Feierliche Briefkasten-Eröffnung

Diese Woche haben wir etwas Kleines mit großer Wirkung vollbracht: einen Briefkasten am Tor angebracht. Vorher hatte das Grundstück keinen Briefkasten. Dieser kleine Akt hat irgendwie Freude gemacht. Nun können alle Dorfbewohner, die daran vorbeilaufen, gucken, wie wir heißen. 🙂 Eine interessante neue Erfahrung war es auch, zum ersten Mal die Adresse als Postanschrift zu benutzen. Auch wenn wir noch nicht dort wohnen, sind wir sowieso fast jeden Tag auf der Baustelle und können die Post abholen.

Den Briefkasten haben wir gebraucht über Kleinanzeigen gekauft, weil es nur eine Übergangslösung sein soll. Später soll ein Kasten hinter dem Tor hängen, sodass man von außen nur den Einwurfschlitz sieht. Dann kann man seine Post auch im Pyjama holen. 😀

Da am Haus bisher auch nicht die richtige Hausnummer hing, sondern eine veraltete, haben wir als Billig-Übergangslösung zwei Klebeziffern im Baumarkt gekauft und auf den Briefkasten geklebt. So und jetzt kommt das Alberne an der Sache. Die Einsen waren schon aus! Hahaha. 😀 Ist das zu glauben? Deswegen haben wir ein “I” gekauft. Jetzt wohnen wir also in der I2. 🙂 Und wir hoffen, dass es keinem auffällt und uns jeder die 12 abnimmt.

Briefkasten

Und weil wir überzeugte Ökostrom-Nutzer sind, muss auch noch ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit sein. Übrigens, wenn jemand von euch zu naturstrom wechseln will, können wir euch gern als Kunden werben, damit ihr eine kleine Prämie bekommt. 😉

Naturstrom Sticker

Willkommen im eigenen Haus

Das Abenteuer Bauernhof begann für uns Ende Februar 2014 mit der Schlüsselübergabe. Okay, um genau zu sein, hatte es schon 2013 mit einem Termin beim Notar begonnen. Nun bekamen wir also den Schlüssel zum Haus und standen kurz darauf zum ersten Mal alleine auf dem Hof. Was für ein verrücktes Gefühl, wenn man das riesige Hoftor zum ersten Mal hinter sich schließt und denkt: “Das ist mein Tor. Ich kann entscheiden, ob es offen oder geschlossen ist. Hinter diesem Tor liegt unser privates Reich.” Man muss dazu sagen, dass der Hof von keiner Seite einsehbar ist. Er ist wirklich sehr privat.

Wir kommen zwar vom Dorf und sind aus der Kindheit gewöhnt, im eigenen Haus zu wohnen, aber momentan leben wir in einer Mietwohnung und natürlich haben wir noch nie das großartige Gefühl erlebt, Hauseigentümer zu sein. Es war alles sehr beeindruckend für uns, besonders auch wegen der Größe der Immobilie. Man hat wirklich eine Weile zu tun, wenn man alle Räume, Treppen, Nebengelasse, die Scheune und den Garten abschreiten möchte.

Der Hof bietet genug Raum, um alle unsere privaten Pläne zu verwirklichen: großzügiges Wohnen in einem großen Haus, viel Platz für unsere Hobbys, eigene Werkstätten direkt am Haus, einen großen Garten und viel Ruhe und Ungestörtheit. Wir denken, dass es auch für Kinder ein toller Ort zum Aufwachsen ist. Momentan ist jedoch noch nicht viel davon zu sehen und bis es soweit ist, wird es noch ein anstrengender Weg sein.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne … (Hermann Hesse)