Zwei Katzen ziehen ein

Wir haben noch mehr tierischen Zuwachs bekommen! Seit zwei Monaten wohnen zwei Kätzchen bei uns, die im Mai dieses Jahres geboren wurden. Wir sind eher zufällig zu den Beiden gekommen, weil ein Feuerwehrkamerad von Papa den ungewollten Katzennachwuchs loswerden wollte. Ihr wisst ja, dass heutzutage immer noch unerwünschte Tierbabys auf’m Dorf ertränkt oder erschlagen werden… 🙁 Jedenfalls hat es in diesem Fall glücklicherweise gepasst, dass wir sowieso auf der Suche nach zwei Katzen waren und so konnte allen Beteiligten dieser barbarische Akt erspart bleiben.

Getigerte Babykatze

Die Beiden kamen zu uns, nachdem sie von der Katzenmama abgestillt worden waren. Sie waren stubenrein, was bedeutet, dass sie fein die Katzentoilette benutzten, und zogen direkt bei uns ins Haus ein, auch wenn sie später eher Hofkatzen sein sollen. Am Anfang muss ja erstmal die Familienbindung hergestellt werden, bevor man den Freigang üben kann.

Babykätzchen

Die Namensgebung war auch innerhalb von drei Minuten erledigt. Papa sagte, die Graugetigerte würde genauso aussehen wie seine Katze aus der Kindheit und die hatte Miezi geheißen. Er wollte die Neue deshalb auch Miezi nennen.

Ich habe selber nie eine Katze besessen. Aber ich hatte mir als Kind überlegt, wenn ich mal eine Katze hätte, dann würde ich sie Minka nennen. 🙂 Also durfte ich der Zweiten diesen Namen geben.

Kätzchen erkundet Wohnung

Das Zusammenleben klappte von Anfang an gut. Miezi und Minka legten ihre Scheu schnell ab und erkundeten forsch alles, was sie erreichen konnten. In einem Ratgeber zur Eingewöhnung hatte ich vorher gelesen, dass die neuen Kätzchen erst langsam einen Raum nach dem anderen kennenlernen sollten, um sie nicht zu ängstigen. So eine Vorsicht war bei diesen beiden kecken Katzenbabys aber nicht nötig. Generell haben wir kaum Ratgeber-Tipps gebraucht und das alles intuitiv gut hinbekommen… dank unserer pflegeleichten Stubentiger. 🙂

Katzenbaby

Ich glaube, es ist auch gar nicht so entscheidend, wo der Futternapf steht, wie der Schlafplatz aussieht und wie viele Katzenklos man aufstellt. Nur Eines ist unbedingt wichtig: man braucht auf jeden Fall Zeit! Das hatte ich unterschätzt. Nicht nur, um den Kätzchen ein bisschen Gesellschaft zu leisten, sondern vor allem auch, weil sie aufgrund ihres kleinen Magens ungefähr fünf Mahlzeiten am Tag brauchen. Ich konnte das mit der Fütterung zum Glück bewerkstelligen, weil ich in Elternzeit bin. Ich weiß nicht, wie man die Eingewöhnung als Vollzeit-Berufstätiger schaffen kann…

 

Drei Dinge fand ich als Katzenneuling besonders interessant:

1. Jede Katze hat einen eigenen Charakter.

Ich hätte nicht gedacht, dass sie sich so unterschiedlich verhalten. Während die graugetigerte Miezi der absolute Draufgänger ist, hält sich die weiße Minka in unbekannten Situationen doch lieber erstmal im Hintergrund und beobachtet vorsichtig.

2. Katzen sind stur.

Vom Hund bin ich gewöhnt, etwas Reue und Unterwürfigkeit zu sehen, wenn ich eine Schimpftirade loslasse. Nicht so die Katzen… völlig unbeeindruckt treiben sie ignorant ihr Unwesen, wie es ihnen passt. Wie viele Sachen ich vor ihnen in Sicherheit bringen musste…! 😀

3. Katzen sind ja doch soziale Wesen.

Ich fand es rührend zu sehen, wie sie immer unsere Gesellschaft suchen. Nicht so feucht-schlabbernd-direkt wie der Hund, sondern zurückhaltend, fast zufällig halten sie sich immer dort auf, wo man selber auch gerade ist. Dabei schauen sie einen meist gar nicht an und sind doch irgendwie immer in der Nähe. Sie waren sogar immer richtig unglücklich, wenn sie in bestimmte Räume nicht mitkommen durften.

 

Ich bin froh, dass wir die zwei Kätzchen bekommen haben. Zum Glück war es nicht nur Eine, denn die Trennung von der Mutter war am Anfang doch schmerzlich und so konnten die Beiden sich gegenseitig Trost spenden. Außerdem spielen sie sehr viel miteinander und haben so etwas Beschäftigung.

Beim nächsten Mal erzähle ich euch eine lustige Begebenheit vom ersten Tierarztbesuch und wie wir Minka und Miezi an das Leben draußen gewöhnt haben.