Das war Januar 2016

Schon wieder ist ein Monat vorbei und wir haben fleißig weitergebaut. So was richtig Fertiges kann ich euch aber leider noch nicht zeigen. Deswegen habe ich einfach nur ein paar gesammelte Eindrücke vom Januar für euch.

Begonnen hat das Jahr mit einem sonnigen, friedlichen Neujahrsmorgen. Als Mama muss man ja jeden Tag um die gleiche Zeit aufstehen, egal ob am Vorabend Silvesterfeier war oder nicht. 😉 Deshalb habe ich die Chance gleich genutzt, um ein paar Fotos von der Morgensonne im Garten und auf der Straße zu machen.

Scheune und Garten Wintermorgen

Strasse und Fluss Wintermorgen

Am zweiten Januarwochenende stand dann das jährliche Weihnachtsbaumverbrennen an, das von der Freiwilligen Feuerwehr organisiert wird. Das war eine gute Gelegenheit, bei Glühwein, Schnaps und Thüringer Rostbratwurst den Kontakt zu den anderen Dorfbewohnern auszubauen. Unser Weihnachtsbaum wurde bei diesem Feuer auch verbrannt.

Weihnachtsbaumverbrennen

In der dritten Januarwoche kam dann der erste Wintereinbruch des Jahres und es wurde richtig kalt, -16 °C. Ich dachte erst, das Thermometer sei kaputt. Es lag sogar bei uns genug Schnee zum Rodeln, obwohl wir nicht im Mittelgebirge wohnen. Ich hatte schon vermutet, ich hätte den Schlitten fürs Kind umsonst gekauft, weil die letzten Wintermonate so mild waren…

Kind im Schnee

Winter Sonnenaufgang

Wir haben nun endlich eine richtige Hausnummer am Haus! Ich hatte die Ziffern aus Keramik schon im Frühjahr 2015 auf dem Ilmenauer Töpfermarkt gekauft. Seitdem waren sie liegen geblieben, aber nun hat der Hausherr sie auf der Straßenseite ans Haus geschraubt. Ich finde sie wunderschön. Wenn ich irgendwann den Flyer der Töpferin wiederfinde, von der ich sie gekauft habe, werde ich ihren Namen hier nachtragen.

Keramik Hausnummer

Im Haus haben wir unter anderem an unserer Küche weitergearbeitet. Nachdem der Hausherr alleine den Fliesenspiegel an der Küchenwand angebracht hatte, haben wir zu zweit die IKEA Küche aufgebaut. Leider wurde die maßgefertigte Küchenarbeitsplatte dann aber mit einem falschen Gehrungsschnitt geliefert und so müssen wir uns noch bis Februar gedulden, bis IKEA eine korrekte Platte nachliefert. Einen fertigen Bericht über den Küchenaufbau kann ich euch also leider noch nicht präsentieren.

IKEA Küche Metod Bodbyn Schubfach

Im Obergeschoss wurde fleißig am Trockenbau weitergewerkelt. Da hatten wir Unterstützung aus der Familie. Aber bis sämtliche Wände und Decken auf der gesamten Fläche mit Ständerwänden aus OSB-Platten und Dämmung versehen sind, dauert es immer noch.

Trockenbau Ständerwände OSB Fachwerk

Und zu guter Letzt haben wir noch angefangen, Kohlen zu verschenken. Wir haben nämlich zusammen mit dem Hof einen riesigen Kohlenvorrat übernommen, der bisher in einem der Nebengebäude lagert. Sie sind noch aus DDR-Zeiten und unsere Heizungsanlage mit dem Holzvergaser kann Kohlen nicht gut verbrennen. So konnten wir einigen Leuten eine Freude machen.

Kohlenschuppen

 

Elektrizität in der Scheune

Seit die Stromleitungen im Haus neu gemacht worden sind und dabei alte Leitungen zurückgebaut wurden, waren die Scheune und die Nebengebäude ohne Strom. Dort waren alle Steckdosen und Lampen tot. Auch die Hofbeleuchtung ging seitdem nicht mehr. Nun hatten wir uns entschieden, Geld in neue Leitungen zu investieren, und unser Elektriker hat die Nebengebäude wieder ans Stromnetz angeschlossen. In der Scheune wurde außerdem ein Sicherungskasten installiert.

Stromleitungen Scheune

Stromkasten Scheune

Abriss von Flurwänden im Obergeschoss

Bei der Umgestaltung des Obergeschosses hatten wir geplant, den Flur zu verkürzen. Ursprünglich ging der Flur fast über die gesamte Hauslänge, was natürlich sehr großzügig wirkte. Wir fanden es aber schade um den Platz, da man den Flur nicht nutzen kann. Wir wollten stattdessen mehr Wohnraum. Die Lösung war für uns, die beiden Räume, die ursprünglich links und rechts am Ende des Flurs waren, miteinander zu verbinden. Im folgenden Bild sieht man rot markiert, welche Wände dafür weggerissen werden mussten, und blau markiert, wo neue Wände eingebaut werden.

Im Endergebnis soll ein großer Raum an der Giebelseite entstehen, den wir zukünftig vielfältig nutzen wollen als Büro, Elektronikwerkstatt, Musikzimmer und Zweitfernsehplatz. Ich denke, wir werden in diesem Raum viel Zeit verbringen. 🙂 Nebenbei bemerkt ist es der einzige Raum im Haus, von dem man sowohl einen Blick auf die Straße und den Fluss als auch auf den Hof hat. Außerdem ist er relativ hell, da er morgens, mittags und abends Sonnenlicht bekommt.

Obergeschoss UmbauDie beiden alten Kachelöfen, die bisher im Obergeschoss gestanden hatten, waren nun plötzlich im Weg und hätten umgesetzt werden müssen. Der Ofenbauer, der zur Begutachtung bestellt worden war, musste leider feststellen, dass beide Öfen nicht mehr benutzbar waren. Eine Restaurierung hätte pro Stück bis zu 2.000 Euro gekostet und danach hätte man erst noch einen Schornsteinfeger finden müssen, der alle Augen zugedrückt und beide Kachelöfen abgenommen hätte, denn heutzutage sind Öfen mit gemauerten Brennräumen nicht mehr zugelassen. Da uns die Restaurierung zu teuer war und sich auf die Schnelle niemand fand, der sie haben wollte, haben wir die Kachelöfen schweren Herzens mit dem anderen Bauschutt entsorgen lassen. 🙁

Kachelöfen

Hinter dem grünen Kachelofen fand sich noch eine alte Schachtel. Darin war nichts mehr außer ein paar DDR-Mark.

Alte Schachtel

Ungünstigerweise war genau an einer der abzureißenden Wände der Stromkasten installiert. Er musste also abgebaut werden. Unser Elektriker hatte deshalb die Zuleitung abgeklemmt und den Zähler ausgebaut. Der neue Stromkasten ist im zukünftigen Hausanschlussraum im Anbau installiert. Momentan gibt es dort nur Baustrom. Im restlichen Haus sind die Leitungen tot und können zurückgebaut werden.

Früherer Stromkasten

Beim Abriss der beiden Mauern kamen wieder Hammer und Kettensäge zum Einsatz. Es handelte sich um Fachwerkwände.

Abriss Flur Obergeschoss

Abriss mit Kettensäge

Mit der Baggerschaufel wurde der Schutt gleich vom Obergeschoss in den Anhänger befördert. Das Abrissholz wurde vor der Scheune zum Sägen abgeladen.

Bagger für Bauschutt

In der Scheune musste der Hausherr dann stundenlang mit der Kreissäge die Balken und Bretter vom Abriss zu Brennholz zersägen. Das Sägeblatt war dafür extra frisch geschärft worden.

Kreissäge in der Scheune

Auch im Hof wurde fleißig gesägt. Die Zimmerleute arbeiteten unter freiem Himmel an den Stütz- und Deckenbalken für das neue Zimmer. Die weggerissenen Flurwände waren nämlich tragend gewesen und mussten durch Balken ersetzt werden.

Zimmerleute arbeiten auf dem Hof

So sah der Flur dann mit den fehlenden Wänden aus:

Abriss der Flurwände

Hier sieht man die tragenden Balken, die die Zimmerleute eingebaut haben. Die Deckenbalken werden auch noch ein Stück zu sehen sein, wenn die Decke abgehangen wurde. Man sieht in dem Foto auch, dass ein Durchgang, der zwischen den beiden Zimmern vorhanden war, zugemauert wurde.

Zimmermannsarbeit

Im letzten Foto sieht man die gesamte Länge des künftigen Arbeitszimmers.

Künftiges Arbeitszimmer

Ein Blick in die Scheune

Heute habe ich ein paar Bilder aus der Scheune für euch. Ich bin neulich mehr oder weniger freiwillig zum ersten Mal die Leiter hoch in das obere Stockwerk gestiegen. Das Erdgeschoss hat eine Höhe von 4,30 m! Das ist für jemanden mit Höhenangst (wie mich) schon nicht so schön. Ich hätte es vielleicht auch gar nicht machen können, wenn nicht an der einen Ecke der Scheune eine Zwischenebene wäre, so dass ich zwei kurze Leitern nach oben krabbeln konnte. Hier ist ein Bild von der Zwischenebene aus mit Blick ins Erdgeschoss. Das in der Mitte ist der Brennholzvorrat.

Scheune Erdgeschoss

So und jetzt ein Foto von dem wunderbaren Obergeschoss. Es ist heller als erwartet dank ein paar Glasziegeln. Die Holzbauweise ist herrlich und es herrscht ein trockenes und gut durchlüftetes Klima.

Scheune ObergeschossTraktor von oben