Malern im ersten Kinderzimmer

Das erste Kinderzimmer ist endlich fast bezugsfertig. Wir haben diese Woche die Malerarbeiten in diesem Raum beendet. Für mich ist es noch unfassbar, dass auf unserer Dauerbaustelle* im Obergeschoss nun tatsächlich Wohnraum entsteht. 🙂

[* Dauer = 2 Jahre seit Einzug]

Das Malern hatte sich ein wenig in die Länge gezogen. Weil uns die Übung fehlt, hatten wir immer wieder mit ungleichmäßigem Farbauftrag und fleckigen Ergebnissen zu kämpfen. So haben wir letztendlich mehr Anstriche benötigt als geplant bis die Wände einigermaßen vorzeigbar aussahen.

Die verwendete Farbe ist weiße, stumpfmatte Innendispersionsfarbe (StoColor Rapid).

Daneben sollte noch ein anderer Farbton an die Wand kommen, um dem Raum das gewisse Etwas zu verleihen. Ich muss gestehen, dass ich seit einer Weile aus unerfindlichen Gründen eine Schwäche für sattblaue Wände habe. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem tollen blauen Farbton gemacht und bin bei Farrow & Ball, der englischen Traditionsmarke für Farben und Lacke, fündig geworden. Meine Wahl fiel auf Drawing Room Blue, laut Farrow & Ball ein

“traditionelles Salon-Blau, dessen klare Farbgebung an das Pigment Kobalt erinnert”.

Auf einen Testanstrich hatten wir keine Lust, denn wir waren uns sehr sicher mit der Farbwahl. So haben wir gleich mit der empfohlenen Grundierung (dunkelgrau) auf der ganzen Wand begonnen.

Es werden zwei Anstriche mit dieser Farbe empfohlen bis man das perfekte Farbergebnis hat. Nach dem ersten Anstrich war es tatsächlich noch etwas fleckig.

Nach zwei Anstrichen trocknete die Farbe dann gleichmäßig deckend.

Das hier verwendete Finish ist die Modern Emulsion, die etwas mehr Glanz hat als die klassische matte Wandfarbe von Farrow & Ball. Sie ist besser geeignet für beanspruchte Bereiche wie z.B Kinderzimmerwände, denn auf ihrer glatten Oberfläche kommt es nicht zum sogenannten “Schreibeffekt”. Außerdem halte ich sie für leichter abwischbar als das matte Finish.

Wir sind trotzdem etwas überrascht, wie sehr die Oberfläche glänzt. Das hätten wir nicht erwartet, nachdem wir die Farbmusterkarte mit den Finish-Beispielen gesehen haben. Auf dem nächsten Bild sieht man gut, wie stark sich das Fenster in der Wand spiegelt. Trotzdem nehmen wir das nicht allzu tragisch, denn es schadet nicht, dass noch etwas mehr Licht in den Raum reflektiert wird.

Auch die Farbe selber hat mich überrascht. Sie ist auf jeden Fall wunderschön und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Aber anhand des Beispiels auf der Farbmusterkarte habe ich mir das Blau abgetönter und weniger “bunt” vorgestellt.

Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, der es so geht, wenn ich mir die Kundenmeinungen auf der Farrow & Ball Webseite so durchlese…

Trotzdem ist das Ergebnis toll geworden und ich würde die Farbe auch wieder kaufen. Ich bin froh, dass wir uns zum ersten Mal an einen so starken Farbton gewagt haben.

Wie ich im ersten Satz bereits sagte, ist der Raum nun FAST bezugsfertig. Es fehlen noch Sockelleisten und Fensterbretter (nicht so wichtig), eine Tür (sehr wichtig), Heizkörper (ab Herbst wichtig) und natürlich die Einrichtung.

Eine schöne Aussicht auf den Fluss ist auf jeden Fall schon vorhanden… 🙂

Alte Dielen aufarbeiten

Wie ihr wisst, haben wir bisher bei unserer Haussanierung große Teile entkernt, entsorgt und neu gemacht. Oft konnten wir Altes nicht erhalten, weil es zum Beispiel nicht aktuellen Baustandards entsprach oder weil es abstruser Weise meist billiger ist, Neues zu kaufen als Altes zu restaurieren. Ich fand das sehr schade…

Umso glücklicher bin ich darüber, euch heute einen Bericht über die Aufarbeitung unserer alten Dielen im Obergeschoss geben zu können! Wir haben dort tatsächlich zwei Räume und den Flur, wo der ursprüngliche Fußboden noch erhalten ist. Es handelt sich um Kiefer- oder Fichtedielen, die aus der Zeit stammen, als das Haus gebaut wurde (also um 1900). Als wir das Haus übernommen haben, waren die Dielen mit der typischen Ochsenblutfarbe gestrichen. In einigen Räumen klebte noch eine Schicht Linoleum darauf. Nach dem Entfernen des Linoleums blieben hartnäckige Kleberreste auf dem Fußboden. So war der Zustand eine Zeit lang. Dann kamen durch unsere Bauarbeiten immer mehr Staub und Dreck ins Haus und schließlich war das gesamte Obergeschoss derart mit einer Schicht feinstaubigem Baustellendreck überzogen, dass wir es nur noch mit Straßenschuhen betreten haben.

[Den Zustand von Anfang 2017 sieht man in folgendem Beitrag: Baustand Obergeschoss im Januar 2017 ]

Bevor der Boden aber endlich gereinigt und aufgearbeitet werden konnte, sollten erst die Arbeiten an Wänden und Decken möglichst weit fertiggestellt sein. Dieser Punkt war für uns im März erreicht: nach vielen Arbeitsstunden im Januar und Februar mit unseren freiwilligen Helfern waren die Gipskartonarbeiten in den betroffenen Zimmern und im Flur endlich erledigt. Ein Raum war sogar schon tapeziert. Nun konnte also endlich der grobe Dreck weg. Das war für mich unfassbar, dass wir endlich so weit waren!!! 🙂 Wir hatten so lange mit der dreckigen Baustelle im Obergeschoss leben müssen, dass es schon zum Normalzustand geworden war.

Die Aufarbeitung der Dielen haben wir uns allerdings nicht selber zugetraut, sondern stattdessen den Profis überlassen. Zum Glück waren das Handwerker, bei denen man relativ zeitnah einen Termin bekommen hat, was heutzutage schon ungewöhnlich ist… 😉

Die Arbeiten haben sich über mehrere Tage hingezogen. Los ging’s am ersten Tag mit dem Bandschleifer und sehr grobem Schleifpapier, um den alten Lack zu entfernen und Unebenheiten wegzuschleifen. Im folgenden Bild sieht man auch sehr gut den Dreck von den vorigen Bauarbeiten auf dem Fußboden.

Die Staubbelastung hielt sich beim Schleifen in Grenzen, da das Gerät den Dreck gleich einsaugte.

Am zweiten Tag sahen die Dielen schon umwerfend aus. Sämtlicher Belag war abgeschliffen worden und so konnte man zum ersten Mal das pure Holz sehen.

Die Ränder und Ecken wurden mit einem Tellerschleifer bearbeitet.

Durch das Entfernen der Lackschicht beim ersten Schleifgang waren die Nagelköpfe freigelegt worden. Sie wurden mithilfe einer Nagelpistole tiefer im Fußboden versenkt, um sie bei den folgenden Schleifgängen nicht mit anzuschleifen.

Die Löcher der Nägel wurden anschließend mit Holzkitt verspachtelt, bevor mit feinerem Schleifpapier weitergeschliffen wurde.

Danach ging es an den neuen Anstrich. Als Oberflächenbehandlung haben wir uns für ein farbloses Hartwachsöl entschieden. Die farblose Variante wurde uns von den Handwerkern empfohlen, u.a. weil es sich besser ausbessern ließe, falls später Beschädigungen entstehen sollten.

Ich hatte erst zu einem honigfarbenen Öl tendiert, weil ich gern eine warme Holzfarbe erreichen wollte, aber das Endergebnis, das wir nun haben, trifft genau meine Wunschvorstellung. Von daher: alles richtig gemacht! 🙂

In dem Raum, den man im folgenden Bild sieht, hatten wir vor zwei Jahren neue Dielen verlegen lassen. Der Fußboden war seitdem unbehandelt und zum Schutz unter einer Schicht Pappe versteckt. Die neuen Dielen wurden nun bei der jetzigen Gelegenheit gleich mitbehandelt.

So sahen die 100 Jahre alten Dielen aus, nachdem das Öl getrocknet war:

Die neu geölten Dielen wurden erneut angeschliffen, nachdem sie getrocknet waren.

Anschließend wurden die Dielen ein zweites Mal gestrichen. Das war der letzte Arbeitsschritt.

Hier noch ein Blick auf das Endergebnis:

Baustand Obergeschoss im Januar 2017

Bevor dieses Jahr richtig losgeht, will ich euch mal einen Überblick über unsere Baustelle im Obergeschoss geben. Ich habe lange nicht darüber berichtet, weil es einfach keine richtigen Meilensteine mehr gab. Das Geschoss hat eine Fläche von 150 qm und wir versuchen dort in allen Räumen den Trockenbau in Eigenleistung fertigzustellen. Eine Zeit lang war unser Plan, alle Räume parallel zu bearbeiten und auf dem gleichen Stand zu halten. Als wir merkten, wie sehr sich das hinzieht, haben wir über alternative Vorgehensweisen nachgedacht: erstmal nur einen Raum komplett fertigstellen? Oder zwei Räume (Schlafzimmer + 1 Kinderzimmer)? Oder alle Räume jedoch ohne das zukünftige Haupt-Badezimmer? Auf jeden Fall haben wir nach dieser Erkenntnis erstmal im zukünftigen Arbeitszimmer und im Badezimmer nicht mehr weitergebaut, weil Schlaf- und Kinderzimmer wichtiger waren.

Alles in allem ist unser nächstes Etappenziel, die dreckigen Arbeiten (Trockenbau, Verspachteln und Abschleifen) an Wänden und Decken in einigen Räumen abzuschließen, damit wir danach den Tischler zum Abschleifen und Behandeln der Dielen bestellen können. Die Bodenbehandlung trauen wir uns nämlich nicht selber zu, auch wenn es unter Heimwerkern durchaus üblich ist, das Dielenschleifen selbst in die Hand zu nehmen.

 

Im Folgenden zeige ich euch eine Ist-Aufnahme der Räume zum Anfang des Jahres 2017 und was als nächstes zu tun ist:

Die Treppe

Wir haben zwar den Linoleumbelag, hunderte Nägel und den Lack an einigen Stellen entfernt, aber hier ist noch Einiges zu tun, um das ursprüngliche Holz wieder freizulegen. Knifflig war auch das Zurechtbasteln vieler kleiner Gipskartonstücke, um die Wände und die Zwischendecke im Treppenhaus zu verkleiden.

Nächste Schritte im Treppenhaus:

  • Verspachteln und Schleifen der Wände
  • Aufarbeitung der Holztreppe

 

Der Flur

Das Anbringen der Gipskartonplatten im Obergeschoss-Flur hat sich ewig hingezogen, ist aber endlich endlich endlich beendet. Grund für die Dauer war einerseits die Größe des Raumes mit seinen ganzen Ecken und andererseits musste erst die Technik des Gipskartonplatten-Anklebens gelernt werden. Im Flur und an der Treppe haben wir nämlich keine Ständerwände gesetzt, sondern die Platten direkt auf die Wände geklebt, um ebene Flächen für das spätere Tapezieren zu schaffen. An den alten Wänden bröckelte und riss schon der Putz und es mussten außerdem Stellen verkleidet werden, die beim Bauen beschädigt worden waren, z.B. an der Fachwerkwand, wo der Verteilerkasten eingebaut wurde oder an den Türöffnungen, wo die alten Zargen entfernt wurden.

Als Alternative zum Ankleben von Gipskartonplatten hätte man auch die Wände verputzen können. Aber dazu hätte man erstmal den alten Putz von den Wänden schlagen müssen und zweitens müsste man dafür in der Lage sein, Wände zu verputzen. Das war also für uns keine geeignete Variante.

Leider war auch das Kleben der Platten nicht völlig idiotensicher und wir mussten erst unsere Erfahrungen sammeln. Die erste geklebte Gipskartonplatte wollte nämlich einfach nicht an der Wand halten. Dann haben wir mit verschiedenen Grundierungen und Klebern experimentiert, bis wir eine optimale, haltbare Variante gefunden haben. Falls euch das Thema ausführlicher interessiert, dann hinterlasst mir doch einen Kommentar und dann würde ich noch einen tiefergehenden Beitrag dazu schreiben…

Nächste Schritte im Flur:

  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Kinderzimmer 1

Dieser Raum ist am weitesten fortgeschritten im Obergeschoss, weil wir hier noch Unterstützung von unserem Hausbau-Handwerkerteam hatten. Hier ist der Trockenbau fertig und es wurde sogar schon tapeziert.

Nächste Schritte in Kinderzimmer 1:

  • Aufarbeitung der Dielen
  • Malern

 

Kinderzimmer 2

Hier sind zwei Wände schon mit Gipskarton verkleidet, nämlich die Wände, vor die Metallständer gestellt wurden. An die anderen beiden Wände müssen noch Gipskartonplatten geklebt werden. Diese Arbeit ist hier im Haus nicht so beliebt und deswegen noch offen.

Nächste Schritte in Kinderzimmer 2:

  • 2 Wände mit Gipskarton verkleiden
  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Elternschlafzimmer

Ähnlicher Stand wie Kinderzimmer 2. Am linken Bildrand sieht man eine alte Wand mit dem ursprünglichen Putz, die noch verkleidet werden muss.

Nächste Schritte im Schlafzimmer:

  • 2 Wände mit Gipskarton verkleiden
  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Arbeits- / Aufenthaltsraum

In diesem großen Raum muss noch sehr viel gemacht werden, angefangen beim Stellen der Metallständer für den Trockenbau. Es ist für uns aber kein aktuelles To-Do, weil die anderen Räume wichtiger sind. Deswegen wird es hier erstmal weiterhin so aussehen:

Der Termin, zu dem wir gern möglichst viele von diesen Arbeiten fertigstellen würden, ist das letzte Märzwochenende 2017. Dann feiern wir nämlich die Taufe von unserem Zweitgeborenen und haben wiedermal die Familie zu Besuch. Die Schwiegereltern haben den Wunsch geäußert, dann im Obergeschoss übernachten zu wollen. Na, ob das was wird… 😀

Das war Februar 2016

So, da bin ich zum zweiten Mal mit einer Monatszusammenfassung. Ich denke, das könnte mein neuer Schreibrhythmus werden. Bisher habe ich mit meinen Beiträgen immer gewartet, bis ein Projekt im Haus oder Hof fertig war, aber bei unserer derzeitigen Fertigstellungsquote ist es vielleicht ratsamer, dass ich euch einfach zeige, was wir in der Zwischenzeit gemacht haben. 🙂

Wir hatten im Februar ganz viel Unterstützung von lieben Helfern, die uns ihre Zeit und Kraft geschenkt haben, damit wir mit dem Trockenbau im Obergeschoss vorankommen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle unsere “Helden der Arbeit” des Monats Februar ehren und ganz herzlich danke sagen an:

Christian
Dominik
Isabel
Jürgen
Mario
Sandra

Ihr habt uns so viele Stunden Arbeit abgenommen beim OSB-Platten vermessen, absägen, anschrauben, abkleben und beim Gipskartonplatten vermessen, schneiden und anschrauben.

OSB Platte abschneiden

In “Kinderzimmer 2” – wie es unser Architekt auf seinem Plan nannte – ging es gut voran. Nachdem die rechte Wand in Ständerbauweise eingebaut worden war, um den Raum abzugrenzen, konnten die OSB-Flächen mit Gipskarton verkleidet werden.

OSB Platten Kinderzimmer

Gipskartonplatten Kinderzimmer

Die beiden Innenwände des Kinderzimmers bekommen keine OSB-Verkleidung und keine Dämmung. Hier musste die alte Tapete abgekratzt werden. Unter der weißen Tapete kam eine rosane Wandfarbe zum Vorschein.

Alte Tapete abkratzen

Alte Farbe Wände

Im Flur musste die alte Farbe von den Wänden entfernt werden. Das war eine sehr staubige Angelegenheit. Die Flurwände sollen später mit Gipskartonplatten verkleidet werden, damit sie begradigt sind. Im Moment bröckelt hier noch der Putz. Das Abschleifen der Farbe ist eine Vorbereitung für das Ankleben der Gipskartonplatten.

Wand Farbe abschleifen

Schön anstrengend für die Arme war das Anschrauben der Gipskartonplatten an den Zimmerdecken. Zum Glück hatten wir Unterstützung!

Gipskarton Decke

Wir haben im Februar 1,5 Tonnen Gipskarton eingekauft und ins Obergeschoss geschleppt. Das reicht erstmal eine Weile.

Gipskarton schneiden

Einen Schreckmoment haben wir an diesem Tag erlebt, als plötzlich und ohne Vorwarnung die steinalte Holzleiter einkrachte, auf der der Hausherr gerade mit einem Cuttermesser in der Hand stand. Man kann wirklich von Glück reden, dass bei seinem Rückwärtssturz nichts Schlimmes passiert ist. Nur das Handgelenk war etwas verstaucht.

Decke Flur Gipskarton

Außer im Obergeschoss, haben wir auch im restlichen Haus noch ein paar Sachen geschafft. Die Erdgeschossfenster haben neue Gummis bekommen und sind nun dichter gegen den Straßenlärm und die Kälte von draußen. Als es nämlich zum Jahresbeginn so frostig war, fiel uns auf, wie stark es von draußen reinzieht. Davor war uns noch gar nicht bewusst gewesen, dass unsere Fenster so undicht sind. Die Investition in neue Fenstergummis hat sich auf jeden Fall sofort positiv bemerkbar gemacht.

Fenstergummis auswechseln

Zum Schluss kann ich noch verkünden, dass nach zwei Monaten unsere neue Küchenarbeitsplatte von IKEA geliefert wurde, nachdem die erste falsch zugeschnitten war. 🙂 Jetzt stimmt alles, aber dazu später irgendwann mehr…

Trockenbau im Kinderzimmer

Seit wir vor Monaten bemerkt hatten, dass unser Hausbaukredit nicht mehr für die Sanierung des ganzen Hauses reichen wird, hatten wir sämtliche Arbeiten im Obergeschoss auf Eis gelegt und uns auf die Fertigstellung des Erdgeschosses konzentriert. Leider sind im Erdgeschoss aber zu wenig Räume für ein komfortables Leben zu dritt, also haben wir jetzt doch noch einmal Geld in die Hand genommen, um oben wenigstens einen Raum als Kinderzimmer fertigzustellen. In diesem Raum wurde im Juli der Trockenbau beendet.

Hier erstmal ein Blick ein paar Monate zurück – so sah der Raum seit März 2015 aus, seitdem hatte sich dort nichts mehr getan:

Heizungsrohre im Obergeschoss

Und nun ging es wieder weiter. Das Ziel war, die beiden Außenwände und die Decke zu verkleiden. Bisher konnte man an diesen Stellen noch die Dämmung sehen. Die anderen beiden Zimmerwände sind Innenwände und werden nur verspachtelt.

Metallständer Trockenbau

Der Trockenbau wurde wieder nach dem gleichen Prinzip gemacht, wie wir es schon aus dem Erdgeschoss kennen, also …
Metallständer zurecht schneiden und vor den Wänden befestigen, die Hohlräume mit Mineralwolle ausfüllen, dann die Wände mit OSB-Platten verkleiden, die Stoßkanten der Platten mit Winddichtband abdichten und schließlich darauf die Gipskartonplatten schrauben.

Trockenbau Dämmung

Mineralwolle Dämmung

 

Trockenbau mit OSB

Trockenbau OSB-Platten

Trockenbau OSB-Platten

Winddichtband Trockenbau OSB

Trockenbau Gipskarton vor OSB-Platten

Trockenbau Gipskartonplatten Fenster

Als Nächstes müssen die Wände verspachtelt werden.

Heizungs- und Wasserrohre im Obergeschoss

Als wir das Haus übernommen haben, gab es hier keine Heizung. Geheizt wurde mit Öfen. Wir waren also gezwungen, eine komplette Heizungsanlage zu kaufen und uns ein Konzept für das zukünftige Heizen zu überlegen. Unser Plan sieht nun so aus, dass im gesamten Erdgeschoss Fußbodenheizung verlegt wird und im Obergeschoss Heizkörper installiert werden. Für die Heizkörper wurden Mitte März bereits Rohre verlegt.

Heizungsinstallateur

Heizungsrohr

Heizungsrohre

Die Rohre werden zukünftig hinter Ständerwänden verschwinden.

Heizungsrohre im Obergeschoss

Hier sieht man die vorbereiteten Anschlüsse für die Heizkörper:

Anschlüsse für Heizkörper

Im Obergeschossbad waren die Klempner auch fleißig und haben eine ganze Menge Rohre installiert: Lüftungsrohre, Abwasserrohre, Wasserrohre und Heizungsrohre. Im folgenden Bild sieht man unter anderem die Anschlüsse, die vorsorglich für den Ausbau des Dachgeschosses gelegt wurden, der in ferner Zukunft passieren könnte.

Wasser- und Heizungsrohre

Wasserrohre im Bad

Neue Dielen im Obergeschoss

Vom 11. bis 12. März hatten wir zwei Tischler auf der Baustelle, die uns im Obergeschoss neue Dielen verlegt haben.

Dielen verlegen auf Schüttung

Das verwendete Holz ist schwedisches Kiefernholz.

Stapel Kieferndielen

Die alte Schüttung unter den Dielen musste mit etwas Dämmschüttung aufgefüllt werden.

Dämmschüttung

Schüttung unter Dielen

Wie die neuen Dielen nachbehandelt werden, muss noch entschieden werden. Bis dahin bleiben sie zum Schutz mit Pappe abgedeckt. Sie wurden auch noch nicht abgeschliffen.

Dielen aus Kiefer

Neue Dielen

Dielen raus im Obergeschoss

Nachdem Anfang März ein Fachmann unsere Holzfußböden im Obergeschoss begutachtet hatte, gab es ein zweigeteiltes Urteil. In zwei Zimmern sind die Dielen trotz ihres sehr hohen Alters in einem hervorragenden Zustand und können wunderbar wieder aufgearbeitet werden. In zwei anderen Räumen waren die Dielen zwar in Ordnung, aber fehlten an den Stellen, wo vorher Wände gestanden hatten. Diese Lücken kann man schlecht nachträglich stopfen, also sollten diese Räume komplett neu gedielt werden. Im Bild unten sieht man den alten Zustand der Dielen mit Lackierung und Kleberresten vom Linoleum.

Alte Dielen im Flur

In den Zimmern mit dem lückenhaften Fußboden musste der Hausherr deshalb die Dielen rausreißen.

Dielen Abriss

Und so sah dann ein Raum ohne Dielen aus:

Boden ohne Dielen

Im Hof stapelte sich dadurch wieder einmal ein großer Haufen Abrissholz.

Abrissholz

Innendämmung der Außenwände

Während das Erdgeschoss größtenteils ungedämmt bleibt, weil dort das mehrschalige Mauerwerk schon ausreichend dick ist, benötigen die Fachwerkwände im Obergeschoss eine Dämmung. Wir haben uns für Innendämmung entschieden, weil sie einfacher zu machen ist und – im Gegensatz zur Außendämmung – das Aussehen des Hauses nicht verändert.

Im ersten Schritt mussten die alten Tapeten von den zu dämmenden Wänden abgekratzt werden. Dann wurden die Wände glatt geschliffen.

Abschleifen der Wände

Danach wurde Aufbrennsperre zur Grundierung aufgesprüht.

Aufbrennsperre

Gedämmt wurde mit 100 mm dicken, mineralischen Wärmedämmplatten von Rockwool.

Wärmedämmplatten

Die Dämmplatten wurden mit Klebemörtel befestigt.

Dämmplatten anbringen

Dämmplatten

Lediglich der Streifen über dem Fußboden wurde mit 50 mm dicken Platten gedämmt, damit Platz zum Verlegen der Heizungsrohre bleibt.

Innendämmung

Der zukünftige Hausherr hatte auch mal wieder Zeit gefunden, die Baustelle zu besichtigen.

Baby auf Baustelle