Das erste Osterfest auf dem Hof

Heute hat uns zum ersten Mal der Osterhase auf unserem Hof besucht! 🙂 Wir leben zwar schon seit Herbst 2015 hier, aber Ostern 2016 konnten wir nicht zuhause verbringen, weil unser zweites Kind zur Welt kam. So haben wir den Osterhasen im ersten Jahr leider verpasst.

Dafür gab es dann dieses Jahr die Premiere: Ostereier suchen im eigenen Garten! Was für ein schöner Moment für Groß und Klein!

Die Eier stammen von unseren fleißigen Hühnern. Wir haben momentan (immer noch) vier Legehennen der Rasse Italiener und jede legt ungefähr pro Tag ein Ei. Das reicht nicht nur, um den Eigenbedarf zu decken, sondern wir geben auch regelmäßig Eier an Nachbarn, Bekannte oder Kollegen ab.

Unsere Alpakas #1 – Wie es dazu kam

Noch einmal sind wir tier-reicher geworden. Nach Hund, Katzen und Hühnern sind jetzt drei Alpakas auf unseren Hof gezogen. Alpa-was?, fragt manch einer. Alpakas sind Nutztiere, die aus den Anden stammen, und gehören zur Familie der Kamele. Sie sind mit den Lamas verwandt, aber kleiner und man kann mit ihnen Wolle produzieren. Sie sind also sowas wie langhalsige Schafe, die manchmal spucken. Die meisten Alpakas in Deutschland werden aber nicht primär zur Wollproduktion gehalten, sondern zum Angucken, Streicheln und Gassigehen, weil die Menschen sie einfach so wahnsinnig knuffig finden. Ihre niedlichen Gesichter mit den großen Kulleraugen und ihr friedliches Wesen machen glücklich. Es gibt ein Sprichwort, das angeblich aus Peru stammt:

“Wer einmal einem Alpaka zu tief in die Augen schaut, der ist für immer von ihm gefesselt.”

Das halte ich für übertrieben, obwohl meine Alpaka-Geschichte vielleicht sogar ähnlich angefangen hat. Allerdings habe ich schon den Eindruck, dass die Alpakahaltung in den letzten zehn Jahren in Deutschland deutlich zugenommen hat. Kennt nicht fast jeder mittlerweile eine Weide, einen Hof oder einen Streichelzoo, wo Alpakas leben?

Erntedankfest 2014 – Die Idee wurde geboren

Ich kann nicht genau sagen, wann ich zum ersten Mal ein Alpaka gesehen habe, aber an diese Begegnung auf dem Erntedankfest in Langewiesen kann ich mich gut erinnern. Es war eine Art Straßenfest mit Kunsthandwerkerständen, Kinderunterhaltung, einer kleinen Bühne, Bierbänken, Essen und Trinken. In einer Ecke im Kirchgarten gab es einen Stand von den “Alpakas von der Fahner Höhe”. Dort wurde Gestricktes aus Alpakawolle zum Kauf angeboten und daneben standen eingezäunt zwei Alpakas. Als Eltern mit einjährigem Kind ist man dort natürlich stehengeblieben: “Schau Sohn, das sind Alpakas! Al-pa-ka. Alpaka! Da kannste mal streicheln.” Ich blieb dann noch ein bisschen länger stehen, während der Sohnemann schon mit Papa zum nächsten Stand weiterlief, nahm mir schüchtern einen Prospekt und las mir die Infos zu den Tieren und ihrer Haltung durch. Zu diesem Zeitpunkt lebten wir noch in einer Mietwohnung und hatten gerade unseren Hof frisch überschrieben bekommen. Damals wie heute stand die Frage im Raum: was macht man denn nun mit so einem großen Hof? Sicherlich habe ich mich deshalb sehr dafür interessiert, was andere Leute auf dem Land so machen und Alpakas halten war einfach eine komplett neue Inspiration für mich, die mich nicht mehr losließ.

Alpaka Prospekt

Den Prospekt habe ich übrigens heute noch. Er liegt in meiner obersten Schreibtischschublade.

Das liebe Geld

Bei der Idee, Alpakas zu halten, blieb es dann erstmal. Denn Internetrecherchen zu dem Thema zeigten mir zwar, dass die Haltung angeblich nicht schwierig sei, aber der Preis der Tiere war dann doch überraschend hoch. Ich lernte, dass man Hobbytiere ab 800 Euro pro Exemplar kaufen kann und Zuchttiere natürlich teurer sind. Eine Zuchtstute würde es vielleicht so ab 3.000 Euro geben. Und da es Herdentiere sind, sollte man nicht auf ein einzelnes Alpaka sparen, sondern auf mindestens drei. Das war mir für ein Hobby dann doch zu teuer. Immerhin steckten wir zu dem Zeitpunkt jeden Euro in unseren Hausumbau. Der Alpaka-Plan war also erstmal gestrichen, aber der Wunsch blieb im Hinterkopf. Und sobald mich wiedermal jemand fragte, was wir mit dem Hof vorhaben, sagte ich halb im Scherz: Alpakas halten.

nanoblock Alpaca Alpaka

Juni 2015 – Ein Grundlagenkurs kann nicht schaden

Wenn man sich Alpakas anschaffen möchte, sollte man vorher einen Einsteigerkurs zur Alpakahaltung besuchen. Das ist eine gängige Empfehlung im Internet, also habe ich diesen Rat angenommen. Entsprechende Kurse werden von Alpakazüchtern landauf, landab angeboten, die sich damit noch ein bisschen Geld dazu verdienen. Über Google fand ich einen Alpakahof, der nicht allzu weit weg war und auf seiner Website Kurstermine anbot. Da die Teilnehmerplätze begrenzt waren, musste man sich vorher per E-Mail anmelden. Am 20. Juni 2015 war es dann so weit. Es ging mit dem Auto nach Brandenburg, wo ich zusammen mit anderen Interessierten einen Tag lang alles über Alpakahaltung und -pflege lernte. Das Seminar bestand hauptsächlich aus Frontalunterricht im Schulungsraum, aber es gab auch einen Rundgang über den Hof und die Weiden und man konnte viele Fragen stellen. Der Kontakt zu den Alpakas beschränkte sich auf kurzes Tätscheln. Am Ende gab es ein Teilnahmezertifikat.

Hinweis: In einigen Bundesländern ist es notwendig, die entsprechende Sachkunde vorweisen zu können, wenn man Kameliden halten möchte. Unbedingt vorher beim Veterinäramt erkundigen! Eventuell muss eine Sachkundeprüfung abgelegt werden.

Ich weiß heute gar nicht mehr genau, warum ich den Kurs damals besucht habe, wo doch gar nicht klar war, ob wir überhaupt Alpakas halten werden. Vielleicht wollte ich schon mal die nötigen Voraussetzungen schaffen und sicherlich wollte ich auch einfach mal Alpakas etwas näher sein, um herauszufinden, ob mir dieses Hobby auch von Nahem betrachtet gefällt. Offiziell hätte ich den Kurs nicht gebraucht, denn man darf in Thüringen Alpakas ohne Sachkundenachweis halten (zumindest privat – wie es gewerblich aussieht, weiß ich nicht).

Zertifikat Alpaka Grundlagenseminar

Die liebe Zeit

Danach wurde es erstmal ruhig um dieses Thema. Irgendwann hörte ich auf, mich auf http://alpacaseller.com nach Verkaufstieren umzuschauen, weil ich einfach kein Geld dafür übrig hatte. Anfangs hatte ich noch die Hoffnung, dass ich irgendwann 10.000 Euro zusammensparen könnte, um mir drei Zuchtstuten zu kaufen. Aber wann sollte das sein? Dann dachte ich, man könnte ja mit drei Wallachen anfangen. Das würde nur 3.000 Euro kosten und zumindest einen Einstieg in dieses Hobby ermöglichen, auch wenn man mit denen nicht die eigene Herde vermehren könnte.

Neben dem Geld stellte sich aber natürlich auch die Frage nach der verfügbaren Zeit. Würde man neben der Vollzeitarbeit überhaupt Zeit finden, um die Alpakas zu versorgen? Wann würde man nach ihnen sehen – morgens vor der Arbeit oder abends? Und hätte man dann ganz ehrlich überhaupt noch Kraft und Lust dazu? Papa war sehr skeptisch. Es gab viele Diskussionen. Und dann hatten wir durch die Geburt unseres zweiten Kindes im März 2016 sowieso genug Anderes um die Ohren.

Oktober 2016 – Ein Wink des Schicksals

Ganz plötzlich kehrte das Thema Alpakas aber in unser Leben zurück, als ich in einer Alpaka-Gruppe auf Facebook zufällig über einen Hilferuf stolperte. Ein Paar aus Brandenburg suchte aus gesundheitlichen Gründen dringend ein neues Zuhause für drei ihrer Alpakas. Der Preis war niedrig, also antwortete ich ihnen. Eigentlich schrieb ich ihnen auch nur deshalb eine Nachricht, weil ich insgeheim davon ausging, dass die günstigen Alpakas längst schon einen Abnehmer gefunden hatten. Dann kam die große Überraschung: die Alpakas waren noch zu haben! Da hatten wir nun den Salat. Wieder fanden tagelange Diskussionen mit Papa statt. Aber am Ende haben wir es tatsächlich gemacht und die Alpakas zu uns geholt!

Wie es weiterging, erzähle ich euch im nächsten Beitrag…

Zwei Katzen ziehen ein

Wir haben noch mehr tierischen Zuwachs bekommen! Seit zwei Monaten wohnen zwei Kätzchen bei uns, die im Mai dieses Jahres geboren wurden. Wir sind eher zufällig zu den Beiden gekommen, weil ein Feuerwehrkamerad von Papa den ungewollten Katzennachwuchs loswerden wollte. Ihr wisst ja, dass heutzutage immer noch unerwünschte Tierbabys auf’m Dorf ertränkt oder erschlagen werden… 🙁 Jedenfalls hat es in diesem Fall glücklicherweise gepasst, dass wir sowieso auf der Suche nach zwei Katzen waren und so konnte allen Beteiligten dieser barbarische Akt erspart bleiben.

Getigerte Babykatze

Die Beiden kamen zu uns, nachdem sie von der Katzenmama abgestillt worden waren. Sie waren stubenrein, was bedeutet, dass sie fein die Katzentoilette benutzten, und zogen direkt bei uns ins Haus ein, auch wenn sie später eher Hofkatzen sein sollen. Am Anfang muss ja erstmal die Familienbindung hergestellt werden, bevor man den Freigang üben kann.

Babykätzchen

Die Namensgebung war auch innerhalb von drei Minuten erledigt. Papa sagte, die Graugetigerte würde genauso aussehen wie seine Katze aus der Kindheit und die hatte Miezi geheißen. Er wollte die Neue deshalb auch Miezi nennen.

Ich habe selber nie eine Katze besessen. Aber ich hatte mir als Kind überlegt, wenn ich mal eine Katze hätte, dann würde ich sie Minka nennen. 🙂 Also durfte ich der Zweiten diesen Namen geben.

Kätzchen erkundet Wohnung

Das Zusammenleben klappte von Anfang an gut. Miezi und Minka legten ihre Scheu schnell ab und erkundeten forsch alles, was sie erreichen konnten. In einem Ratgeber zur Eingewöhnung hatte ich vorher gelesen, dass die neuen Kätzchen erst langsam einen Raum nach dem anderen kennenlernen sollten, um sie nicht zu ängstigen. So eine Vorsicht war bei diesen beiden kecken Katzenbabys aber nicht nötig. Generell haben wir kaum Ratgeber-Tipps gebraucht und das alles intuitiv gut hinbekommen… dank unserer pflegeleichten Stubentiger. 🙂

Katzenbaby

Ich glaube, es ist auch gar nicht so entscheidend, wo der Futternapf steht, wie der Schlafplatz aussieht und wie viele Katzenklos man aufstellt. Nur Eines ist unbedingt wichtig: man braucht auf jeden Fall Zeit! Das hatte ich unterschätzt. Nicht nur, um den Kätzchen ein bisschen Gesellschaft zu leisten, sondern vor allem auch, weil sie aufgrund ihres kleinen Magens ungefähr fünf Mahlzeiten am Tag brauchen. Ich konnte das mit der Fütterung zum Glück bewerkstelligen, weil ich in Elternzeit bin. Ich weiß nicht, wie man die Eingewöhnung als Vollzeit-Berufstätiger schaffen kann…

 

Drei Dinge fand ich als Katzenneuling besonders interessant:

1. Jede Katze hat einen eigenen Charakter.

Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so unterschiedlich verhalten. Während die graugetigerte Miezi der absolute Draufgänger ist, hält sich die weiße Minka in unbekannten Situationen doch lieber erstmal im Hintergrund und beobachtet vorsichtig.

2. Katzen sind stur.

Vom Hund bin ich gewöhnt, etwas Reue und Unterwürfigkeit zu sehen, wenn ich eine Schimpftirade loslasse. Nicht so die Katzen… völlig unbeeindruckt treiben sie ignorant ihr Unwesen, wie es ihnen passt. Wie viele Sachen ich vor ihnen in Sicherheit bringen musste…! 😀

3. Katzen sind ja doch soziale Wesen.

Ich fand es rührend zu sehen, wie sie immer unsere Gesellschaft suchen. Nicht so feucht-schlabbernd-direkt wie der Hund, sondern zurückhaltend, fast zufällig halten sie sich immer dort auf, wo man selber auch gerade ist. Dabei schauen sie einen meist gar nicht an und sind doch irgendwie immer in der Nähe. Sie waren sogar immer richtig unglücklich, wenn sie in bestimmte Räume nicht mitkommen durften.

 

Ich bin froh, dass wir die zwei Kätzchen bekommen haben. Zum Glück war es nicht nur Eine, denn die Trennung von der Mutter war am Anfang doch schmerzlich und so konnten die Beiden sich gegenseitig Trost spenden. Außerdem spielen sie sehr viel miteinander und haben so etwas Beschäftigung.

Beim nächsten Mal erzähle ich euch eine lustige Begebenheit vom ersten Tierarztbesuch und wie wir Minka und Miezi an das Leben draußen gewöhnt haben.

Eine Hundehütte selbst gebaut

Unsere Neufundländer-Labrador-Dame Clara hat sich mittlerweile bei uns eingelebt. Sie ist seit zwei Monaten auf dem Hof und besticht alle mit ihrer lieben, sanften Art. Mittlerweile ist sie aufgeweckter und hat immer Unfug im Kopf. Am liebsten zerkaut sie alles, was sie kriegen kann. Buddeln macht ihr auch große Freude. Das Foto unten porträtiert sie so treffend, weil sie immer ein bisschen zu aufdringlich ist, wie hier wo ich ein Bild von meinem großen Jungen machen wollte und sie sich aus Neugier einfach in den Weg gesetzt hat. 😀 So ist Clara.

Hund Clara im Vordergrund

Da Clara kein Haushund, sondern ein Hofhund ist, brauchte sie eine Hütte und diese hat der Hausherr selber gebaut. Es ist eine Art Schwedenhäuschen geworden, wobei wir alle nicht wissen, woher die Inspiration kam. Er hat einfach drauflos gebaut und dann kam das dabei heraus. Die Hütte hat einen rubinroten Anstrich in der Farbe RAL 3003 bekommen und passt damit perfekt zur Haustür.

Hundehütte rubinrot RAL 3003

Für die Hütte wurde folgendes Baumaterial verwendet:

  • OSB-Platten für den Boden (20 mm Stärke)
  • OSB-Platten für die Wände und das Dach (12,5 mm Stärke)
  • Styroporplatten als Dämmung (20 mm)
  • Latten, um die Rahmen für Wände, Dach und Boden zu bauen
  • Bretter als Fassade
  • Holzleisten als Abschlusskanten
  • Rubinroter und weißer Lack
  • Dachpappe
  • Blechprofile als Kantenschutz für den Eingang
  • Zubehör, um die Hütte verschieben zu können: Rollen, Füße, Griffe

Hundehütte OSB-Platten

Alle Seitenteile sowie der Boden und das Dach wurden zunächst einzeln gebaut, bevor sie zu einem Häuschen zusammengeschraubt wurden. Sie sind doppelwandig und bestehen jeweils aus zwei Schichten OSB, zwischen die eine Schicht Styropor zur Wärmedämmung eingebaut wurde. Um die äußere und die innere OSB-Schicht miteinander verschrauben zu können, hat jede Fläche einen innenliegenden Rahmen aus Holzlatten.

Hundehütte OSB und Holzbretter

Anschließend wurde auf einer Längsseite ein rechteckiges Loch als Eingang gesägt.

Das Ganze wurde mit einer hübschen Bretterfassade verkleidet und bekam rundherum einen Anstrich mit rotem Acryllack. Die Schnittkanten wurden mit weiß lackierten Eckleisten aus Holz verdeckt. Im Eingangsbereich schützen Aluprofile das Holz.

Hundehütte Bretterfassade rot

Da die Holzhütte so schwer ist, dass man sie nicht mehr einfach so anheben kann, hat sie nur auf der einen Seite Füße und auf der anderen Seite zwei Rollen bekommen. So kann man sie mithilfe von Griffen bewegen.

Außerdem wurde neben dem Eingang eine robuste Metallöse angebracht, falls man den Hund mal anbinden muss.

Hundehütte Dachpappe Schindeln

Auf das Dach hat der Bauherr 240 Schindeln genagelt, die er alle einzeln in liebevoller Handarbeit 😛 aus mehreren Rollen Dachpappe geschnitten hatte.

Dachpappe Schindeln Hundehütte

Ihren Platz hat die Hütte direkt neben unserer Eingangstür gefunden. Dort hält sich Clara am liebsten auf – möglichst nah bei uns. Sie hat die Hütte sofort als neues Zuhause angenommen und schläft sehr gern darin.

Fazit

Wer Zeit und ein bisschen Geschick hat, kann für seinen Hund eine Hütte selber bauen. Finanziell lohnt es sich nicht unbedingt. Die Baumaterialien (ohne die Bretterfassade) haben rund 100 Euro im Baumarkt gekostet. Für das Geld kann man sich auch eine fertige Hütte kaufen.

Was wir im Nachhinein anders machen würden:

  • Es fehlt eine Luke im Dach oder in der Wand, um die Hütte öffnen und reinigen zu können.
  • Ein abwischbarer Bodenbelag (z.B. Linoleum, PVC) wäre hygienischer.
  • Dachpappe gibt’s auch in Schindelform zu kaufen. Man kann sich also die Zeit für das Schneiden der Schindeln sparen. (Zu dem Zeitpunkt, als der Entschluss für Schindeln fiel, hatten wir leider schon eine normale Rolle Dachpappe gekauft.)

Falls mal wieder Zeit und Lust ist, lässt sich die ein oder andere Verbesserung noch nachträglich umsetzen…

Hurra, das Baby ist da

Unsere Familie hat Ende März Zuwachs bekommen. Am Karsamstag wurde unser zweiter Sohn geboren. Jetzt sind wir also zu viert auf dem Hof. 🙂

Eigentlich sollte der Kleine erst nach Ostern auf die Welt kommen, aber er hatte sich schon ein paar Tage früher auf den Weg gemacht. Mitten in der Nacht nach Karfreitag hatten die Wehen plötzlich begonnen und so düsten wir mit dem Auto ins 20 km entfernte Krankenhaus. Schon am selben Tag um die Mittagszeit war es dann geschafft: das Baby da, die Eltern glücklich, alle gesund und munter.

Neugeborenes Baby

Baby Fußabdruck

Und so kam es, dass wir Ostern im Krankenhaus verbringen mussten. Eigentlich hatten wir uns darauf gefreut, zum ersten Mal Ostereier im eigenen Garten zu suchen. Das wird dann also erst nächstes Jahr was.

Ostern im Krankenhaus

Mittlerweile sind wir wieder zuhause und konnten in unser neues Leben mit zwei Kindern starten.

Ein Hund zieht ein

Eine junge Hündin ist nun das erste Tier geworden, das auf unserem Hof einziehen darf: die 8 Monate alte Clara. Wir haben sie im Tierheim entdeckt, als wir uns ganz ungezwungen nach einem Hund umgeschaut haben. Sie ist ein Neufundländer-Mix und wurde von Tierschützern zusammen mit ihrer Mama und ihren Geschwistern in Rumänien aufgelesen. Etwas schüchtern und unsicher ist sie noch, aber ihr ruhiges Wesen hat uns gefallen. Und da die Hunde vom Tierschutz offensichtlich sehr schnell neue Besitzer finden, konnten wir mit unserer Entscheidung nicht lange warten. Nach einem Mal gemeinsam Gassi gehen, wurde sie uns am darauffolgenden Tag schon zur 14-tägigen Probezeit mit nach Hause gegeben, obwohl wir noch nichts für sie vorbereitet hatten. Wir bekamen ein Hundebett, zwei Tagesrationen Futter, Leckerlies, Näpfe, Halsband, Leine und ein Spielzeug ausgehändigt. Dann wurde schon der Hund in den Kofferraum gehoben, Klappe zu – viel Spaß.

Hund Clara Porträt

So begann das Leben mit Hund schneller als gedacht. Der Knirps fand’s natürlich toll. Als Erstes stellte sich die Frage: wohin mit dem Hund? Eine Hütte gab es noch nicht. Wir entschieden, das Hundebett in den Flur zu stellen, damit Clara am Anfang ganz viel Zeit mit uns verbringen konnte. Wir zeigten ihr am ersten Abend alle Zimmer und sie durfte den Garten und den Hof erkunden. Wir gingen mehrmals mit ihr raus, damit sie ihr Geschäft erledigen konnte. Das klappte ausgesprochen gut. Also ließen wir es auf den Versuch ankommen, sie auch über Nacht im Haus zu lassen. Sie schlief im Flur in Hörweite zu uns und tatsächlich machte sie keinen Dreck. Anscheinend war sie von Natur aus stubenrein. Sie war auch insgesamt sehr vorsichtig und machte nichts kaputt. Es zeigte sich, dass sie eine sehr liebe und unterwürfige Hündin ist. Nie war sie aggressiv. An der Leine lief sie problemlos mit. Man konnte ihr sogar Futter abnehmen, ohne dass sie knurrte.

In den ersten Tagen fand ich es trotzdem sehr anstrengend mit ihr. Ihre permanente Unsicherheit und Ängstlichkeit waren belastend. Sie war sofort verstört, wenn man sich zu weit entfernte oder durch eine Tür getrennt war und fing dann an, an den (schönen neuen) Türen zu kratzen. Also musste ich den ganzen Tag für sie da sein. Mit solchen Trennungsängsten hatte ich überhaupt nicht gerechnet! Sie scheinen aber bei Tierheimhunden nicht unüblich zu sein… Ich hatte also unterschätzt, wie lange die Eingewöhnung dauern würde und fragte mich, wie man in nächster Zeit überhaupt mal etwas ohne sie erledigen könnte. Offensichtlich würde es noch viel Training brauchen, bis sie ohne Panik allein auf dem Hof bleiben würde.

Hündin Clara mit Ball

Nach ein paar Tagen wurde es trotzdem entspannter für mich, weil Clara viel schlief. Sie musste zum Glück nicht ständig beschäftigt werden. So einen ruhigen Hund hatte ich mir gewünscht! Außerdem war es schön zu beobachten, wie sie sich langsam auf dem Grundstück einlebte und uns in ihr Herz schloss. Sie freute sich über jedes bisschen Aufmerksamkeit, das man ihr schenkte.

Man muss sie einfach gern haben, die gute Seele! Clara ist immer geduldig, ruhig und freundlich. Momentan läuft noch die Probezeit. Erst nächste Woche müssen wir entscheiden, ob sie offiziell unser Hund wird. Aber ich denke, das wird schon klappen.

Schwarz-Weiß-Bilder von früher

Zusammen mit unserem Hof haben wir einen ganzen Fundus an alten Fotos geerbt. Ein richtiger Schatz ist das! Die Bilder hatten wir sofort eingescannt, nachdem wir sie gefunden hatten, um sie zu sichern. Sie sind so alt, dass wir viele Menschen darauf nicht kennen. Auf dem Hof sind früher immer viele Leute ein und aus gegangen und die Familien waren groß. Es fällt auch schwer, Aufnahmedatum und Ort zu bestimmen. Deshalb ist die kleine Auswahl, die ich euch heute zeigen will, nicht zeitlich geordnet. Es ist ein Sammelsurium von Eindrücken.

Auf einigen Bildern sieht man unser Haus, sowohl von der Hofseite als auch von der Straßenseite aus:

Die meisten Aufnahmen zeigen das dörfliche Leben mit Tieren und Feldarbeit. Viel Freude beim Eintauchen in alte Zeiten!

Das war Januar 2016

Schon wieder ist ein Monat vorbei und wir haben fleißig weitergebaut. So was richtig Fertiges kann ich euch aber leider noch nicht zeigen. Deswegen habe ich einfach nur ein paar gesammelte Eindrücke vom Januar für euch.

Begonnen hat das Jahr mit einem sonnigen, friedlichen Neujahrsmorgen. Als Mama muss man ja jeden Tag um die gleiche Zeit aufstehen, egal ob am Vorabend Silvesterfeier war oder nicht. 😉 Deshalb habe ich die Chance gleich genutzt, um ein paar Fotos von der Morgensonne im Garten und auf der Straße zu machen.

Scheune und Garten Wintermorgen

Strasse und Fluss Wintermorgen

Am zweiten Januarwochenende stand dann das jährliche Weihnachtsbaumverbrennen an, das von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert wird. Das war eine gute Gelegenheit, bei Glühwein, Schnaps und Thüringer Rostbratwurst den Kontakt zu den anderen Dorfbewohnern auszubauen. Unser Weihnachtsbaum wurde bei diesem Feuer auch verbrannt.

Weihnachtsbaumverbrennen

In der dritten Januarwoche kam dann der erste Wintereinbruch des Jahres und es wurde richtig kalt, -16 °C. Ich dachte erst, das Thermometer sei kaputt. Es lag sogar bei uns genug Schnee zum Rodeln, obwohl wir nicht im Mittelgebirge wohnen. Ich hatte schon vermutet, ich hätte den Schlitten fürs Kind umsonst gekauft, weil die letzten Wintermonate so mild waren…

Kind im Schnee

Winter Sonnenaufgang

Wir haben nun endlich eine richtige Hausnummer am Haus! Ich hatte die Ziffern aus Keramik schon im Frühjahr 2015 auf dem Ilmenauer Töpfermarkt gekauft. Seitdem waren sie liegen geblieben, aber nun hat der Hausherr sie auf der Straßenseite ans Haus geschraubt. Ich finde sie wunderschön. Wenn ich irgendwann den Flyer der Töpferin wiederfinde, von der ich sie gekauft habe, werde ich ihren Namen hier nachtragen.

Keramik Hausnummer

Im Haus haben wir unter anderem an unserer Küche weitergearbeitet. Nachdem der Hausherr alleine den Fliesenspiegel an der Küchenwand angebracht hatte, haben wir zu zweit die IKEA Küche aufgebaut. Leider wurde die maßgefertigte Küchenarbeitsplatte dann aber mit einem falschen Gehrungsschnitt geliefert und so müssen wir uns noch bis Februar gedulden, bis IKEA eine korrekte Platte nachliefert. Einen fertigen Bericht über den Küchenaufbau kann ich euch also leider noch nicht präsentieren.

IKEA Küche Metod Bodbyn Schubfach

Im Obergeschoss wurde fleißig am Trockenbau weitergewerkelt. Da hatten wir Unterstützung aus der Familie. Aber bis sämtliche Wände und Decken auf der gesamten Fläche mit Ständerwänden aus OSB-Platten und Dämmung versehen sind, dauert es immer noch.

Trockenbau Ständerwände OSB Fachwerk

Und zu guter Letzt haben wir noch angefangen, Kohlen zu verschenken. Wir haben nämlich zusammen mit dem Hof einen riesigen Kohlenvorrat übernommen, der bisher in einem der Nebengebäude lagert. Sie sind noch aus DDR-Zeiten und unsere Heizungsanlage mit dem Holzvergaser kann Kohlen nicht gut verbrennen. So konnten wir einigen Leuten eine Freude machen.

Kohlenschuppen

 

Thüringer Schäfertag 2015 in Hohenfelden

Am 01. August 2015 fand im Freilichtmuseum Hohenfelden der 24. Thüringer Schäfertag statt. Bei strahlendem Sonnenschein kürte der Landesverband Thüringer Schafzüchter e.V. den Landesmeister im Schafehüten. Dazu traten die Gewinner der Regionalausscheide mit ihren Hunden und einer fremden Schafherde gegeneinander an. Rund um den Wettbewerb hatten das Freilichtmuseum und die Freiwillige Feuerwehr Hohenfelden ein schönes Fest für Groß und Klein organisiert. Neben Verkaufsständen mit Woll- und Fellprodukten, Schäfereibedarf und regionalen Erzeugnissen gab es Vorführungen zur Wollverarbeitung und natürlich viele Tiere zu bestaunen.

Das Hütegelände des Wettbewerbs war schon von Weitem zu sehen, nicht nur wegen der Blechlawine auf dem Feld.

Schäfertag Freilichtmuseum Hohenfelden

Der Wettbewerb begann um 10 Uhr. Im folgenden Foto tritt gerade der Titelverteidiger Herbert Kind aus dem ostthüringischen Dörnfeld an und lässt die Herde in einem Kreisel laufen. Dank der kompetenten Moderation konnten auch Unbeteiligte sehr viel verstehen und lernen. Wir haben den Wettbewerb trotzdem nicht komplett angeschaut, da sich die einzelnen Aufgaben eine ganze Weile hinzogen.

Wettbewerb Schafehüten

Schafherde Hütegelände Hohenfelden

Auf dem Gelände des Freilichtmuseums fand das Rahmenprogramm rund um Schafhaltung und Wollverarbeitung statt. Natürlich war auch für das leibliche Wohl bestens gesorgt.

Freilichtmuseum Schäfertag

Freilichtmuseum Hohenfelden

Interessant war es, die vielen Damen und wenigen Herren beim Spinnwettbewerb zu beobachten, der parallel stattfand. Es hätte mich interessiert, mit welchem Ziel hier um die Wette gesponnen wurde…

Spinnwettbewerb Hohenfelden

Spinnwettbewerb Hohenfelden

Ein Stück weiter konnte man beim Filzen und Weben zusehen. Wirklich tolle Handwerke, wie ich finde! Zum Glück gibt es ein paar Wenige, die diese vor dem Aussterben bewahren. Im folgenden Foto sieht man Handweber Dieter Hackenberg (dankeschön für den Link an Anke vom Blog Wollstash).

Handweber Dieter Hackenberg

Viele Schaulustige gab es beim Scheren. Hier wurden in Minutenschnelle Schafe von einem professionellen Scherer nackig gemacht während der Moderator alles Wissenswerte dazu erklärte. Zum Beispiel erfuhren wir, dass man mit einem Kilo Schafswolle nur 1 Euro verdient!? Kein Wunder also, dass das Scheren so schnell gehen muss.

Schafscheren

Ausgestellt wurden auch einige Rassetiere, sodass selbst Unwissende wie wir mal sehen konnten, dass Schaf nicht gleich Schaf ist. 🙂 Im nächsten Foto sind Merinoschafe zu sehen.

Merinoschafe

Rassetiere Schafe Ziegen

Selbst einige Ziegen waren zu Besuch, wie hier die Thüringer Wald Ziege.

Thüringer Wald Ziege

 

Ein sonniges Wochenende im Juni

Was für ein herrliches Sommerwochenende liegt hinter uns! Bei den heißen Temperaturen und der brütenden Sonne tat es gut, sich mal eine Pause zu gönnen. Man kann ja nicht immer nur arbeiten. Ein bisschen Erholung und Ablenkung sind auch gut für den Hausfrieden bei den dauergestressten Bauherren. 😉

Die schöne Luftaufnahme unten zeigt das Viadukt im nahegelegenen Städtchen Stadtilm am vergangenen Wochenende. Das Foto wurde aufgenommen von SKYMERA Thomas Ehrhardt, der in unserer Nähe wohnt und mit seiner Foto-Drohne schon viele tolle Aufnahmen in der Region gemacht hat.

Stadtilm Viadukt Luftaufnahme

Wir waren dieses Wochenende im Freibad, im Eiscafé und auf dem Arnstädter Hof- und Schlossfest. Von dort sind auch die beiden folgenden Fotos. Schön war’s! 🙂

Arnstadt Neideckturm

Karussell Arnstädter Schlossfest

 

Weil wir im Garten so viel gemähtes Gras rumliegen hatten, habe ich angefangen, Heu einzusammeln. Ich finde es sonst schade drum, wenn es einfach vergammelt.

Heu und Schubkarre

Im Garten waren die Bienen ganz emsig unterwegs. In unserer Straße wohnt ein Imker, von dem wir auch schon Honig gekauft haben.

Honigbiene im Garten