Eine Hundehütte selbst gebaut

Unsere Neufundländer-Labrador-Dame Clara hat sich mittlerweile bei uns eingelebt. Sie ist seit zwei Monaten auf dem Hof und besticht alle mit ihrer lieben, sanften Art. Mittlerweile ist sie aufgeweckter und hat immer Unfug im Kopf. Am liebsten zerkaut sie alles, was sie kriegen kann. Buddeln macht ihr auch große Freude. Das Foto unten porträtiert sie so treffend, weil sie immer ein bisschen zu aufdringlich ist, wie hier wo ich ein Bild von meinem großen Jungen machen wollte und sie sich aus Neugier einfach in den Weg gesetzt hat. 😀 So ist Clara.

Hund Clara im Vordergrund

Da Clara kein Haushund, sondern ein Hofhund ist, brauchte sie eine Hütte und diese hat der Hausherr selber gebaut. Es ist eine Art Schwedenhäuschen geworden, wobei wir alle nicht wissen, woher die Inspiration kam. Er hat einfach drauflos gebaut und dann kam das dabei heraus. Die Hütte hat einen rubinroten Anstrich in der Farbe RAL 3003 bekommen und passt damit perfekt zur Haustür.

Hundehütte rubinrot RAL 3003

Für die Hütte wurde folgendes Baumaterial verwendet:

  • OSB-Platten für den Boden (20 mm Stärke)
  • OSB-Platten für die Wände und das Dach (12,5 mm Stärke)
  • Styroporplatten als Dämmung (20 mm)
  • Latten, um die Rahmen für Wände, Dach und Boden zu bauen
  • Bretter als Fassade
  • Holzleisten als Abschlusskanten
  • Rubinroter und weißer Lack
  • Dachpappe
  • Blechprofile als Kantenschutz für den Eingang
  • Zubehör, um die Hütte verschieben zu können: Rollen, Füße, Griffe

Hundehütte OSB-Platten

Alle Seitenteile sowie der Boden und das Dach wurden zunächst einzeln gebaut, bevor sie zu einem Häuschen zusammengeschraubt wurden. Sie sind doppelwandig und bestehen jeweils aus zwei Schichten OSB, zwischen die eine Schicht Styropor zur Wärmedämmung eingebaut wurde. Um die äußere und die innere OSB-Schicht miteinander verschrauben zu können, hat jede Fläche einen innenliegenden Rahmen aus Holzlatten.

Hundehütte OSB und Holzbretter

Anschließend wurde auf einer Längsseite ein rechteckiges Loch als Eingang gesägt.

Das Ganze wurde mit einer hübschen Bretterfassade verkleidet und bekam rundherum einen Anstrich mit rotem Acryllack. Die Schnittkanten wurden mit weiß lackierten Eckleisten aus Holz verdeckt. Im Eingangsbereich schützen Aluprofile das Holz.

Hundehütte Bretterfassade rot

Da die Holzhütte so schwer ist, dass man sie nicht mehr einfach so anheben kann, hat sie nur auf der einen Seite Füße und auf der anderen Seite zwei Rollen bekommen. So kann man sie mithilfe von Griffen bewegen.

Außerdem wurde neben dem Eingang eine robuste Metallöse angebracht, falls man den Hund mal anbinden muss.

Hundehütte Dachpappe Schindeln

Auf das Dach hat der Bauherr 240 Schindeln genagelt, die er alle einzeln in liebevoller Handarbeit 😛 aus mehreren Rollen Dachpappe geschnitten hatte.

Dachpappe Schindeln Hundehütte

Ihren Platz hat die Hütte direkt neben unserer Eingangstür gefunden. Dort hält sich Clara am liebsten auf – möglichst nah bei uns. Sie hat die Hütte sofort als neues Zuhause angenommen und schläft sehr gern darin.

Fazit

Wer Zeit und ein bisschen Geschick hat, kann für seinen Hund eine Hütte selber bauen. Finanziell lohnt es sich nicht unbedingt. Die Baumaterialien (ohne die Bretterfassade) haben rund 100 Euro im Baumarkt gekostet. Für das Geld kann man sich auch eine fertige Hütte kaufen.

Was wir im Nachhinein anders machen würden:

  • Es fehlt eine Luke im Dach oder in der Wand, um die Hütte öffnen und reinigen zu können.
  • Ein abwischbarer Bodenbelag (z.B. Linoleum, PVC) wäre hygienischer.
  • Dachpappe gibt’s auch in Schindelform zu kaufen. Man kann sich also die Zeit für das Schneiden der Schindeln sparen. (Zu dem Zeitpunkt, als der Entschluss für Schindeln fiel, hatten wir leider schon eine normale Rolle Dachpappe gekauft.)

Falls mal wieder Zeit und Lust ist, lässt sich die ein oder andere Verbesserung noch nachträglich umsetzen…

5 comments on “Eine Hundehütte selbst gebaut

  1. winterloewe says:

    Due Hütte sieht wirklich sehr hübsch aus und das Ganze scheint auch recht einfach machbar zu sein. Sicher, es ist natürlich nicht in einer Stunde mal eben gemacht, aber das muss es auch nicht. Die Idee mit der Dachluke ist natürlich auch sinnvoll. Wie sieht es eigentlich im Sommer aus? Heizt sich die Hütte sehr auf, wenn Sonne drauf scheint?
    Sonst könnte man die Luke auch noch als kleines “Lüftungsfenster” beutzen
    Sollte ich mal in die Situation kommen, eine Hundehütte haben zu wollen, werde ich wohl auch eine bauen. Ich mache sehr sehr gerne was mit Holz und ich finde, es ist wirklich schön, wenn man etwas selber ‘erschaffen’ hat 🙂

  2. Die Hundehuette ist gut gelungen!
    Liebe Gruesse Monika

  3. Holzhaus2015 says:

    Ich nehme an, auch Clara ist begeistert: so ein schöne Hütte hat nicht jeder!

    • Uta says:

      Oh vielen Dank! Unser 2-jähriger Sohn möchte jetzt übrigens auch so ein Holzhäuschen haben… 😀

      • Holzhaus2015 says:

        Haha! Sehr hübsch! Da bleibt Ihr gleich in Übung und habt Gelegenheit, Eure eigenen Verbesserungsvorschläge auszuprobieren. In der Zwischenzeit kann der Kleine mit Clara eine WG aufmachen…

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