Hurra, das Baby ist da

Unsere Familie hat Ende März Zuwachs bekommen. Am Karsamstag wurde unser zweiter Sohn geboren. Jetzt sind wir also zu viert auf dem Hof. 🙂

Eigentlich sollte der Kleine erst nach Ostern auf die Welt kommen, aber er hatte sich schon ein paar Tage früher auf den Weg gemacht. Mitten in der Nacht nach Karfreitag hatten die Wehen plötzlich begonnen und so düsten wir mit dem Auto ins 20 km entfernte Krankenhaus. Schon am selben Tag um die Mittagszeit war es dann geschafft: das Baby da, die Eltern glücklich, alle gesund und munter.

Neugeborenes Baby

Baby Fußabdruck

Und so kam es, dass wir Ostern im Krankenhaus verbringen mussten. Eigentlich hatten wir uns darauf gefreut, zum ersten Mal Ostereier im eigenen Garten zu suchen. Das wird dann also erst nächstes Jahr was.

Ostern im Krankenhaus

Mittlerweile sind wir wieder zuhause und konnten in unser neues Leben mit zwei Kindern starten.

Ein Hund zieht ein

Eine junge Hündin ist nun das erste Tier geworden, das auf unserem Hof einziehen darf: die 8 Monate alte Clara. Wir haben sie im Tierheim entdeckt, als wir uns ganz ungezwungen nach einem Hund umgeschaut haben. Sie ist ein Neufundländer-Mix und wurde von Tierschützern zusammen mit ihrer Mama und ihren Geschwistern in Rumänien aufgelesen. Etwas schüchtern und unsicher ist sie noch, aber ihr ruhiges Wesen hat uns gefallen. Und da die Hunde vom Tierschutz offensichtlich sehr schnell neue Besitzer finden, konnten wir mit unserer Entscheidung nicht lange warten. Nach einem Mal gemeinsam Gassi gehen, wurde sie uns am darauffolgenden Tag schon zur 14-tägigen Probezeit mit nach Hause gegeben, obwohl wir noch nichts für sie vorbereitet hatten. Wir bekamen ein Hundebett, zwei Tagesrationen Futter, Leckerlies, Näpfe, Halsband, Leine und ein Spielzeug ausgehändigt. Dann wurde schon der Hund in den Kofferraum gehoben, Klappe zu – viel Spaß.

Hund Clara Porträt

So begann das Leben mit Hund schneller als gedacht. Der Knirps fand’s natürlich toll. Als Erstes stellte sich die Frage: wohin mit dem Hund? Eine Hütte gab es noch nicht. Wir entschieden, das Hundebett in den Flur zu stellen, damit Clara am Anfang ganz viel Zeit mit uns verbringen konnte. Wir zeigten ihr am ersten Abend alle Zimmer und sie durfte den Garten und den Hof erkunden. Wir gingen mehrmals mit ihr raus, damit sie ihr Geschäft erledigen konnte. Das klappte ausgesprochen gut. Also ließen wir es auf den Versuch ankommen, sie auch über Nacht im Haus zu lassen. Sie schlief im Flur in Hörweite zu uns und tatsächlich machte sie keinen Dreck. Anscheinend war sie von Natur aus stubenrein. Sie war auch insgesamt sehr vorsichtig und machte nichts kaputt. Es zeigte sich, dass sie eine sehr liebe und unterwürfige Hündin ist. Nie war sie aggressiv. An der Leine lief sie problemlos mit. Man konnte ihr sogar Futter abnehmen, ohne dass sie knurrte.

In den ersten Tagen fand ich es trotzdem sehr anstrengend mit ihr. Ihre permanente Unsicherheit und Ängstlichkeit waren belastend. Sie war sofort verstört, wenn man sich zu weit entfernte oder durch eine Tür getrennt war und fing dann an, an den (schönen neuen) Türen zu kratzen. Also musste ich den ganzen Tag für sie da sein. Mit solchen Trennungsängsten hatte ich überhaupt nicht gerechnet! Sie scheinen aber bei Tierheimhunden nicht unüblich zu sein… Ich hatte also unterschätzt, wie lange die Eingewöhnung dauern würde und fragte mich, wie man in nächster Zeit überhaupt mal etwas ohne sie erledigen könnte. Offensichtlich würde es noch viel Training brauchen, bis sie ohne Panik allein auf dem Hof bleiben würde.

Hündin Clara mit Ball

Nach ein paar Tagen wurde es trotzdem entspannter für mich, weil Clara viel schlief. Sie musste zum Glück nicht ständig beschäftigt werden. So einen ruhigen Hund hatte ich mir gewünscht! Außerdem war es schön zu beobachten, wie sie sich langsam auf dem Grundstück einlebte und uns in ihr Herz schloss. Sie freute sich über jedes bisschen Aufmerksamkeit, das man ihr schenkte.

Man muss sie einfach gern haben, die gute Seele! Clara ist immer geduldig, ruhig und freundlich. Momentan läuft noch die Probezeit. Erst nächste Woche müssen wir entscheiden, ob sie offiziell unser Hund wird. Aber ich denke, das wird schon klappen.

Das war Februar 2016

So, da bin ich zum zweiten Mal mit einer Monatszusammenfassung. Ich denke, das könnte mein neuer Schreibrhythmus werden. Bisher habe ich mit meinen Beiträgen immer gewartet, bis ein Projekt im Haus oder Hof fertig war, aber bei unserer derzeitigen Fertigstellungsquote ist es vielleicht ratsamer, dass ich euch einfach zeige, was wir in der Zwischenzeit gemacht haben. 🙂

Wir hatten im Februar ganz viel Unterstützung von lieben Helfern, die uns ihre Zeit und Kraft geschenkt haben, damit wir mit dem Trockenbau im Obergeschoss vorankommen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle unsere “Helden der Arbeit” des Monats Februar ehren und ganz herzlich danke sagen an:

Christian
Dominik
Isabel
Jürgen
Mario
Sandra

Ihr habt uns so viele Stunden Arbeit abgenommen beim OSB-Platten vermessen, absägen, anschrauben, abkleben und beim Gipskartonplatten vermessen, schneiden und anschrauben.

OSB Platte abschneiden

In “Kinderzimmer 2” – wie es unser Architekt auf seinem Plan nannte – ging es gut voran. Nachdem die rechte Wand in Ständerbauweise eingebaut worden war, um den Raum abzugrenzen, konnten die OSB-Flächen mit Gipskarton verkleidet werden.

OSB Platten Kinderzimmer

Gipskartonplatten Kinderzimmer

Die beiden Innenwände des Kinderzimmers bekommen keine OSB-Verkleidung und keine Dämmung. Hier musste die alte Tapete abgekratzt werden. Unter der weißen Tapete kam eine rosane Wandfarbe zum Vorschein.

Alte Tapete abkratzen

Alte Farbe Wände

Im Flur musste die alte Farbe von den Wänden entfernt werden. Das war eine sehr staubige Angelegenheit. Die Flurwände sollen später mit Gipskartonplatten verkleidet werden, damit sie begradigt sind. Im Moment bröckelt hier noch der Putz. Das Abschleifen der Farbe ist eine Vorbereitung für das Ankleben der Gipskartonplatten.

Wand Farbe abschleifen

Schön anstrengend für die Arme war das Anschrauben der Gipskartonplatten an den Zimmerdecken. Zum Glück hatten wir Unterstützung!

Gipskarton Decke

Wir haben im Februar 1,5 Tonnen Gipskarton eingekauft und ins Obergeschoss geschleppt. Das reicht erstmal eine Weile.

Gipskarton schneiden

Einen Schreckmoment haben wir an diesem Tag erlebt, als plötzlich und ohne Vorwarnung die steinalte Holzleiter einkrachte, auf der der Hausherr gerade mit einem Cuttermesser in der Hand stand. Man kann wirklich von Glück reden, dass bei seinem Rückwärtssturz nichts Schlimmes passiert ist. Nur das Handgelenk war etwas verstaucht.

Decke Flur Gipskarton

Außer im Obergeschoss, haben wir auch im restlichen Haus noch ein paar Sachen geschafft. Die Erdgeschossfenster haben neue Gummis bekommen und sind nun dichter gegen den Straßenlärm und die Kälte von draußen. Als es nämlich zum Jahresbeginn so frostig war, fiel uns auf, wie stark es von draußen reinzieht. Davor war uns noch gar nicht bewusst gewesen, dass unsere Fenster so undicht sind. Die Investition in neue Fenstergummis hat sich auf jeden Fall sofort positiv bemerkbar gemacht.

Fenstergummis auswechseln

Zum Schluss kann ich noch verkünden, dass nach zwei Monaten unsere neue Küchenarbeitsplatte von IKEA geliefert wurde, nachdem die erste falsch zugeschnitten war. 🙂 Jetzt stimmt alles, aber dazu später irgendwann mehr…

Schwarz-Weiß-Bilder von früher

Zusammen mit unserem Hof haben wir einen ganzen Fundus an alten Fotos geerbt. Ein richtiger Schatz ist das! Die Bilder hatten wir sofort eingescannt, nachdem wir sie gefunden hatten, um sie zu sichern. Sie sind so alt, dass wir viele Menschen darauf nicht kennen. Auf dem Hof sind früher immer viele Leute ein und aus gegangen und die Familien waren groß. Es fällt auch schwer, Aufnahmedatum und Ort zu bestimmen. Deshalb ist die kleine Auswahl, die ich euch heute zeigen will, nicht zeitlich geordnet. Es ist ein Sammelsurium von Eindrücken.

Auf einigen Bildern sieht man unser Haus, sowohl von der Hofseite als auch von der Straßenseite aus:

Die meisten Aufnahmen zeigen das dörfliche Leben mit Tieren und Feldarbeit. Viel Freude beim Eintauchen in alte Zeiten!

Das war Januar 2016

Schon wieder ist ein Monat vorbei und wir haben fleißig weitergebaut. So was richtig Fertiges kann ich euch aber leider noch nicht zeigen. Deswegen habe ich einfach nur ein paar gesammelte Eindrücke vom Januar für euch.

Begonnen hat das Jahr mit einem sonnigen, friedlichen Neujahrsmorgen. Als Mama muss man ja jeden Tag um die gleiche Zeit aufstehen, egal ob am Vorabend Silvesterfeier war oder nicht. 😉 Deshalb habe ich die Chance gleich genutzt, um ein paar Fotos von der Morgensonne im Garten und auf der Straße zu machen.

Scheune und Garten Wintermorgen

Strasse und Fluss Wintermorgen

Am zweiten Januarwochenende stand dann das jährliche Weihnachtsbaumverbrennen an, das von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert wird. Das war eine gute Gelegenheit, bei Glühwein, Schnaps und Thüringer Rostbratwurst den Kontakt zu den anderen Dorfbewohnern auszubauen. Unser Weihnachtsbaum wurde bei diesem Feuer auch verbrannt.

Weihnachtsbaumverbrennen

In der dritten Januarwoche kam dann der erste Wintereinbruch des Jahres und es wurde richtig kalt, -16 °C. Ich dachte erst, das Thermometer sei kaputt. Es lag sogar bei uns genug Schnee zum Rodeln, obwohl wir nicht im Mittelgebirge wohnen. Ich hatte schon vermutet, ich hätte den Schlitten fürs Kind umsonst gekauft, weil die letzten Wintermonate so mild waren…

Kind im Schnee

Winter Sonnenaufgang

Wir haben nun endlich eine richtige Hausnummer am Haus! Ich hatte die Ziffern aus Keramik schon im Frühjahr 2015 auf dem Ilmenauer Töpfermarkt gekauft. Seitdem waren sie liegen geblieben, aber nun hat der Hausherr sie auf der Straßenseite ans Haus geschraubt. Ich finde sie wunderschön. Wenn ich irgendwann den Flyer der Töpferin wiederfinde, von der ich sie gekauft habe, werde ich ihren Namen hier nachtragen.

Keramik Hausnummer

Im Haus haben wir unter anderem an unserer Küche weitergearbeitet. Nachdem der Hausherr alleine den Fliesenspiegel an der Küchenwand angebracht hatte, haben wir zu zweit die IKEA Küche aufgebaut. Leider wurde die maßgefertigte Küchenarbeitsplatte dann aber mit einem falschen Gehrungsschnitt geliefert und so müssen wir uns noch bis Februar gedulden, bis IKEA eine korrekte Platte nachliefert. Einen fertigen Bericht über den Küchenaufbau kann ich euch also leider noch nicht präsentieren.

IKEA Küche Metod Bodbyn Schubfach

Im Obergeschoss wurde fleißig am Trockenbau weitergewerkelt. Da hatten wir Unterstützung aus der Familie. Aber bis sämtliche Wände und Decken auf der gesamten Fläche mit Ständerwänden aus OSB-Platten und Dämmung versehen sind, dauert es immer noch.

Trockenbau Ständerwände OSB Fachwerk

Und zu guter Letzt haben wir noch angefangen, Kohlen zu verschenken. Wir haben nämlich zusammen mit dem Hof einen riesigen Kohlenvorrat übernommen, der bisher in einem der Nebengebäude lagert. Sie sind noch aus DDR-Zeiten und unsere Heizungsanlage mit dem Holzvergaser kann Kohlen nicht gut verbrennen. So konnten wir einigen Leuten eine Freude machen.

Kohlenschuppen

 

Ein Jahresrückblick 2015

Die Feier des Jahreswechsels nehmen wir zum Anlass, auf das (so schnell) vergangene Jahr 2015 zurückzublicken. Sowohl bei unserer Haussanierung als auch hier im Blog hat sich richtig viel getan. Ich möchte euch gern mit einer Sammlung an Zahlen und Fakten daran teilhaben lassen und damit’s nicht so langweilig wird, gibt’s das Ganze in Form von Hitlisten.

Blog-Statistik des Jahres 2015

Seitenaufrufe: 50.700

Die Top 10 der Herkunftsländer der Blogbesucher (nach Anzahl der Seitenaufrufe)
1. Deutschland (44.824)
2. Österreich (2.129)
3. Schweiz (950)
4. USA (366)
5. Europäische Union (362)
6. Niederlande (283)
7. Luxemburg (230)
8. Großbritannien (128)
9. Dänemark (123)
10. Polen (101)

Die Besucher dieses Blogs kamen aus insgesamt 62 Ländern.

 

Die Top 5 der meistgeklickten Bilder
1. Die alte Küche
Küche vorher
2. Die neuen Badfliesen
Bad Fliesen Villeroy Boch
3. Die Elektrik im Wohnzimmer
Elektroinstallation Wohnzimmer
4. Deckenverkleidung mit OSB-Platten
Decke verkleiden
5. Deckensparren anbringen
Deckensparren anbringen

 

Die Top 5 der meistgelesenen Blogbeiträge
1. Deckenverkleidung – Teil 1
2. Runter mit den alten Küchenfliesen
3. Trockenbau für Dusche
4. Hinter der Tapete lauert der Zweite Weltkrieg
5. Elektroinstallation im Erdgeschoss

 

Der Beitrag mit den meisten Kommentaren im Jahr 2015 war Unsere rote Haustür.

 

Habt Dank für euer Interesse und die Unterstützung in Kommentaren, Likes und E-Mails! Auch wenn ich leider nicht immer geantwortet habe, so habe ich doch alle eure Anmerkungen gelesen und weiß sie zu schätzen. Außerdem geht ein herzliches Dankeschön an alle Stamm-Leser für die Treue! Ich freue mich auf ein neues Jahr mit euch! 🙂

Nächstes Jahr könnt ihr mit uns gespannt sein auf…
ein neues Familienmitglied, …
den weiteren Hausausbau im Obergeschoss und …
die ersten Tiere auf dem Hof! 🙂

Einen guten Rutsch wünsche ich euch und alles Gute für 2016!

Die Türen und Fenster im Erdgeschoss

Im September 2015 sind wir in unser Haus eingezogen und es gab einige Arbeiten, die die Handwerker erst danach erledigt haben: Lichtschalter- und Steckdosenrahmen anbringen durch den Elektriker, Inbetriebnahme des Holzvergasers durch die Heizungsinstallateure, Installationen im Bad durch die Sanitärfachleute, letzte Malerarbeiten und… Einbau der Türen!

Zwei Wochen lang haben wir ohne Zimmertüren gelebt. Beholfen haben wir uns in dieser Zeit mit Stoffbahnen, die wir in die Türöffnungen gehängt haben, um die Temperatur in den Räumen zu halten und um für ein bisschen Privatsphäre zu sorgen. Schuld an diesem Missstand war die lange Wartezeit (2 Monate) beim Türenhersteller Garant, der irgendwann im August Betriebsferien hatte. Das hatten wir nicht mit eingerechnet. Wir hätten früher bestellen müssen. Umso glücklicher waren wir dann natürlich, als die Türen schließlich vom Werk geliefert wurden und die Türbauer sie einbauen konnten. Es war so schön, endlich die fertigen Räume mit den Türen sehen zu können und vor allem, die Zimmer auch mal zumachen zu können!

Türbauer Garant Tür

Wir haben uns für zeitlose Weißlack-Türen entschieden. Sie sind alle von der Firma Garant aus der Serie Como. Uns gefällt die klassische Aufteilung der Türfüllungen, die dem historischen Vorbild unserer Bauernhaustüren entspricht. Die Wohnzimmer- und die Küchentür haben allerdings Glasfüllungen bekommen, damit der Flur noch heller wird.

Zimmertüren Garant Como

Auch beim Türeinbau gab es (wie immer) ein kleines Problem. Die Tür in der Mitte auf dem Bild oben konnte erst verspätet eingebaut werden, weil wir uns bei der Mauerdicke vermessen hatten und dadurch die Zarge mit einer falschen Tiefe bestellt hatten. Sie wurde uns aber ohne Zusatzkosten umgetauscht.

Nachdem die Türen erledigt waren, haben wir uns von den Türbauern (die auch Fensterbauer sind) Klarglasscheiben in unsere Erdgeschossfenster einsetzen lassen. Vorher hatten die Fenster zur Straße nämlich alle Strukturglas. So konnte niemand reinschauen, aber auch niemand rausschauen. Mit den neuen Fensterscheiben sah es von drinnen und von draußen gleich viel hübscher aus.

Fenster Klarglas Strukturglas

Erdgeschossfenster von außen

Das Erdgeschoss-Bad

Wie versprochen folgt hier noch ein kleiner Beitrag zum fertigen Erdgeschoss-Badezimmer. Die Bilder entstanden circa 1 Woche nach unserem Einzug, weil die Duschtür und der Waschbeckenunterschrank erst so spät geliefert werden konnten. Man sieht hier den Zustand, in dem die Sanitärinstallateure uns das Bad übergeben haben. Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden, es funktioniert alles so wie es soll.

Erdgeschoss Badezimmer

Hersteller Referenzen:
Wand-WC und Bidet: Villeroy & Boch, Serie O.novo

Waschtisch mit Unterschrank: Badea
Duschwanne aus Stahl-Email: Kaldewei, Serie SuperPlan
Duschabtrennung aus Echtglas: HSK, Serie Premium Softcube

Dusche Kaldewei HSK Glastür

 

Für alle Leser, die diesen Blog noch nicht so lange verfolgen, habe ich mal ein Foto von vor einem Jahr rausgesucht, um den Vorher-Nachher-Vergleich zu zeigen. Im Winter 2014/15 hatten wir diesen Raum entkernt und mussten sogar die Zimmerdecke komplett abreißen lassen, um einen alten Wasserschaden zu beseitigen. Der Raum war früher als Speisekammer genutzt worden, nun ist er ein innenliegendes Bad.

Deckenabriss

Hoftor mit Türöffner und Sprechanlage

In diesem Beitrag will ich euch zeigen, wie wir uns selber eine Klingel gebastelt haben. Als wir den Hof übernommen haben, gab es gar keine Klingel. Damals waren Besucher gezwungen, ans Tor zu hämmern und zu rufen. Das war natürlich kein akzeptabler Zustand und so mussten wir uns Gedanken machen, wie man das Tor mit einem Klingelknopf ausstatten kann. Es kam nicht in Frage, die Klingel direkt am Haus zu installieren, weil sie mit einem Türöffner verbunden sein sollte. Wie man auf dem Foto unten sehen kann, ist die Tür in der Mitte des Tores und meterweit von einer Hauswand entfernt. Es sollte außerdem eine Gegensprechanlage eingebaut werden, weil der Weg von der Haustür bis zum Tor recht lang ist. Die Schwierigkeit lag also einerseits darin, die benötigte Elektrik am Tor zu verlegen und andererseits, die Signale zu verarbeiten.

Die grundsätzliche Lösungsidee bestand darin, die Gegensprechanlage und den Türöffner mit der Telefonanlage zu steuern. Beim Drücken des Klingeltasters klingelt im Haus das Telefon und wenn man den Anruf annimmt, kann man mit dem Besucher reden und ihm mit einer Tastenkombination das Tor öffnen. Bis das so funktionierte, waren ein paar Schritte notwendig, die bei der Planung schon bedacht wurden: unsere Telefonanlage verfügt über eine FTZ 123 D 1 konforme Schnittstelle, was den Anschluss etwas vereinfacht.

Hoftor innen

Als erstes wurde ein kleiner Verteilerkasten am Haus angebracht, wo das Kabel von der Telefonanlage ankommt. In diesem Kasten fanden die benötigten Trafos Platz. Von dort aus wurde ein Kabel zum Türöffner und zur Gegensprechstelle weiterverlegt. Da die Hausfassade noch nicht fertig ist, stellt der Kasten ein Provisorium dar. Später soll er in der Hauswand versenkt und nur noch eine dezente Klappe zu sehen sein.

Hoftor Elektrik

Auf der Straßenseite sehen die Besucher von der ganzen Technik nur das selbstgebaute Aluminiumgehäuse, welches Lautsprecher, Mikrofon und Klingeltaster beinhaltet. Für etwas mehr Vintage-Look wurde das Gehäuse mit Hammerschlaglack lackiert.

Klingel Hoftor Gegensprechanlage

Auf der Innenseite des Tors befindet sich hinter dem Alugehäuse eine kleine Elektronikdose, in der die Verstärker für Mikrofon und Lautsprecher untergebracht sind. Außerdem ist der Türöffner an diese Dose angeschlossen.

Türöffner Hoftor

Für die Verkabelung wurde CAT7-Kabel verwendet, das mit Nagelschellen möglichst dezent am Tor befestigt wurde. So sieht die Elektronikdose von innen aus:

Elektrik Hoftor

An der Stelle, wo die Torangeln sind, wurde hochflexibles Kabel verwendet, da das CAT7-Kabel die häufige Bewegung beim Toröffnen und -schließen nicht lange aushalten würde.

Flexibles Kabel Hoftor

Um die beiden Kabeltypen miteinander zu verbinden, wurden spezielle LSA-Kupplungen für den Außenbereich verwendet.

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Die ganze Anlage funktioniert in der Praxis recht gut. Probleme gibt es vor allem dann, wenn man wieder mal den Code für den Türöffner vergessen hat oder Besucher den Türsummer nicht begreifen. Dann rennt man wie früher im Eilschritt über den Hof… 🙂

Bodenfliesen fertig

Im Juli und August 2015 wurden die Bodenfliesen in unserem Erdgeschoss gelegt. Das war eine der letzten Arbeiten vor dem Einzug. Welche Fliesen wir gekauft haben, hatte ich hier bereits gezeigt. Wir haben das gesamte Erdgeschoss fliesen lassen.

In den folgenden zwei Bildern sieht man das Gästezimmer mit den Feinsteinzeug-Fliesen in Parkettoptik von Settecento. Der graue Schleier auf den Fliesen stammt noch vom Verfugen und war nach dem ersten Putzen natürlich weg. 😉

Settecento Fliesen Parkett

Settecento Fliesen Boden

Auch das komplette Wohnzimmer wurde mit den “Parkett”-Fliesen von Settecento gefliest. Durch die Bodenheizung ist der Fußboden angenehm warm und gemütlich, trotz der Fliesen.

Wohnzimmer Settecento Fliesen Parkett

In der Küche und im Flur wurde der Fußboden mit quadratischen Fliesen von Villeroy & Boch im zweifarbigen Karomuster gefliest. Inspiriert wurden wir zu dieser Retro-Optik von den Originalfliesen in der alten Bauernküche. Die Küche und die alten Fliesen gibt es nicht mehr, weil wir alles entkernen mussten. Aber wir haben trotzdem geschafft, mit diesen zeitgemäßen Fliesen ein kleines Andenken an den ursprünglichen Charme zu schaffen.

Karofliesen Küche Villeroy Boch

Fliesenleger Fußboden Küche

Die Wirkung ist tatsächlich so geworden, wie es in den 3D-Planungen am Computer ausgesehen hat. Wir haben unser komplettes Haus mit ArchiCAD geplant.

3D-Planung Küche Fliesen

Küche Panorama Fliesen

Unser Elektriker hat auch super Arbeit geleistet. Die LED-Spots beleuchten die Küche sehr schick.

LED Spots Küche

Das letzte Foto zeigt den Eingangsbereich mit dem Arbeitsstand zum Zeitpunkt unseres Einzugs.

Flur Eingang Boden Fliesen