Malern im ersten Kinderzimmer

Das erste Kinderzimmer ist endlich fast bezugsfertig. Wir haben diese Woche die Malerarbeiten in diesem Raum beendet. Für mich ist es noch unfassbar, dass auf unserer Dauerbaustelle* im Obergeschoss nun tatsächlich Wohnraum entsteht. 🙂

[* Dauer = 2 Jahre seit Einzug]

Das Malern hatte sich ein wenig in die Länge gezogen. Weil uns die Übung fehlt, hatten wir immer wieder mit ungleichmäßigem Farbauftrag und fleckigen Ergebnissen zu kämpfen. So haben wir letztendlich mehr Anstriche benötigt als geplant bis die Wände einigermaßen vorzeigbar aussahen.

Die verwendete Farbe ist weiße, stumpfmatte Innendispersionsfarbe (StoColor Rapid).

Daneben sollte noch ein anderer Farbton an die Wand kommen, um dem Raum das gewisse Etwas zu verleihen. Ich muss gestehen, dass ich seit einer Weile aus unerfindlichen Gründen eine Schwäche für sattblaue Wände habe. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem tollen blauen Farbton gemacht und bin bei Farrow & Ball, der englischen Traditionsmarke für Farben und Lacke, fündig geworden. Meine Wahl fiel auf Drawing Room Blue, laut Farrow & Ball ein

“traditionelles Salon-Blau, dessen klare Farbgebung an das Pigment Kobalt erinnert”.

Auf einen Testanstrich hatten wir keine Lust, denn wir waren uns sehr sicher mit der Farbwahl. So haben wir gleich mit der empfohlenen Grundierung (dunkelgrau) auf der ganzen Wand begonnen.

Es werden zwei Anstriche mit dieser Farbe empfohlen bis man das perfekte Farbergebnis hat. Nach dem ersten Anstrich war es tatsächlich noch etwas fleckig.

Nach zwei Anstrichen trocknete die Farbe dann gleichmäßig deckend.

Das hier verwendete Finish ist die Modern Emulsion, die etwas mehr Glanz hat als die klassische matte Wandfarbe von Farrow & Ball. Sie ist besser geeignet für beanspruchte Bereiche wie z.B Kinderzimmerwände, denn auf ihrer glatten Oberfläche kommt es nicht zum sogenannten “Schreibeffekt”. Außerdem halte ich sie für leichter abwischbar als das matte Finish.

Wir sind trotzdem etwas überrascht, wie sehr die Oberfläche glänzt. Das hätten wir nicht erwartet, nachdem wir die Farbmusterkarte mit den Finish-Beispielen gesehen haben. Auf dem nächsten Bild sieht man gut, wie stark sich das Fenster in der Wand spiegelt. Trotzdem nehmen wir das nicht allzu tragisch, denn es schadet nicht, dass noch etwas mehr Licht in den Raum reflektiert wird.

Auch die Farbe selber hat mich überrascht. Sie ist auf jeden Fall wunderschön und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Aber anhand des Beispiels auf der Farbmusterkarte habe ich mir das Blau abgetönter und weniger “bunt” vorgestellt.

Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, der es so geht, wenn ich mir die Kundenmeinungen auf der Farrow & Ball Webseite so durchlese…

Trotzdem ist das Ergebnis toll geworden und ich würde die Farbe auch wieder kaufen. Ich bin froh, dass wir uns zum ersten Mal an einen so starken Farbton gewagt haben.

Wie ich im ersten Satz bereits sagte, ist der Raum nun FAST bezugsfertig. Es fehlen noch Sockelleisten und Fensterbretter (nicht so wichtig), eine Tür (sehr wichtig), Heizkörper (ab Herbst wichtig) und natürlich die Einrichtung.

Eine schöne Aussicht auf den Fluss ist auf jeden Fall schon vorhanden… 🙂

Alte Dielen aufarbeiten

Wie ihr wisst, haben wir bisher bei unserer Haussanierung große Teile entkernt, entsorgt und neu gemacht. Oft konnten wir Altes nicht erhalten, weil es zum Beispiel nicht aktuellen Baustandards entsprach oder weil es abstruser Weise meist billiger ist, Neues zu kaufen als Altes zu restaurieren. Ich fand das sehr schade…

Umso glücklicher bin ich darüber, euch heute einen Bericht über die Aufarbeitung unserer alten Dielen im Obergeschoss geben zu können! Wir haben dort tatsächlich zwei Räume und den Flur, wo der ursprüngliche Fußboden noch erhalten ist. Es handelt sich um Kiefer- oder Fichtedielen, die aus der Zeit stammen, als das Haus gebaut wurde (also um 1900). Als wir das Haus übernommen haben, waren die Dielen mit der typischen Ochsenblutfarbe gestrichen. In einigen Räumen klebte noch eine Schicht Linoleum darauf. Nach dem Entfernen des Linoleums blieben hartnäckige Kleberreste auf dem Fußboden. So war der Zustand eine Zeit lang. Dann kamen durch unsere Bauarbeiten immer mehr Staub und Dreck ins Haus und schließlich war das gesamte Obergeschoss derart mit einer Schicht feinstaubigem Baustellendreck überzogen, dass wir es nur noch mit Straßenschuhen betreten haben.

[Den Zustand von Anfang 2017 sieht man in folgendem Beitrag: Baustand Obergeschoss im Januar 2017 ]

Bevor der Boden aber endlich gereinigt und aufgearbeitet werden konnte, sollten erst die Arbeiten an Wänden und Decken möglichst weit fertiggestellt sein. Dieser Punkt war für uns im März erreicht: nach vielen Arbeitsstunden im Januar und Februar mit unseren freiwilligen Helfern waren die Gipskartonarbeiten in den betroffenen Zimmern und im Flur endlich erledigt. Ein Raum war sogar schon tapeziert. Nun konnte also endlich der grobe Dreck weg. Das war für mich unfassbar, dass wir endlich so weit waren!!! 🙂 Wir hatten so lange mit der dreckigen Baustelle im Obergeschoss leben müssen, dass es schon zum Normalzustand geworden war.

Die Aufarbeitung der Dielen haben wir uns allerdings nicht selber zugetraut, sondern stattdessen den Profis überlassen. Zum Glück waren das Handwerker, bei denen man relativ zeitnah einen Termin bekommen hat, was heutzutage schon ungewöhnlich ist… 😉

Die Arbeiten haben sich über mehrere Tage hingezogen. Los ging’s am ersten Tag mit dem Bandschleifer und sehr grobem Schleifpapier, um den alten Lack zu entfernen und Unebenheiten wegzuschleifen. Im folgenden Bild sieht man auch sehr gut den Dreck von den vorigen Bauarbeiten auf dem Fußboden.

Die Staubbelastung hielt sich beim Schleifen in Grenzen, da das Gerät den Dreck gleich einsaugte.

Am zweiten Tag sahen die Dielen schon umwerfend aus. Sämtlicher Belag war abgeschliffen worden und so konnte man zum ersten Mal das pure Holz sehen.

Die Ränder und Ecken wurden mit einem Tellerschleifer bearbeitet.

Durch das Entfernen der Lackschicht beim ersten Schleifgang waren die Nagelköpfe freigelegt worden. Sie wurden mithilfe einer Nagelpistole tiefer im Fußboden versenkt, um sie bei den folgenden Schleifgängen nicht mit anzuschleifen.

Die Löcher der Nägel wurden anschließend mit Holzkitt verspachtelt, bevor mit feinerem Schleifpapier weitergeschliffen wurde.

Danach ging es an den neuen Anstrich. Als Oberflächenbehandlung haben wir uns für ein farbloses Hartwachsöl entschieden. Die farblose Variante wurde uns von den Handwerkern empfohlen, u.a. weil es sich besser ausbessern ließe, falls später Beschädigungen entstehen sollten.

Ich hatte erst zu einem honigfarbenen Öl tendiert, weil ich gern eine warme Holzfarbe erreichen wollte, aber das Endergebnis, das wir nun haben, trifft genau meine Wunschvorstellung. Von daher: alles richtig gemacht! 🙂

In dem Raum, den man im folgenden Bild sieht, hatten wir vor zwei Jahren neue Dielen verlegen lassen. Der Fußboden war seitdem unbehandelt und zum Schutz unter einer Schicht Pappe versteckt. Die neuen Dielen wurden nun bei der jetzigen Gelegenheit gleich mitbehandelt.

So sahen die 100 Jahre alten Dielen aus, nachdem das Öl getrocknet war:

Die neu geölten Dielen wurden erneut angeschliffen, nachdem sie getrocknet waren.

Anschließend wurden die Dielen ein zweites Mal gestrichen. Das war der letzte Arbeitsschritt.

Hier noch ein Blick auf das Endergebnis:

Baustand Obergeschoss im Januar 2017

Bevor dieses Jahr richtig losgeht, will ich euch mal einen Überblick über unsere Baustelle im Obergeschoss geben. Ich habe lange nicht darüber berichtet, weil es einfach keine richtigen Meilensteine mehr gab. Das Geschoss hat eine Fläche von 150 qm und wir versuchen dort in allen Räumen den Trockenbau in Eigenleistung fertigzustellen. Eine Zeit lang war unser Plan, alle Räume parallel zu bearbeiten und auf dem gleichen Stand zu halten. Als wir merkten, wie sehr sich das hinzieht, haben wir über alternative Vorgehensweisen nachgedacht: erstmal nur einen Raum komplett fertigstellen? Oder zwei Räume (Schlafzimmer + 1 Kinderzimmer)? Oder alle Räume jedoch ohne das zukünftige Haupt-Badezimmer? Auf jeden Fall haben wir nach dieser Erkenntnis erstmal im zukünftigen Arbeitszimmer und im Badezimmer nicht mehr weitergebaut, weil Schlaf- und Kinderzimmer wichtiger waren.

Alles in allem ist unser nächstes Etappenziel, die dreckigen Arbeiten (Trockenbau, Verspachteln und Abschleifen) an Wänden und Decken in einigen Räumen abzuschließen, damit wir danach den Tischler zum Abschleifen und Behandeln der Dielen bestellen können. Die Bodenbehandlung trauen wir uns nämlich nicht selber zu, auch wenn es unter Heimwerkern durchaus üblich ist, das Dielenschleifen selbst in die Hand zu nehmen.

 

Im Folgenden zeige ich euch eine Ist-Aufnahme der Räume zum Anfang des Jahres 2017 und was als nächstes zu tun ist:

Die Treppe

Wir haben zwar den Linoleumbelag, hunderte Nägel und den Lack an einigen Stellen entfernt, aber hier ist noch Einiges zu tun, um das ursprüngliche Holz wieder freizulegen. Knifflig war auch das Zurechtbasteln vieler kleiner Gipskartonstücke, um die Wände und die Zwischendecke im Treppenhaus zu verkleiden.

Nächste Schritte im Treppenhaus:

  • Verspachteln und Schleifen der Wände
  • Aufarbeitung der Holztreppe

 

Der Flur

Das Anbringen der Gipskartonplatten im Obergeschoss-Flur hat sich ewig hingezogen, ist aber endlich endlich endlich beendet. Grund für die Dauer war einerseits die Größe des Raumes mit seinen ganzen Ecken und andererseits musste erst die Technik des Gipskartonplatten-Anklebens gelernt werden. Im Flur und an der Treppe haben wir nämlich keine Ständerwände gesetzt, sondern die Platten direkt auf die Wände geklebt, um ebene Flächen für das spätere Tapezieren zu schaffen. An den alten Wänden bröckelte und riss schon der Putz und es mussten außerdem Stellen verkleidet werden, die beim Bauen beschädigt worden waren, z.B. an der Fachwerkwand, wo der Verteilerkasten eingebaut wurde oder an den Türöffnungen, wo die alten Zargen entfernt wurden.

Als Alternative zum Ankleben von Gipskartonplatten hätte man auch die Wände verputzen können. Aber dazu hätte man erstmal den alten Putz von den Wänden schlagen müssen und zweitens müsste man dafür in der Lage sein, Wände zu verputzen. Das war also für uns keine geeignete Variante.

Leider war auch das Kleben der Platten nicht völlig idiotensicher und wir mussten erst unsere Erfahrungen sammeln. Die erste geklebte Gipskartonplatte wollte nämlich einfach nicht an der Wand halten. Dann haben wir mit verschiedenen Grundierungen und Klebern experimentiert, bis wir eine optimale, haltbare Variante gefunden haben. Falls euch das Thema ausführlicher interessiert, dann hinterlasst mir doch einen Kommentar und dann würde ich noch einen tiefergehenden Beitrag dazu schreiben…

Nächste Schritte im Flur:

  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Kinderzimmer 1

Dieser Raum ist am weitesten fortgeschritten im Obergeschoss, weil wir hier noch Unterstützung von unserem Hausbau-Handwerkerteam hatten. Hier ist der Trockenbau fertig und es wurde sogar schon tapeziert.

Nächste Schritte in Kinderzimmer 1:

  • Aufarbeitung der Dielen
  • Malern

 

Kinderzimmer 2

Hier sind zwei Wände schon mit Gipskarton verkleidet, nämlich die Wände, vor die Metallständer gestellt wurden. An die anderen beiden Wände müssen noch Gipskartonplatten geklebt werden. Diese Arbeit ist hier im Haus nicht so beliebt und deswegen noch offen.

Nächste Schritte in Kinderzimmer 2:

  • 2 Wände mit Gipskarton verkleiden
  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Elternschlafzimmer

Ähnlicher Stand wie Kinderzimmer 2. Am linken Bildrand sieht man eine alte Wand mit dem ursprünglichen Putz, die noch verkleidet werden muss.

Nächste Schritte im Schlafzimmer:

  • 2 Wände mit Gipskarton verkleiden
  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Arbeits- / Aufenthaltsraum

In diesem großen Raum muss noch sehr viel gemacht werden, angefangen beim Stellen der Metallständer für den Trockenbau. Es ist für uns aber kein aktuelles To-Do, weil die anderen Räume wichtiger sind. Deswegen wird es hier erstmal weiterhin so aussehen:

Der Termin, zu dem wir gern möglichst viele von diesen Arbeiten fertigstellen würden, ist das letzte Märzwochenende 2017. Dann feiern wir nämlich die Taufe von unserem Zweitgeborenen und haben wiedermal die Familie zu Besuch. Die Schwiegereltern haben den Wunsch geäußert, dann im Obergeschoss übernachten zu wollen. Na, ob das was wird… 😀

Trockenbau auf dem Treppenabsatz

Hier ist mal wieder ein kurzer Bericht von der Baustelle, also aus unserem Haus. 🙂 Wie ihr wisst, hatten wir das Erdgeschoss im Wesentlichen fertig ausgebaut und arbeiten seit letztem Jahr (wenn es die Zeit zulässt) im Obergeschoss am Trockenbau. Ein großes Thema ist auch weiterhin noch die Treppenaufarbeitung. Ein besonders kniffliger Teil war der Trockenbau auf dem Treppenabsatz, deshalb möchte ich diesem Thema einen kurzen Beitrag widmen.

Im folgenden Bild, wo bereits die Metallständer gesetzt wurden, kann man die Ausgangssituation sehen:

Die Wand ist im unteren Bereich dicker, weil die Erdgeschosswand aus Steinen gemauert wurde wohingegen das Obergeschoss aus dünneren Fachwerkwänden besteht. Dadurch entsteht dort ein Absatz, wo die beiden Geschosse aufeinander treffen.

Die erste Frage war also, ob man den Absatz beim Trockenbau erhalten möchte. Nachdem wir aber überlegt hatten, dass auf den oberen, dünnen Teil der Wand noch die 10 cm Innendämmung kommen, die wir im gesamten Obergeschoss an den Außenwänden angebracht haben, war klar, dass nur eine relativ kleine Kante übrig bleiben würde. Wir haben uns dann gegen diese Kante entschieden und beschlossen, eine glatte Trockenbauwand davorzusetzen.

[Übrigens besteht der untere Teil der Wand deshalb aus alten und neuen Ziegeln, weil dort früher das Oberlicht der Haustür war. Als wir den Hauseingang versetzt haben und die alte Haustür rausgerissen wurde, wurde die Wand an dieser Stelle zugemauert.]

Alte Wand Treppenabsatz

Als nächstes musste das Fenster mit berücksichtigt werden.

Weil die Ständerwand mit relativ großem Abstand vor das Fenster gesetzt werden musste, hätte ein normaler rechtwinkliger Fensterausschnitt viel Tageslicht weggenommen. Es hätte zu sehr nach Lichtschacht ausgesehen. Deshalb haben wir überlegt, ein schräg abfallendes Fensterbrett zu konstruieren.

Im nächsten Bild sieht man die Innendämmung der Fachwerkwand. Sie wurde für das schräge Fensterbrett etwas angeschnitten. Man sieht auch das horizontale Aluprofil in der Mitte, auf dem die Fensterschräge enden soll.
Treppenabsatz Innendämmung

Nachdem die Ständerprofile und die Innendämmung angebracht worden waren, kam noch die Glasdämmwolle in die Ständerwand.

Treppenabsatz Trockenbau

Dann wurde das Ganze mit OSB-Platten (für mehr Tragfähigkeit und als Dampfsperre) und am Ende mit Gipskartonplatten verkleidet. Das war nicht immer einfach, weil an manchen Ecken ein guter Punkt zum Festschrauben fehlte. An den Fensterlaibungen, wo OSB-Platten von der Dicke her nicht mehr hinpassten, wurde die Dampfsperre durch Folie realisiert.

Trockenbau Fenster

Es war ein bisschen Bastelarbeit, aber letztendlich halten die Platten nun ganz gut und können als nächstes verspachtelt werden.

Gipskartonplatten Treppenabsatz Fenster

Rigips Fensterschräge

Verwendetes Baumaterial:

  • UW-Bodenprofil 50er
  • CW-Ständerprofil 50er
  • Trockenbaueinfassprofile (zum Befestigen des Gipskartons am Fenster)
  • Torx-Schrauben (zum Befestigen der Profile und der OSB-Platten)
  • Trockenbau-Schrauben (zum Befestigen der Gipskartonplatten)
  • Bauplane
  • Winddichtband
  • OSB-Platten (12 mm)
  • Gipskartonplatten (12,5 mm)
  • Rockwool Speedrock II Dämmplatten aus Mineralwolle (100 mm)
  • Climowool TW1 Trennwandplatten aus Glaswolle (50 mm)

Das war Februar 2016

So, da bin ich zum zweiten Mal mit einer Monatszusammenfassung. Ich denke, das könnte mein neuer Schreibrhythmus werden. Bisher habe ich mit meinen Beiträgen immer gewartet, bis ein Projekt im Haus oder Hof fertig war, aber bei unserer derzeitigen Fertigstellungsquote ist es vielleicht ratsamer, dass ich euch einfach zeige, was wir in der Zwischenzeit gemacht haben. 🙂

Wir hatten im Februar ganz viel Unterstützung von lieben Helfern, die uns ihre Zeit und Kraft geschenkt haben, damit wir mit dem Trockenbau im Obergeschoss vorankommen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle unsere “Helden der Arbeit” des Monats Februar ehren und ganz herzlich danke sagen an:

Christian
Dominik
Isabel
Jürgen
Mario
Sandra

Ihr habt uns so viele Stunden Arbeit abgenommen beim OSB-Platten vermessen, absägen, anschrauben, abkleben und beim Gipskartonplatten vermessen, schneiden und anschrauben.

OSB Platte abschneiden

In “Kinderzimmer 2” – wie es unser Architekt auf seinem Plan nannte – ging es gut voran. Nachdem die rechte Wand in Ständerbauweise eingebaut worden war, um den Raum abzugrenzen, konnten die OSB-Flächen mit Gipskarton verkleidet werden.

OSB Platten Kinderzimmer

Gipskartonplatten Kinderzimmer

Die beiden Innenwände des Kinderzimmers bekommen keine OSB-Verkleidung und keine Dämmung. Hier musste die alte Tapete abgekratzt werden. Unter der weißen Tapete kam eine rosane Wandfarbe zum Vorschein.

Alte Tapete abkratzen

Alte Farbe Wände

Im Flur musste die alte Farbe von den Wänden entfernt werden. Das war eine sehr staubige Angelegenheit. Die Flurwände sollen später mit Gipskartonplatten verkleidet werden, damit sie begradigt sind. Im Moment bröckelt hier noch der Putz. Das Abschleifen der Farbe ist eine Vorbereitung für das Ankleben der Gipskartonplatten.

Wand Farbe abschleifen

Schön anstrengend für die Arme war das Anschrauben der Gipskartonplatten an den Zimmerdecken. Zum Glück hatten wir Unterstützung!

Gipskarton Decke

Wir haben im Februar 1,5 Tonnen Gipskarton eingekauft und ins Obergeschoss geschleppt. Das reicht erstmal eine Weile.

Gipskarton schneiden

Einen Schreckmoment haben wir an diesem Tag erlebt, als plötzlich und ohne Vorwarnung die steinalte Holzleiter einkrachte, auf der der Hausherr gerade mit einem Cuttermesser in der Hand stand. Man kann wirklich von Glück reden, dass bei seinem Rückwärtssturz nichts Schlimmes passiert ist. Nur das Handgelenk war etwas verstaucht.

Decke Flur Gipskarton

Außer im Obergeschoss, haben wir auch im restlichen Haus noch ein paar Sachen geschafft. Die Erdgeschossfenster haben neue Gummis bekommen und sind nun dichter gegen den Straßenlärm und die Kälte von draußen. Als es nämlich zum Jahresbeginn so frostig war, fiel uns auf, wie stark es von draußen reinzieht. Davor war uns noch gar nicht bewusst gewesen, dass unsere Fenster so undicht sind. Die Investition in neue Fenstergummis hat sich auf jeden Fall sofort positiv bemerkbar gemacht.

Fenstergummis auswechseln

Zum Schluss kann ich noch verkünden, dass nach zwei Monaten unsere neue Küchenarbeitsplatte von IKEA geliefert wurde, nachdem die erste falsch zugeschnitten war. 🙂 Jetzt stimmt alles, aber dazu später irgendwann mehr…

Die Türen und Fenster im Erdgeschoss

Im September 2015 sind wir in unser Haus eingezogen und es gab einige Arbeiten, die die Handwerker erst danach erledigt haben: Lichtschalter- und Steckdosenrahmen anbringen durch den Elektriker, Inbetriebnahme des Holzvergasers durch die Heizungsinstallateure, Installationen im Bad durch die Sanitärfachleute, letzte Malerarbeiten und… Einbau der Türen!

Zwei Wochen lang haben wir ohne Zimmertüren gelebt. Beholfen haben wir uns in dieser Zeit mit Stoffbahnen, die wir in die Türöffnungen gehängt haben, um die Temperatur in den Räumen zu halten und um für ein bisschen Privatsphäre zu sorgen. Schuld an diesem Missstand war die lange Wartezeit (2 Monate) beim Türenhersteller Garant, der irgendwann im August Betriebsferien hatte. Das hatten wir nicht mit eingerechnet. Wir hätten früher bestellen müssen. Umso glücklicher waren wir dann natürlich, als die Türen schließlich vom Werk geliefert wurden und die Türbauer sie einbauen konnten. Es war so schön, endlich die fertigen Räume mit den Türen sehen zu können und vor allem, die Zimmer auch mal zumachen zu können!

Türbauer Garant Tür

Wir haben uns für zeitlose Weißlack-Türen entschieden. Sie sind alle von der Firma Garant aus der Serie Como. Uns gefällt die klassische Aufteilung der Türfüllungen, die dem historischen Vorbild unserer Bauernhaustüren entspricht. Die Wohnzimmer- und die Küchentür haben allerdings Glasfüllungen bekommen, damit der Flur noch heller wird.

Zimmertüren Garant Como

Auch beim Türeinbau gab es (wie immer) ein kleines Problem. Die Tür in der Mitte auf dem Bild oben konnte erst verspätet eingebaut werden, weil wir uns bei der Mauerdicke vermessen hatten und dadurch die Zarge mit einer falschen Tiefe bestellt hatten. Sie wurde uns aber ohne Zusatzkosten umgetauscht.

Nachdem die Türen erledigt waren, haben wir uns von den Türbauern (die auch Fensterbauer sind) Klarglasscheiben in unsere Erdgeschossfenster einsetzen lassen. Vorher hatten die Fenster zur Straße nämlich alle Strukturglas. So konnte niemand reinschauen, aber auch niemand rausschauen. Mit den neuen Fensterscheiben sah es von drinnen und von draußen gleich viel hübscher aus.

Fenster Klarglas Strukturglas

Erdgeschossfenster von außen

Das Erdgeschoss-Bad

Wie versprochen folgt hier noch ein kleiner Beitrag zum fertigen Erdgeschoss-Badezimmer. Die Bilder entstanden circa 1 Woche nach unserem Einzug, weil die Duschtür und der Waschbeckenunterschrank erst so spät geliefert werden konnten. Man sieht hier den Zustand, in dem die Sanitärinstallateure uns das Bad übergeben haben. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, es funktioniert alles so wie es soll.

Erdgeschoss Badezimmer

Hersteller Referenzen:
Wand-WC und Bidet: Villeroy & Boch, Serie O.novo

Waschtisch mit Unterschrank: Badea
Duschwanne aus Stahl-Email: Kaldewei, Serie SuperPlan
Duschabtrennung aus Echtglas: HSK, Serie Premium Softcube

Dusche Kaldewei HSK Glastür

 

Für alle Leser, die diesen Blog noch nicht so lange verfolgen, habe ich mal ein Foto von vor einem Jahr rausgesucht, um den Vorher-Nachher-Vergleich zu zeigen. Im Winter 2014/15 hatten wir diesen Raum entkernt und mussten sogar die Zimmerdecke komplett abreißen lassen, um einen alten Wasserschaden zu beseitigen. Der Raum war früher als Speisekammer genutzt worden, nun ist er ein innenliegendes Bad.

Deckenabriss

Hoftor mit Türöffner und Sprechanlage

In diesem Beitrag will ich euch zeigen, wie wir uns selber eine Klingel gebastelt haben. Als wir den Hof übernommen haben, gab es gar keine Klingel. Damals waren Besucher gezwungen, ans Tor zu hämmern und zu rufen. Das war natürlich kein akzeptabler Zustand und so mussten wir uns Gedanken machen, wie man das Tor mit einem Klingelknopf ausstatten kann. Es kam nicht in Frage, die Klingel direkt am Haus zu installieren, weil sie mit einem Türöffner verbunden sein sollte. Wie man auf dem Foto unten sehen kann, ist die Tür in der Mitte des Tores und meterweit von einer Hauswand entfernt. Es sollte außerdem eine Gegensprechanlage eingebaut werden, weil der Weg von der Haustür bis zum Tor recht lang ist. Die Schwierigkeit lag also einerseits darin, die benötigte Elektrik am Tor zu verlegen und andererseits, die Signale zu verarbeiten.

Die grundsätzliche Lösungsidee bestand darin, die Gegensprechanlage und den Türöffner mit der Telefonanlage zu steuern. Beim Drücken des Klingeltasters klingelt im Haus das Telefon und wenn man den Anruf annimmt, kann man mit dem Besucher reden und ihm mit einer Tastenkombination das Tor öffnen. Bis das so funktionierte, waren ein paar Schritte notwendig, die bei der Planung schon bedacht wurden: unsere Telefonanlage verfügt über eine FTZ 123 D 1 konforme Schnittstelle, was den Anschluss etwas vereinfacht.

Hoftor innen

Als erstes wurde ein kleiner Verteilerkasten am Haus angebracht, wo das Kabel von der Telefonanlage ankommt. In diesem Kasten fanden die benötigten Trafos Platz. Von dort aus wurde ein Kabel zum Türöffner und zur Gegensprechstelle weiterverlegt. Da die Hausfassade noch nicht fertig ist, stellt der Kasten ein Provisorium dar. Später soll er in der Hauswand versenkt und nur noch eine dezente Klappe zu sehen sein.

Hoftor Elektrik

Auf der Straßenseite sehen die Besucher von der ganzen Technik nur das selbstgebaute Aluminiumgehäuse, welches Lautsprecher, Mikrofon und Klingeltaster beinhaltet. Für etwas mehr Vintage-Look wurde das Gehäuse mit Hammerschlaglack lackiert.

Klingel Hoftor Gegensprechanlage

Auf der Innenseite des Tors befindet sich hinter dem Alugehäuse eine kleine Elektronikdose, in der die Verstärker für Mikrofon und Lautsprecher untergebracht sind. Außerdem ist der Türöffner an diese Dose angeschlossen.

Türöffner Hoftor

Für die Verkabelung wurde CAT7-Kabel verwendet, das mit Nagelschellen möglichst dezent am Tor befestigt wurde. So sieht die Elektronikdose von innen aus:

Elektrik Hoftor

An der Stelle, wo die Torangeln sind, wurde hochflexibles Kabel verwendet, da das CAT7-Kabel die häufige Bewegung beim Toröffnen und -schließen nicht lange aushalten würde.

Flexibles Kabel Hoftor

Um die beiden Kabeltypen miteinander zu verbinden, wurden spezielle LSA-Kupplungen für den Außenbereich verwendet.

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Die ganze Anlage funktioniert in der Praxis recht gut. Probleme gibt es vor allem dann, wenn man wieder mal den Code für den Türöffner vergessen hat oder Besucher den Türsummer nicht begreifen. Dann rennt man wie früher im Eilschritt über den Hof… 🙂

Bodenfliesen fertig

Im Juli und August 2015 wurden die Bodenfliesen in unserem Erdgeschoss gelegt. Das war eine der letzten Arbeiten vor dem Einzug. Welche Fliesen wir gekauft haben, hatte ich hier bereits gezeigt. Wir haben das gesamte Erdgeschoss fliesen lassen.

In den folgenden zwei Bildern sieht man das Gästezimmer mit den Feinsteinzeug-Fliesen in Parkettoptik von Settecento. Der graue Schleier auf den Fliesen stammt noch vom Verfugen und war nach dem ersten Putzen natürlich weg. 😉

Settecento Fliesen Parkett

Settecento Fliesen Boden

Auch das komplette Wohnzimmer wurde mit den “Parkett”-Fliesen von Settecento gefliest. Durch die Bodenheizung ist der Fußboden angenehm warm und gemütlich, trotz der Fliesen.

Wohnzimmer Settecento Fliesen Parkett

In der Küche und im Flur wurde der Fußboden mit quadratischen Fliesen von Villeroy & Boch im zweifarbigen Karomuster gefliest. Inspiriert wurden wir zu dieser Retro-Optik von den Originalfliesen in der alten Bauernküche. Die Küche und die alten Fliesen gibt es nicht mehr, weil wir alles entkernen mussten. Aber wir haben trotzdem geschafft, mit diesen zeitgemäßen Fliesen ein kleines Andenken an den ursprünglichen Charme zu schaffen.

Karofliesen Küche Villeroy Boch

Fliesenleger Fußboden Küche

Die Wirkung ist tatsächlich so geworden, wie es in den 3D-Planungen am Computer ausgesehen hat. Wir haben unser komplettes Haus mit ArchiCAD geplant.

3D-Planung Küche Fliesen

Küche Panorama Fliesen

Unser Elektriker hat auch super Arbeit geleistet. Die LED-Spots beleuchten die Küche sehr schick.

LED Spots Küche

Das letzte Foto zeigt den Eingangsbereich mit dem Arbeitsstand zum Zeitpunkt unseres Einzugs.

Flur Eingang Boden Fliesen

Malerarbeiten fertig

Heute gibt’s einen Rückblick auf die Malerarbeiten im Erdgeschoss, die von Juli bis September 2015 erledigt wurden. Wir haben alle Wände und Decken weiß streichen lassen, weil wir uns noch nicht auf Wandfarben oder Tapeten festlegen wollten. Außerdem wirken weiße Räume schön groß, sauber und hell.

Decke malern

Malern Wohnzimmer

Das Holz vom Fachwerk wurde mit farblosem Wachs behandelt.

Wachs für Holz

Fachwerk Wohnzimmer

Fachwerk malern

Zusätzlich musste an einigen restlichen Stellen noch gespachtelt und Vlies geklebt werden, z.B. im Badezimmer. Zum fertigen Bad folgen demnächst noch Bilder.

Bad spachteln

Malerarbeiten Bad