird… 😀

Ein Jahresrückblick 2016

Schon wieder ist ein Jahr vorbei. Die Zeit vergeht wie im Flug, wenn man viel zu tun hat. Wir stecken bis über beide Ohren in der sogenannten Rush-Hour des Lebens: Karriere machen, Haus bauen, Kleinkinder großziehen – alles auf einmal. Am besten nebenbei noch ein bisschen Selbstverwirklichung mit Nebengewerbe und Hobbys. Man möchte gern so viele Pläne realisieren und zwar jetzt sofort. So viele Ideen und so wenig Zeit.

2016 war trotz der vielen (neuen) Aufgaben für uns persönlich nicht so anstrengend wie 2015, da wir mittlerweile in unserem Haus angekommen sind. Wir bauen nicht mehr unter Hochdruck, sondern so wie die Zeit und die Motivation es zulassen.

Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine Jahresziele für 2016, die ich vor einem Jahr bekanntgegeben hatte. Wenn ich heute Bilanz ziehe, kann ich freudig feststellen, dass alle Punkte wahr geworden sind:

  1. Wir haben im März ein neues Familienmitglied begrüßt – unseren zweiten Sohn.
  2. Wir haben im Obergeschoss weiter gebaut – ausschließlich Trockenbau mit OSB- und Gipskartonplatten. Zu mehr sind wir nicht gekommen.
  3. Die ersten Tiere sind auf dem Hof eingezogen: im März unsere Hündin Clara, im Juni die beiden Katzen, im Oktober die Hühner und Anfang November die drei Alpakas. Dabei soll es nächstes Jahr auch erstmal bleiben. Vielleicht finden wir noch einen Hahn für unsere Hühner.

Folgendes Diagramm fasst die Entwicklung des Bestands an Hofbewohnern zusammen (Stand jeweils 31.12. des Jahres):

Wie in der Grafik zu sehen ist, mussten wir dieses Jahr nur einen Verlust beklagen. Unser Zwerghamster (den ich bisher noch nie hier im Blog erwähnt habe) ist über die Regenbogenbrücke gegangen.

Nun wollen wir nach vorne schauen! Für 2017 haben wir folgende Ziele:

  1. Zwei Zimmer im Obergeschoss sollen bezugsfertig werden: ein Kinderzimmer und ein Schlafzimmer. Dazu muss auch die Treppe restauriert werden.
  2. Wir wollen zum ersten Mal etwas im Außenbereich am Hof machen lassen: es soll gepflastert werden und der Hauseingang bekommt endlich eine kleine Treppe.
  3. In einem unserer alten Ställe möchte Papa anfangen, sich eine Elektrowerkstatt auszubauen.

Zuletzt noch etwas für die Statistik-Fans. Hier sind meine neun beliebtesten Instagram-Fotos aus dem vergangenen Jahr.

Ich wünsche euch allen ein gutes neues Jahr 2017! Vielen Dank für euer Interesse, liebe treue Leserschaft!

 

Unsere Alpakas #1 – Wie es dazu kam

Noch einmal sind wir tier-reicher geworden. Nach Hund, Katzen und Hühnern sind jetzt drei Alpakas auf unseren Hof gezogen. Alpa-was?, fragt manch einer. Alpakas sind Nutztiere, die aus den Anden stammen, und gehören zur Familie der Kamele. Sie sind mit den Lamas verwandt, aber kleiner und man kann mit ihnen Wolle produzieren. Sie sind also sowas wie langhalsige Schafe, die manchmal spucken. Die meisten Alpakas in Deutschland werden aber nicht primär zur Wollproduktion gehalten, sondern zum Angucken, Streicheln und Gassigehen, weil die Menschen sie einfach so wahnsinnig knuffig finden. Ihre niedlichen Gesichter mit den großen Kulleraugen und ihr friedliches Wesen machen glücklich. Es gibt ein Sprichwort, das angeblich aus Peru stammt:

“Wer einmal einem Alpaka zu tief in die Augen schaut, der ist für immer von ihm gefesselt.”

Das halte ich für übertrieben, obwohl meine Alpaka-Geschichte vielleicht sogar ähnlich angefangen hat. Allerdings habe ich schon den Eindruck, dass die Alpakahaltung in den letzten zehn Jahren in Deutschland deutlich zugenommen hat. Kennt nicht fast jeder mittlerweile eine Weide, einen Hof oder einen Streichelzoo, wo Alpakas leben?

Erntedankfest 2014 – Die Idee wurde geboren

Ich kann nicht genau sagen, wann ich zum ersten Mal ein Alpaka gesehen habe, aber an diese Begegnung auf dem Erntedankfest in Langewiesen kann ich mich gut erinnern. Es war eine Art Straßenfest mit Kunsthandwerkerständen, Kinderunterhaltung, einer kleinen Bühne, Bierbänken, Essen und Trinken. In einer Ecke im Kirchgarten gab es einen Stand von den “Alpakas von der Fahner Höhe”. Dort wurde Gestricktes aus Alpakawolle zum Kauf angeboten und daneben standen eingezäunt zwei Alpakas. Als Eltern mit einjährigem Kind ist man dort natürlich stehengeblieben: “Schau Sohn, das sind Alpakas! Al-pa-ka. Alpaka! Da kannste mal streicheln.” Ich blieb dann noch ein bisschen länger stehen, während der Sohnemann schon mit Papa zum nächsten Stand weiterlief, nahm mir schüchtern einen Prospekt und las mir die Infos zu den Tieren und ihrer Haltung durch. Zu diesem Zeitpunkt lebten wir noch in einer Mietwohnung und hatten gerade unseren Hof frisch überschrieben bekommen. Damals wie heute stand die Frage im Raum: was macht man denn nun mit so einem großen Hof? Sicherlich habe ich mich deshalb sehr dafür interessiert, was andere Leute auf dem Land so machen und Alpakas halten war einfach eine komplett neue Inspiration für mich, die mich nicht mehr losließ.

Alpaka Prospekt

Den Prospekt habe ich übrigens heute noch. Er liegt in meiner obersten Schreibtischschublade.

Das liebe Geld

Bei der Idee, Alpakas zu halten, blieb es dann erstmal. Denn Internetrecherchen zu dem Thema zeigten mir zwar, dass die Haltung angeblich nicht schwierig sei, aber der Preis der Tiere war dann doch überraschend hoch. Ich lernte, dass man Hobbytiere ab 800 Euro pro Exemplar kaufen kann und Zuchttiere natürlich teurer sind. Eine Zuchtstute würde es vielleicht so ab 3.000 Euro geben. Und da es Herdentiere sind, sollte man nicht auf ein einzelnes Alpaka sparen, sondern auf mindestens drei. Das war mir für ein Hobby dann doch zu teuer. Immerhin steckten wir zu dem Zeitpunkt jeden Euro in unseren Hausumbau. Der Alpaka-Plan war also erstmal gestrichen, aber der Wunsch blieb im Hinterkopf. Und sobald mich wiedermal jemand fragte, was wir mit dem Hof vorhaben, sagte ich halb im Scherz: Alpakas halten.

nanoblock Alpaca Alpaka

Juni 2015 – Ein Grundlagenkurs kann nicht schaden

Wenn man sich Alpakas anschaffen möchte, sollte man vorher einen Einsteigerkurs zur Alpakahaltung besuchen. Das ist eine gängige Empfehlung im Internet, also habe ich diesen Rat angenommen. Entsprechende Kurse werden von Alpakazüchtern landauf, landab angeboten, die sich damit noch ein bisschen Geld dazu verdienen. Über Google fand ich einen Alpakahof, der nicht allzu weit weg war und auf seiner Website Kurstermine anbot. Da die Teilnehmerplätze begrenzt waren, musste man sich vorher per E-Mail anmelden. Am 20. Juni 2015 war es dann so weit. Es ging mit dem Auto nach Brandenburg, wo ich zusammen mit anderen Interessierten einen Tag lang alles über Alpakahaltung und -pflege lernte. Das Seminar bestand hauptsächlich aus Frontalunterricht im Schulungsraum, aber es gab auch einen Rundgang über den Hof und die Weiden und man konnte viele Fragen stellen. Der Kontakt zu den Alpakas beschränkte sich auf kurzes Tätscheln. Am Ende gab es ein Teilnahmezertifikat.

Hinweis: In einigen Bundesländern ist es notwendig, die entsprechende Sachkunde vorweisen zu können, wenn man Kameliden halten möchte. Unbedingt vorher beim Veterinäramt erkundigen! Eventuell muss eine Sachkundeprüfung abgelegt werden.

Ich weiß heute gar nicht mehr genau, warum ich den Kurs damals besucht habe, wo doch gar nicht klar war, ob wir überhaupt Alpakas halten werden. Vielleicht wollte ich schon mal die nötigen Voraussetzungen schaffen und sicherlich wollte ich auch einfach mal Alpakas etwas näher sein, um herauszufinden, ob mir dieses Hobby auch von Nahem betrachtet gefällt. Offiziell hätte ich den Kurs nicht gebraucht, denn man darf in Thüringen Alpakas ohne Sachkundenachweis halten (zumindest privat – wie es gewerblich aussieht, weiß ich nicht).

Zertifikat Alpaka Grundlagenseminar

Die liebe Zeit

Danach wurde es erstmal ruhig um dieses Thema. Irgendwann hörte ich auf, mich auf http://alpacaseller.com nach Verkaufstieren umzuschauen, weil ich einfach kein Geld dafür übrig hatte. Anfangs hatte ich noch die Hoffnung, dass ich irgendwann 10.000 Euro zusammensparen könnte, um mir drei Zuchtstuten zu kaufen. Aber wann sollte das sein? Dann dachte ich, man könnte ja mit drei Wallachen anfangen. Das würde nur 3.000 Euro kosten und zumindest einen Einstieg in dieses Hobby ermöglichen, auch wenn man mit denen nicht die eigene Herde vermehren könnte.

Neben dem Geld stellte sich aber natürlich auch die Frage nach der verfügbaren Zeit. Würde man neben der Vollzeitarbeit überhaupt Zeit finden, um die Alpakas zu versorgen? Wann würde man nach ihnen sehen – morgens vor der Arbeit oder abends? Und hätte man dann ganz ehrlich überhaupt noch Kraft und Lust dazu? Papa war sehr skeptisch. Es gab viele Diskussionen. Und dann hatten wir durch die Geburt unseres zweiten Kindes im März 2016 sowieso genug Anderes um die Ohren.

Oktober 2016 – Ein Wink des Schicksals

Ganz plötzlich kehrte das Thema Alpakas aber in unser Leben zurück, als ich in einer Alpaka-Gruppe auf Facebook zufällig über einen Hilferuf stolperte. Ein Paar aus Brandenburg suchte aus gesundheitlichen Gründen dringend ein neues Zuhause für drei ihrer Alpakas. Der Preis war niedrig, also antwortete ich ihnen. Eigentlich schrieb ich ihnen auch nur deshalb eine Nachricht, weil ich insgeheim davon ausging, dass die günstigen Alpakas längst schon einen Abnehmer gefunden hatten. Dann kam die große Überraschung: die Alpakas waren noch zu haben! Da hatten wir nun den Salat. Wieder fanden tagelange Diskussionen mit Papa statt. Aber am Ende haben wir es tatsächlich gemacht und die Alpakas zu uns geholt!

Wie es weiterging, erzähle ich euch im nächsten Beitrag…

Zwei Katzen ziehen ein

Wir haben noch mehr tierischen Zuwachs bekommen! Seit zwei Monaten wohnen zwei Kätzchen bei uns, die im Mai dieses Jahres geboren wurden. Wir sind eher zufällig zu den Beiden gekommen, weil ein Feuerwehrkamerad von Papa den ungewollten Katzennachwuchs loswerden wollte. Ihr wisst ja, dass heutzutage immer noch unerwünschte Tierbabys auf’m Dorf ertränkt oder erschlagen werden… 🙁 Jedenfalls hat es in diesem Fall glücklicherweise gepasst, dass wir sowieso auf der Suche nach zwei Katzen waren und so konnte allen Beteiligten dieser barbarische Akt erspart bleiben.

Getigerte Babykatze

Die Beiden kamen zu uns, nachdem sie von der Katzenmama abgestillt worden waren. Sie waren stubenrein, was bedeutet, dass sie fein die Katzentoilette benutzten, und zogen direkt bei uns ins Haus ein, auch wenn sie später eher Hofkatzen sein sollen. Am Anfang muss ja erstmal die Familienbindung hergestellt werden, bevor man den Freigang üben kann.

Babykätzchen

Die Namensgebung war auch innerhalb von drei Minuten erledigt. Papa sagte, die Graugetigerte würde genauso aussehen wie seine Katze aus der Kindheit und die hatte Miezi geheißen. Er wollte die Neue deshalb auch Miezi nennen.

Ich habe selber nie eine Katze besessen. Aber ich hatte mir als Kind überlegt, wenn ich mal eine Katze hätte, dann würde ich sie Minka nennen. 🙂 Also durfte ich der Zweiten diesen Namen geben.

Kätzchen erkundet Wohnung

Das Zusammenleben klappte von Anfang an gut. Miezi und Minka legten ihre Scheu schnell ab und erkundeten forsch alles, was sie erreichen konnten. In einem Ratgeber zur Eingewöhnung hatte ich vorher gelesen, dass die neuen Kätzchen erst langsam einen Raum nach dem anderen kennenlernen sollten, um sie nicht zu ängstigen. So eine Vorsicht war bei diesen beiden kecken Katzenbabys aber nicht nötig. Generell haben wir kaum Ratgeber-Tipps gebraucht und das alles intuitiv gut hinbekommen… dank unserer pflegeleichten Stubentiger. 🙂

Katzenbaby

Ich glaube, es ist auch gar nicht so entscheidend, wo der Futternapf steht, wie der Schlafplatz aussieht und wie viele Katzenklos man aufstellt. Nur Eines ist unbedingt wichtig: man braucht auf jeden Fall Zeit! Das hatte ich unterschätzt. Nicht nur, um den Kätzchen ein bisschen Gesellschaft zu leisten, sondern vor allem auch, weil sie aufgrund ihres kleinen Magens ungefähr fünf Mahlzeiten am Tag brauchen. Ich konnte das mit der Fütterung zum Glück bewerkstelligen, weil ich in Elternzeit bin. Ich weiß nicht, wie man die Eingewöhnung als Vollzeit-Berufstätiger schaffen kann…

 

Drei Dinge fand ich als Katzenneuling besonders interessant:

1. Jede Katze hat einen eigenen Charakter.

Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so unterschiedlich verhalten. Während die graugetigerte Miezi der absolute Draufgänger ist, hält sich die weiße Minka in unbekannten Situationen doch lieber erstmal im Hintergrund und beobachtet vorsichtig.

2. Katzen sind stur.

Vom Hund bin ich gewöhnt, etwas Reue und Unterwürfigkeit zu sehen, wenn ich eine Schimpftirade loslasse. Nicht so die Katzen… völlig unbeeindruckt treiben sie ignorant ihr Unwesen, wie es ihnen passt. Wie viele Sachen ich vor ihnen in Sicherheit bringen musste…! 😀

3. Katzen sind ja doch soziale Wesen.

Ich fand es rührend zu sehen, wie sie immer unsere Gesellschaft suchen. Nicht so feucht-schlabbernd-direkt wie der Hund, sondern zurückhaltend, fast zufällig halten sie sich immer dort auf, wo man selber auch gerade ist. Dabei schauen sie einen meist gar nicht an und sind doch irgendwie immer in der Nähe. Sie waren sogar immer richtig unglücklich, wenn sie in bestimmte Räume nicht mitkommen durften.

 

Ich bin froh, dass wir die zwei Kätzchen bekommen haben. Zum Glück war es nicht nur Eine, denn die Trennung von der Mutter war am Anfang doch schmerzlich und so konnten die Beiden sich gegenseitig Trost spenden. Außerdem spielen sie sehr viel miteinander und haben so etwas Beschäftigung.

Beim nächsten Mal erzähle ich euch eine lustige Begebenheit vom ersten Tierarztbesuch und wie wir Minka und Miezi an das Leben draußen gewöhnt haben.

Trockenbau auf dem Treppenabsatz

Hier ist mal wieder ein kurzer Bericht von der Baustelle, also aus unserem Haus. 🙂 Wie ihr wisst, hatten wir das Erdgeschoss im Wesentlichen fertig ausgebaut und arbeiten seit letztem Jahr (wenn es die Zeit zulässt) im Obergeschoss am Trockenbau. Ein großes Thema ist auch weiterhin noch die Treppenaufarbeitung. Ein besonders kniffliger Teil war der Trockenbau auf dem Treppenabsatz, deshalb möchte ich diesem Thema einen kurzen Beitrag widmen.

Im folgenden Bild, wo bereits die Metallständer gesetzt wurden, kann man die Ausgangssituation sehen:

Die Wand ist im unteren Bereich dicker, weil die Erdgeschosswand aus Steinen gemauert wurde wohingegen das Obergeschoss aus dünneren Fachwerkwänden besteht. Dadurch entsteht dort ein Absatz, wo die beiden Geschosse aufeinander treffen.

Die erste Frage war also, ob man den Absatz beim Trockenbau erhalten möchte. Nachdem wir aber überlegt hatten, dass auf den oberen, dünnen Teil der Wand noch die 10 cm Innendämmung kommen, die wir im gesamten Obergeschoss an den Außenwänden angebracht haben, war klar, dass nur eine relativ kleine Kante übrig bleiben würde. Wir haben uns dann gegen diese Kante entschieden und beschlossen, eine glatte Trockenbauwand davorzusetzen.

[Übrigens besteht der untere Teil der Wand deshalb aus alten und neuen Ziegeln, weil dort früher das Oberlicht der Haustür war. Als wir den Hauseingang versetzt haben und die alte Haustür rausgerissen wurde, wurde die Wand an dieser Stelle zugemauert.]

Alte Wand Treppenabsatz

Als nächstes musste das Fenster mit berücksichtigt werden.

Weil die Ständerwand mit relativ großem Abstand vor das Fenster gesetzt werden musste, hätte ein normaler rechtwinkliger Fensterausschnitt viel Tageslicht weggenommen. Es hätte zu sehr nach Lichtschacht ausgesehen. Deshalb haben wir überlegt, ein schräg abfallendes Fensterbrett zu konstruieren.

Im nächsten Bild sieht man die Innendämmung der Fachwerkwand. Sie wurde für das schräge Fensterbrett etwas angeschnitten. Man sieht auch das horizontale Aluprofil in der Mitte, auf dem die Fensterschräge enden soll.
Treppenabsatz Innendämmung

Nachdem die Ständerprofile und die Innendämmung angebracht worden waren, kam noch die Glasdämmwolle in die Ständerwand.

Treppenabsatz Trockenbau

Dann wurde das Ganze mit OSB-Platten (für mehr Tragfähigkeit und als Dampfsperre) und am Ende mit Gipskartonplatten verkleidet. Das war nicht immer einfach, weil an manchen Ecken ein guter Punkt zum Festschrauben fehlte. An den Fensterlaibungen, wo OSB-Platten von der Dicke her nicht mehr hinpassten, wurde die Dampfsperre durch Folie realisiert.

Trockenbau Fenster

Es war ein bisschen Bastelarbeit, aber letztendlich halten die Platten nun ganz gut und können als nächstes verspachtelt werden.

Gipskartonplatten Treppenabsatz Fenster

Rigips Fensterschräge

Verwendetes Baumaterial:

  • UW-Bodenprofil 50er
  • CW-Ständerprofil 50er
  • Trockenbaueinfassprofile (zum Befestigen des Gipskartons am Fenster)
  • Torx-Schrauben (zum Befestigen der Profile und der OSB-Platten)
  • Trockenbau-Schrauben (zum Befestigen der Gipskartonplatten)
  • Bauplane
  • Winddichtband
  • OSB-Platten (12 mm)
  • Gipskartonplatten (12,5 mm)
  • Rockwool Speedrock II Dämmplatten aus Mineralwolle (100 mm)
  • Climowool TW1 Trennwandplatten aus Glaswolle (50 mm)

Papa wird Feuerwehrmann

Seit Kurzem ist der Hausherr offiziell Feuerwehrmann. Nicht beruflich, sondern so nebenbei, bei der Freiwilligen Feuerwehr unseres Dörfchens. Das ist einer der Gründe, warum unser Hausumbau so viele Wochen auf Eis lag, denn die Ausbildung ist zeitaufwändiger als ich jemals gedacht hätte. Was ich noch so alles Neues erfahren habe über dieses Ehrenamt, das mir vorher völlig fremd war, will ich euch erzählen.

Also fangen wir mal ganz vorne an. Wenn du als Fremder neu in einen kleinen Ort ziehst, hast du am Anfang folgendes Problem: alle kennen dich, nur du selber kennst niemanden. Um dieses Defizit zu beheben und die anderen Dorfbewohner kennenzulernen, gibt es nicht viele Möglichkeiten: man kann an den Dorffesten teilnehmen, regelmäßig den Gottesdienst und/oder die Dorfkneipe besuchen und man kann einem der wenigen ortsansässigen Vereine beitreten. Wir haben mit den Dorffesten angefangen. Dort ist es dann passiert – der Papa kam ins Gespräch und wurde schließlich eingeladen, der Feuerwehr beizutreten.

Bis zu diesem Zeitpunkt war meine Vorstellung von der Freiwilligen Feuerwehr relativ naiv. Ich dachte, man trifft sich einfach regelmäßig dort im Feuerwehrhaus, trinkt ein Bierchen und lernt von den Kameraden alles, was man für den Einsatz wissen muss. Aber so einfach läuft das nicht! Am Anfang steht eine Grundausbildung, die sich über 5 (!) Wochenenden hinzieht. In praktischen und theoretischen Ausbildungsteilen lernen die Teilnehmer alles, was ein freiwilliger Feuerwehrmann so wissen muss – von Erste Hilfe über Knotenlehre bis Leitern korrekt aufstellen.

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Am Ende dieses ganzen Lehrgangs muss eine Prüfung abgelegt werden. Wenn man diese Prüfung erfolgreich bestanden hat, steigt man vom Feuerwehrmannanwärter zum Feuerwehrmann auf. Die Ernennung zum Feuerwehrmann erfolgt per Handschlag durch den Bürgermeister.

Das ist also nicht nur irgendein Hobby, sondern eine hochoffizielle Sache. 😉

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In Thüringen gibt es seit 2010 sogar eine Feuerwehrrente, um die Freiwillige Feuerwehr attraktiver zu machen. Das Land und die Kommunen sparen für jeden Feuerwehrmann sechs Euro pro Monat, um ab dem 60. Lebensjahr eine kleine Zusatzrente auszahlen zu können. Trotzdem verliert Thüringen weiterhin pro Jahr rund 1.000 freiwillige Feuerwehrleute. Sehr schade, denn im Notfall verlässt sich ja jeder darauf, dass die Rettungskräfte überall und jederzeit vor Ort sind….

Papa jedenfalls ist sehr stolz auf sein neues Ehrenamt und mit Freude bei den Einsätzen, Übungen und Festen dabei. Und weil wir dank der Feuerwehr schon viele Dorfbewohner kennenlernen konnten, fühlen wir uns hier auch nicht mehr so fremd wie am Anfang.

 

Eine Hundehütte selbst gebaut

Unsere Neufundländer-Labrador-Dame Clara hat sich mittlerweile bei uns eingelebt. Sie ist seit zwei Monaten auf dem Hof und besticht alle mit ihrer lieben, sanften Art. Mittlerweile ist sie aufgeweckter und hat immer Unfug im Kopf. Am liebsten zerkaut sie alles, was sie kriegen kann. Buddeln macht ihr auch große Freude. Das Foto unten porträtiert sie so treffend, weil sie immer ein bisschen zu aufdringlich ist, wie hier wo ich ein Bild von meinem großen Jungen machen wollte und sie sich aus Neugier einfach in den Weg gesetzt hat. 😀 So ist Clara.

Hund Clara im Vordergrund

Da Clara kein Haushund, sondern ein Hofhund ist, brauchte sie eine Hütte und diese hat der Hausherr selber gebaut. Es ist eine Art Schwedenhäuschen geworden, wobei wir alle nicht wissen, woher die Inspiration kam. Er hat einfach drauflos gebaut und dann kam das dabei heraus. Die Hütte hat einen rubinroten Anstrich in der Farbe RAL 3003 bekommen und passt damit perfekt zur Haustür.

Hundehütte rubinrot RAL 3003

Für die Hütte wurde folgendes Baumaterial verwendet:

  • OSB-Platten für den Boden (20 mm Stärke)
  • OSB-Platten für die Wände und das Dach (12,5 mm Stärke)
  • Styroporplatten als Dämmung (20 mm)
  • Latten, um die Rahmen für Wände, Dach und Boden zu bauen
  • Bretter als Fassade
  • Holzleisten als Abschlusskanten
  • Rubinroter und weißer Lack
  • Dachpappe
  • Blechprofile als Kantenschutz für den Eingang
  • Zubehör, um die Hütte verschieben zu können: Rollen, Füße, Griffe

Hundehütte OSB-Platten

Alle Seitenteile sowie der Boden und das Dach wurden zunächst einzeln gebaut, bevor sie zu einem Häuschen zusammengeschraubt wurden. Sie sind doppelwandig und bestehen jeweils aus zwei Schichten OSB, zwischen die eine Schicht Styropor zur Wärmedämmung eingebaut wurde. Um die äußere und die innere OSB-Schicht miteinander verschrauben zu können, hat jede Fläche einen innenliegenden Rahmen aus Holzlatten.

Hundehütte OSB und Holzbretter

Anschließend wurde auf einer Längsseite ein rechteckiges Loch als Eingang gesägt.

Das Ganze wurde mit einer hübschen Bretterfassade verkleidet und bekam rundherum einen Anstrich mit rotem Acryllack. Die Schnittkanten wurden mit weiß lackierten Eckleisten aus Holz verdeckt. Im Eingangsbereich schützen Aluprofile das Holz.

Hundehütte Bretterfassade rot

Da die Holzhütte so schwer ist, dass man sie nicht mehr einfach so anheben kann, hat sie nur auf der einen Seite Füße und auf der anderen Seite zwei Rollen bekommen. So kann man sie mithilfe von Griffen bewegen.

Außerdem wurde neben dem Eingang eine robuste Metallöse angebracht, falls man den Hund mal anbinden muss.

Hundehütte Dachpappe Schindeln

Auf das Dach hat der Bauherr 240 Schindeln genagelt, die er alle einzeln in liebevoller Handarbeit 😛 aus mehreren Rollen Dachpappe geschnitten hatte.

Dachpappe Schindeln Hundehütte

Ihren Platz hat die Hütte direkt neben unserer Eingangstür gefunden. Dort hält sich Clara am liebsten auf – möglichst nah bei uns. Sie hat die Hütte sofort als neues Zuhause angenommen und schläft sehr gern darin.

Fazit

Wer Zeit und ein bisschen Geschick hat, kann für seinen Hund eine Hütte selber bauen. Finanziell lohnt es sich nicht unbedingt. Die Baumaterialien (ohne die Bretterfassade) haben rund 100 Euro im Baumarkt gekostet. Für das Geld kann man sich auch eine fertige Hütte kaufen.

Was wir im Nachhinein anders machen würden:

  • Es fehlt eine Luke im Dach oder in der Wand, um die Hütte öffnen und reinigen zu können.
  • Ein abwischbarer Bodenbelag (z.B. Linoleum, PVC) wäre hygienischer.
  • Dachpappe gibt’s auch in Schindelform zu kaufen. Man kann sich also die Zeit für das Schneiden der Schindeln sparen. (Zu dem Zeitpunkt, als der Entschluss für Schindeln fiel, hatten wir leider schon eine normale Rolle Dachpappe gekauft.)

Falls mal wieder Zeit und Lust ist, lässt sich die ein oder andere Verbesserung noch nachträglich umsetzen…

Hurra, das Baby ist da

Unsere Familie hat Ende März Zuwachs bekommen. Am Karsamstag wurde unser zweiter Sohn geboren. Jetzt sind wir also zu viert auf dem Hof. 🙂

Eigentlich sollte der Kleine erst nach Ostern auf die Welt kommen, aber er hatte sich schon ein paar Tage früher auf den Weg gemacht. Mitten in der Nacht nach Karfreitag hatten die Wehen plötzlich begonnen und so düsten wir mit dem Auto ins 20 km entfernte Krankenhaus. Schon am selben Tag um die Mittagszeit war es dann geschafft: das Baby da, die Eltern glücklich, alle gesund und munter.

Neugeborenes Baby

Baby Fußabdruck

Und so kam es, dass wir Ostern im Krankenhaus verbringen mussten. Eigentlich hatten wir uns darauf gefreut, zum ersten Mal Ostereier im eigenen Garten zu suchen. Das wird dann also erst nächstes Jahr was.

Ostern im Krankenhaus

Mittlerweile sind wir wieder zuhause und konnten in unser neues Leben mit zwei Kindern starten.

Ein Hund zieht ein

Eine junge Hündin ist nun das erste Tier geworden, das auf unserem Hof einziehen darf: die 8 Monate alte Clara. Wir haben sie im Tierheim entdeckt, als wir uns ganz ungezwungen nach einem Hund umgeschaut haben. Sie ist ein Neufundländer-Mix und wurde von Tierschützern zusammen mit ihrer Mama und ihren Geschwistern in Rumänien aufgelesen. Etwas schüchtern und unsicher ist sie noch, aber ihr ruhiges Wesen hat uns gefallen. Und da die Hunde vom Tierschutz offensichtlich sehr schnell neue Besitzer finden, konnten wir mit unserer Entscheidung nicht lange warten. Nach einem Mal gemeinsam Gassi gehen, wurde sie uns am darauffolgenden Tag schon zur 14-tägigen Probezeit mit nach Hause gegeben, obwohl wir noch nichts für sie vorbereitet hatten. Wir bekamen ein Hundebett, zwei Tagesrationen Futter, Leckerlies, Näpfe, Halsband, Leine und ein Spielzeug ausgehändigt. Dann wurde schon der Hund in den Kofferraum gehoben, Klappe zu – viel Spaß.

Hund Clara Porträt

So begann das Leben mit Hund schneller als gedacht. Der Knirps fand’s natürlich toll. Als Erstes stellte sich die Frage: wohin mit dem Hund? Eine Hütte gab es noch nicht. Wir entschieden, das Hundebett in den Flur zu stellen, damit Clara am Anfang ganz viel Zeit mit uns verbringen konnte. Wir zeigten ihr am ersten Abend alle Zimmer und sie durfte den Garten und den Hof erkunden. Wir gingen mehrmals mit ihr raus, damit sie ihr Geschäft erledigen konnte. Das klappte ausgesprochen gut. Also ließen wir es auf den Versuch ankommen, sie auch über Nacht im Haus zu lassen. Sie schlief im Flur in Hörweite zu uns und tatsächlich machte sie keinen Dreck. Anscheinend war sie von Natur aus stubenrein. Sie war auch insgesamt sehr vorsichtig und machte nichts kaputt. Es zeigte sich, dass sie eine sehr liebe und unterwürfige Hündin ist. Nie war sie aggressiv. An der Leine lief sie problemlos mit. Man konnte ihr sogar Futter abnehmen, ohne dass sie knurrte.

In den ersten Tagen fand ich es trotzdem sehr anstrengend mit ihr. Ihre permanente Unsicherheit und Ängstlichkeit waren belastend. Sie war sofort verstört, wenn man sich zu weit entfernte oder durch eine Tür getrennt war und fing dann an, an den (schönen neuen) Türen zu kratzen. Also musste ich den ganzen Tag für sie da sein. Mit solchen Trennungsängsten hatte ich überhaupt nicht gerechnet! Sie scheinen aber bei Tierheimhunden nicht unüblich zu sein… Ich hatte also unterschätzt, wie lange die Eingewöhnung dauern würde und fragte mich, wie man in nächster Zeit überhaupt mal etwas ohne sie erledigen könnte. Offensichtlich würde es noch viel Training brauchen, bis sie ohne Panik allein auf dem Hof bleiben würde.

Hündin Clara mit Ball

Nach ein paar Tagen wurde es trotzdem entspannter für mich, weil Clara viel schlief. Sie musste zum Glück nicht ständig beschäftigt werden. So einen ruhigen Hund hatte ich mir gewünscht! Außerdem war es schön zu beobachten, wie sie sich langsam auf dem Grundstück einlebte und uns in ihr Herz schloss. Sie freute sich über jedes bisschen Aufmerksamkeit, das man ihr schenkte.

Man muss sie einfach gern haben, die gute Seele! Clara ist immer geduldig, ruhig und freundlich. Momentan läuft noch die Probezeit. Erst nächste Woche müssen wir entscheiden, ob sie offiziell unser Hund wird. Aber ich denke, das wird schon klappen.

Das war Februar 2016

So, da bin ich zum zweiten Mal mit einer Monatszusammenfassung. Ich denke, das könnte mein neuer Schreibrhythmus werden. Bisher habe ich mit meinen Beiträgen immer gewartet, bis ein Projekt im Haus oder Hof fertig war, aber bei unserer derzeitigen Fertigstellungsquote ist es vielleicht ratsamer, dass ich euch einfach zeige, was wir in der Zwischenzeit gemacht haben. 🙂

Wir hatten im Februar ganz viel Unterstützung von lieben Helfern, die uns ihre Zeit und Kraft geschenkt haben, damit wir mit dem Trockenbau im Obergeschoss vorankommen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle unsere “Helden der Arbeit” des Monats Februar ehren und ganz herzlich danke sagen an:

Christian
Dominik
Isabel
Jürgen
Mario
Sandra

Ihr habt uns so viele Stunden Arbeit abgenommen beim OSB-Platten vermessen, absägen, anschrauben, abkleben und beim Gipskartonplatten vermessen, schneiden und anschrauben.

OSB Platte abschneiden

In “Kinderzimmer 2” – wie es unser Architekt auf seinem Plan nannte – ging es gut voran. Nachdem die rechte Wand in Ständerbauweise eingebaut worden war, um den Raum abzugrenzen, konnten die OSB-Flächen mit Gipskarton verkleidet werden.

OSB Platten Kinderzimmer

Gipskartonplatten Kinderzimmer

Die beiden Innenwände des Kinderzimmers bekommen keine OSB-Verkleidung und keine Dämmung. Hier musste die alte Tapete abgekratzt werden. Unter der weißen Tapete kam eine rosane Wandfarbe zum Vorschein.

Alte Tapete abkratzen

Alte Farbe Wände

Im Flur musste die alte Farbe von den Wänden entfernt werden. Das war eine sehr staubige Angelegenheit. Die Flurwände sollen später mit Gipskartonplatten verkleidet werden, damit sie begradigt sind. Im Moment bröckelt hier noch der Putz. Das Abschleifen der Farbe ist eine Vorbereitung für das Ankleben der Gipskartonplatten.

Wand Farbe abschleifen

Schön anstrengend für die Arme war das Anschrauben der Gipskartonplatten an den Zimmerdecken. Zum Glück hatten wir Unterstützung!

Gipskarton Decke

Wir haben im Februar 1,5 Tonnen Gipskarton eingekauft und ins Obergeschoss geschleppt. Das reicht erstmal eine Weile.

Gipskarton schneiden

Einen Schreckmoment haben wir an diesem Tag erlebt, als plötzlich und ohne Vorwarnung die steinalte Holzleiter einkrachte, auf der der Hausherr gerade mit einem Cuttermesser in der Hand stand. Man kann wirklich von Glück reden, dass bei seinem Rückwärtssturz nichts Schlimmes passiert ist. Nur das Handgelenk war etwas verstaucht.

Decke Flur Gipskarton

Außer im Obergeschoss, haben wir auch im restlichen Haus noch ein paar Sachen geschafft. Die Erdgeschossfenster haben neue Gummis bekommen und sind nun dichter gegen den Straßenlärm und die Kälte von draußen. Als es nämlich zum Jahresbeginn so frostig war, fiel uns auf, wie stark es von draußen reinzieht. Davor war uns noch gar nicht bewusst gewesen, dass unsere Fenster so undicht sind. Die Investition in neue Fenstergummis hat sich auf jeden Fall sofort positiv bemerkbar gemacht.

Fenstergummis auswechseln

Zum Schluss kann ich noch verkünden, dass nach zwei Monaten unsere neue Küchenarbeitsplatte von IKEA geliefert wurde, nachdem die erste falsch zugeschnitten war. 🙂 Jetzt stimmt alles, aber dazu später irgendwann mehr…