Malerarbeiten fertig

Heute gibt’s einen Rückblick auf die Malerarbeiten im Erdgeschoss, die von Juli bis September 2015 erledigt wurden. Wir haben alle Wände und Decken weiß streichen lassen, weil wir uns noch nicht auf Wandfarben oder Tapeten festlegen wollten. Außerdem wirken weiße Räume schön groß, sauber und hell.

Decke malern

Malern Wohnzimmer

Das Holz vom Fachwerk wurde mit farblosem Wachs behandelt.

Wachs für Holz

Fachwerk Wohnzimmer

Fachwerk malern

Zusätzlich musste an einigen restlichen Stellen noch gespachtelt und Vlies geklebt werden, z.B. im Badezimmer. Zum fertigen Bad folgen demnächst noch Bilder.

Bad spachteln

Malerarbeiten Bad

Der Estrich wurde gegossen

Der Fußboden im Erdgeschoss hat nun endlich seine Zielhöhe erreicht, denn vorletzte Woche wurde der Estrich von einer Spezialfirma ins Haus gepumpt. Von der Fußbodenheizung ist nun also nichts mehr zu sehen. Nachdem der Boden eine Woche lang getrocknet war, konnten wir ihn zum ersten Mal begehen und die finalen Raum-, Tür- und Fensterhöhen auf uns wirken lassen. Ich war sehr gespannt darauf.

Estrich und Fachwerk

Irgendwie ist die frohe Stimmung bei der Besichtigung auf unseren Kleinen übergegangen und er ist fußballspielend durch alle Räume gelaufen. Dabei hat er ausgelassen gequietscht vor Freude. 🙂 Wahrscheinlich fand er das Echo lustig. Ich fand es interessant, dass er sich so wohl gefühlt hat, denn früher ist er gar nicht gern ins Haus gegangen, als noch kalter Winter war und das Erdgeschoss entkernt war.

Kind spielt auf Estrich

Im folgenden Bild sieht man den aktuellen Stand des Eingangsbereichs. Der Heizkreisverteiler der Fußbodenheizung ist nun dank Abdeckung in der Wand verschwunden.

Estrich im Eingang

Irgendjemand von den Fachkräften kam auf die Idee, zwei riesige Nägel in unser Treppengeländer zu schlagen und eine Lampe daran aufzuhängen. Sehr ärgerlich. Das Geländer hat schon genug Schäden, die wir noch ausbessern müssen.

Estrich Treppe

Als nächstes warten wir nun darauf, dass von unserem Energieversorger ein Gaszähler installiert wird. Diesen haben wir bereits beantragt. Dann kann die Heizung in Betrieb genommen und der Fußboden aufgeheizt werden, damit der Estrich trocknet und aushärtet.

Innenputz und Trockenbau im Erdgeschoss

Ein weiterer großer Schritt ist geschafft: die Wände im Erdgeschoss wurden verputzt! Jetzt sieht alles schon wieder ganz anders aus. Keine roten Steinwände mehr, stattdessen große graue Flächen. Es sieht immer mehr wie Wohnraum aus.

Treppenhaus verputzt

Die Rohre und Leitungen im Erdgeschossbad wurden mit Gipskartonplatten verkleidet.

Trockenbau Badwand

Wohnzimmer und Küche sind auch fertig verputzt. Außerdem wurde mit dem Verspachteln der Deckenplatten begonnen.

Wohnzimmer Innenputz

Küche Innenputz

Fenster verputzt

Mithilfe von Metallständern, OSB-Platten und Gipskarton wurde die Nische unter der Treppe zu einem separaten Raum. Der abgetrennte Bereich soll als Abstellraum genutzt werden. Ich bin mit der Umsetzung nicht zufrieden, aber uns ist keine bessere Lösung eingefallen. Das Problem ist die niedrige Raumhöhe unter der Treppe. Im Moment geht es noch, aber demnächst ist das Bodenniveau 18 cm höher, wenn der Estrich gegossen wird. Deshalb nenne ich die Tür, die dort eingebaut wird, jetzt schon Zwergentür. Wir sind zum Glück alle kleiner als 1,85 m, sonst müssten wir uns in der Tür bücken. Unsere ursprüngliche Idee war deshalb, im Abstellraum keinen Estrich zu gießen, aber das geht nicht, weil dort auch Bodenheizung verlegt werden muss. Der Abstellraum wird also eine seltsame kleine Rumpelkammer mit einer seltsamen kleinen Tür.

Trockenbau Treppe

So sieht die Trockenbau-Konstruktion unter der Treppe von hinten aus:

Trockenbau unter Treppe

Abriss von Flurwänden im Obergeschoss

Bei der Umgestaltung des Obergeschosses hatten wir geplant, den Flur zu verkürzen. Ursprünglich ging der Flur fast über die gesamte Hauslänge, was natürlich sehr großzügig wirkte. Wir fanden es aber schade um den Platz, da man den Flur nicht nutzen kann. Wir wollten stattdessen mehr Wohnraum. Die Lösung war für uns, die beiden Räume, die ursprünglich links und rechts am Ende des Flurs waren, miteinander zu verbinden. Im folgenden Bild sieht man rot markiert, welche Wände dafür weggerissen werden mussten, und blau markiert, wo neue Wände eingebaut werden.

Im Endergebnis soll ein großer Raum an der Giebelseite entstehen, den wir zukünftig vielfältig nutzen wollen als Büro, Elektronikwerkstatt, Musikzimmer und Zweitfernsehplatz. Ich denke, wir werden in diesem Raum viel Zeit verbringen. 🙂 Nebenbei bemerkt ist es der einzige Raum im Haus, von dem man sowohl einen Blick auf die Straße und den Fluss als auch auf den Hof hat. Außerdem ist er relativ hell, da er morgens, mittags und abends Sonnenlicht bekommt.

Obergeschoss UmbauDie beiden alten Kachelöfen, die bisher im Obergeschoss gestanden hatten, waren nun plötzlich im Weg und hätten umgesetzt werden müssen. Der Ofenbauer, der zur Begutachtung bestellt worden war, musste leider feststellen, dass beide Öfen nicht mehr benutzbar waren. Eine Restaurierung hätte pro Stück bis zu 2.000 Euro gekostet und danach hätte man erst noch einen Schornsteinfeger finden müssen, der alle Augen zugedrückt und beide Kachelöfen abgenommen hätte, denn heutzutage sind Öfen mit gemauerten Brennräumen nicht mehr zugelassen. Da uns die Restaurierung zu teuer war und sich auf die Schnelle niemand fand, der sie haben wollte, haben wir die Kachelöfen schweren Herzens mit dem anderen Bauschutt entsorgen lassen. 🙁

Kachelöfen

Hinter dem grünen Kachelofen fand sich noch eine alte Schachtel. Darin war nichts mehr außer ein paar DDR-Mark.

Alte Schachtel

Ungünstigerweise war genau an einer der abzureißenden Wände der Stromkasten installiert. Er musste also abgebaut werden. Unser Elektriker hatte deshalb die Zuleitung abgeklemmt und den Zähler ausgebaut. Der neue Stromkasten ist im zukünftigen Hausanschlussraum im Anbau installiert. Momentan gibt es dort nur Baustrom. Im restlichen Haus sind die Leitungen tot und können zurückgebaut werden.

Früherer Stromkasten

Beim Abriss der beiden Mauern kamen wieder Hammer und Kettensäge zum Einsatz. Es handelte sich um Fachwerkwände.

Abriss Flur Obergeschoss

Abriss mit Kettensäge

Mit der Baggerschaufel wurde der Schutt gleich vom Obergeschoss in den Anhänger befördert. Das Abrissholz wurde vor der Scheune zum Sägen abgeladen.

Bagger für Bauschutt

In der Scheune musste der Hausherr dann stundenlang mit der Kreissäge die Balken und Bretter vom Abriss zu Brennholz zersägen. Das Sägeblatt war dafür extra frisch geschärft worden.

Kreissäge in der Scheune

Auch im Hof wurde fleißig gesägt. Die Zimmerleute arbeiteten unter freiem Himmel an den Stütz- und Deckenbalken für das neue Zimmer. Die weggerissenen Flurwände waren nämlich tragend gewesen und mussten durch Balken ersetzt werden.

Zimmerleute arbeiten auf dem Hof

So sah der Flur dann mit den fehlenden Wänden aus:

Abriss der Flurwände

Hier sieht man die tragenden Balken, die die Zimmerleute eingebaut haben. Die Deckenbalken werden auch noch ein Stück zu sehen sein, wenn die Decke abgehangen wurde. Man sieht in dem Foto auch, dass ein Durchgang, der zwischen den beiden Zimmern vorhanden war, zugemauert wurde.

Zimmermannsarbeit

Im letzten Foto sieht man die gesamte Länge des künftigen Arbeitszimmers.

Künftiges Arbeitszimmer

Raus mit den morschen Badwänden

Da der Rohbau im Erdgeschoss nun schon fast fertig ist, hat das Bauteam mit dem Abriss im Obergeschoss weitergemacht. Dort war besonders das alte Bad eine Problemzone. Schon nach den ersten Bad-Abrissarbeiten im letzten Sommer hatten wir festgestellt, dass die Wandbalken hinter der Badewanne morsch waren. Dort war Wasser ausgelaufen. Auch das Holz im Fußboden war betroffen.

Unter dem Fußboden fand sich ein circa 30 cm tiefer Hohlraum, erst danach kam die Gewölbedecke des darunterliegenden Raumes. Auf dieser Decke stehend, konnte man dann den Holzboden herausreißen.

Morsche Balken im Bad

Im folgenden Bild sieht man die Reste der Wand, die früher das WC-Räumchen vom Bad getrennt hat. Diese und die dahinter zu sehende Wand mussten auch abgerissen werden, damit das zukünftige Bad etwas großzügiger werden kann.

Alte Balken im Bad

Diese Balken konnten natürlich wieder nicht einfach so abgerissen werden, da es sich um tragende Wände handelte. Deshalb wurde hier – wie auch schon im Erdgeschoss – ein Statikkonzept vom Zimmermann erarbeitet.

Abriss Toilettenraum

So sah der Raum dann aus, nachdem beide Wände entfernt worden waren:

Abriss im Bad

Dann wurde parallel auch schon die Wand abgerissen, die den Feuchteschaden hatte. Das Ziel war, sämtliche Balken, die nicht mehr brauchbar waren, durch Neue zu ersetzen. Die folgenden drei Bilder wurden vom Anbau aus aufgenommen, wo unsere Mühle steht. Durch das Loch in der Wand sieht man das Badezimmer.

Wandabriss zwischen Haus und Anbau

Man sieht hier sehr gut den Höhenunterschied zwischen dem Fußboden im Haus und dem Raum im Anbau.

Abriss Badwand

Wir haben uns nun schon an den Anblick gewöhnt, wenn jemand mit Kettensäge unser Haus ansägt. 😀 Hier wurden die alten Balken herausgeschnitten.

Wandabriss mit Kettensäge

Die Zimmerleute haben vor Ort die fehlenden Stützbalken zugeschnitten und eingebaut, sodass die Statik wieder abgesichert war.

Zimmerleute

Dank den tragenden Deckenbalken müssen in Zukunft keine Pfeiler mehr mitten im Raum stehen, sondern es reicht, dass die Stützbalken links und rechts außen an der Wand stehen. Wenn wir von diesem Raum also wieder (wie früher nur anders) einen Toiletten- und einen Abstellraum abtrennen werden, können wir das mit einfachen Trockenbauwänden machen.

Zimmermannsarbeit mit Laser

Schließlich wurden auch noch alle Fußbodenbalken herausgesägt. Dann war das alte Bad wirklich vollständig entkernt.

Fußboden Balken Abriss

 

Die letzten Maurerarbeiten im Erdgeschoss

In den letzten Wochen wurde wieder fleißig gemauert. Den alten Hauseingang gibt es nun endgültig nicht mehr. An der Stelle, wo die neue Haustür später hinkommen soll, wurde eine Bautür eingesetzt. Es ist gut, dass das Haus nun wieder abgeschlossen ist.

Zugemauerter Eingang und Bautür

Zwischen Wohnzimmer und Küche wurden die Balken ausgefacht. Somit sind die beiden Räume nun komplett getrennt.

Ausfachung Wohnzimmer

Ausfachung Küche

Fachwerk Wohnzimmer

Und so sieht das Ergebnis aus – einmal vom Wohnzimmer aus…

Fertiger Rohbau Wohnzimmer

… und einmal von der Küche aus. Auf beiden Seiten sollen nur die Gefache verputzt werden, damit die Balken sichtbar bleiben. Im Bild unten sieht man die Ecke der Küche, in der zukünftig der Esstisch stehen soll. Durch die Tür hat man sehr schön das Hoftor im Blick.

Rohbau Fachwerk Küche

Neue Erdgeschosswände

In der ersten Januarwoche wurden im Erdgeschoss die neuen Wände hochgemauert. Es war für uns super spannend, das Ergebnis zu sehen und zum ersten Mal die Räume zu betreten, die wir auf dem Papier entworfen hatten! Trotz guter Planung hat man natürlich Zweifel, ob in der Realität alles so wirkt, wie man es sich vorgestellt hat. Ist das Wohnzimmer zu groß? Ist das Erdgeschossbad zu klein? Ist die Küche groß genug? Wie winzig ist der Abstellraum unter der Treppe wirklich?

Rohbau Flur

Im Bild oben sieht man den Blick in das Wohnzimmer links und die Küche rechts. Der Wohnzimmereingang ist nicht rechtwinklig zu den restlichen Wänden. Wir haben das so entworfen, um dem Flur seine kantigen Ecken zu nehmen. In die Türöffnung soll eine zweiflügelige Tür, deshalb ist sie so breit.

Um die Frage vom Anfang zu beantworten: das Wohnzimmer wirkt nicht zu groß. 🙂 Laut Plan ist es ca. 48 qm groß, weshalb wir Bedenken hatten, es könne ungemütlich wie ein Saal werden. Aber wenn man durch läuft, ist es kleiner als ich es mir vorgestellt hatte. Das wird bestimmt schön – mit Parkett, Kamin und einem richtig großen Esstisch!

Wohnzimmer Rohbau

Wohnzimmer Rohbau

Das Fachwerk zwischen Küche und Wohnzimmer war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgefacht (siehe oben). Stattdessen hatte sich noch ein anderes Problem ergeben. Die ursprünglich bogenförmigen Fensterstürze waren anno dazumal nicht gut gemauert worden und so bröselte dort mittlerweile schon der Putz herunter. Nachdem das bemerkt worden war, mussten von allen zehn Erdgeschossfenstern die Stürze neu gemauert werden. Das gleiche galt für die Fensterbänke. Das war ein unerwarteter Zusatzaufwand, aber nun ist wieder alles solide.

Gemauerte Fensterstürze

Die Bodenplatte

Freitag, 19. Dezember 2014

Bodenplatte gießen

Unser Erdgeschoss hat nun endlich einen Boden bekommen. Das Ergebnis hat uns sehr glücklich gemacht! 🙂 Der Beton wurde fertig angeliefert und mit einem langen Schlauch ins Haus gepumpt. Zuvor waren Zuluftrohre für den Kamin und Abwasserrohre verlegt worden. Außerdem war der gesamte Boden mit einem zweilagigen Stahlmattengeflecht ausgelegt worden. Und dann kam der Fertigbeton. Die fertige Bodenplatte ist 20 cm dick.

Betonplatte und Fachwerk

Bodenplatte Küche

Bodenplatte Erdgeschoss

Neues Fachwerk

Im Erdgeschoss wurde letzte Woche Holzfachwerk eingebaut. Die benötigten Balken wurden aus Schichtholz passend für uns gefertigt. Am beeindruckendsten ist der 11 Meter lange Deckenbalken, der das Haus fast auf der gesamten Länge mitträgt. Wir sind froh, dass er durch eine Tür ins Haus eingefädelt werden konnte. Ansonsten hätten wir ein Problem gehabt. 😉

Fachwerk und Fundament

An seinen Enden liegt der Deckenbalken auf dem Beton auf, der zu diesem Zweck in den Wänden gegossen wurde.

Deckenbalken

Ich finde den Charme, den die Holzbalken versprühen, ganz wunderbar. 🙂 Ihr Hauptzweck ist aber die Statik und nicht die Zierde. Endlich steht das Haus wieder auf einer soliden Basis. Das Obergeschoss hing nämlich seit Jahren wegen fehlender Wände um 5 cm durch! Nun wurde es wieder angehoben.

Erdgeschoss mit und ohne FachwerkIm Bild sieht man die gesamte Zimmermannsarbeit. Der linke Teil ist eine zukünftige Wand und soll komplett ausgefacht werden. Das rechte Stück Fachwerk bleibt offen und steht im zukünftigen Wohnzimmer. Wir hätten diesen Teil gern weggelassen, da die Balken den Wohnzimmerplan stören, aber es führte einfach kein Weg an einer Stütze vorbei. Da müssen wir uns wohl beim Einrichten noch Gedanken machen, wie wir das Fachwerk sinnvoll ins Wohnzimmer integrieren.

Eine Frage der Treppenstatik

Eine letzte Wand muss im Erdgeschoss noch abgerissen werden, da der Eingangsbereich und der Flur anders gestaltet werden als früher. Die Schwierigkeit ist, dass die Treppe dabei erhalten bleiben soll. Wir wollen die Treppe behalten, weil sie gut zum Charme des Hauses passt und in gutem Zustand ist. Außerdem würde eine neue Treppe enorme Mehrkosten verursachen.

Das Problem ist nun also, die Konstruktion der Treppe zu verstehen, da sie an der zu entfernenden Wand befestigt ist. Aus diesem Grund musste zunächst der Putz von der Wand runter, damit die Balken zum Vorschein kommen.

Treppenstatik Frage

Unter dem Putz zeigte sich, dass der rot gestrichene Balken den Treppenabsatz trägt. Er wurde offensichtlich nachträglich in die Wand eingefügt. Beim Einbau des Balkens war das entstandene Loch mit Bruchstücken aufgefüllt worden. Diese Steine fielen nun ohne den Wandputz fast von allein heraus.

Treppe tragender Balken

Der Treppenabsatz hat jetzt im Moment also keinen festen Halt mehr. Wir mussten ihn deshalb mit einem zusätzlichen Balken abstützen.

Die Erkenntnisse haben wir an unseren Statiker weitergegeben und warten auf seine Berechnungen und auf die Feinplanung des Architekten, bevor diese Wand herausgerissen wird.