Baustand Obergeschoss im Januar 2017

Bevor dieses Jahr richtig losgeht, will ich euch mal einen Überblick über unsere Baustelle im Obergeschoss geben. Ich habe lange nicht darüber berichtet, weil es einfach keine richtigen Meilensteine mehr gab. Das Geschoss hat eine Fläche von 150 qm und wir versuchen dort in allen Räumen den Trockenbau in Eigenleistung fertigzustellen. Eine Zeit lang war unser Plan, alle Räume parallel zu bearbeiten und auf dem gleichen Stand zu halten. Als wir merkten, wie sehr sich das hinzieht, haben wir über alternative Vorgehensweisen nachgedacht: erstmal nur einen Raum komplett fertigstellen? Oder zwei Räume (Schlafzimmer + 1 Kinderzimmer)? Oder alle Räume jedoch ohne das zukünftige Haupt-Badezimmer? Auf jeden Fall haben wir nach dieser Erkenntnis erstmal im zukünftigen Arbeitszimmer und im Badezimmer nicht mehr weitergebaut, weil Schlaf- und Kinderzimmer wichtiger waren.

Alles in allem ist unser nächstes Etappenziel, die dreckigen Arbeiten (Trockenbau, Verspachteln und Abschleifen) an Wänden und Decken in einigen Räumen abzuschließen, damit wir danach den Tischler zum Abschleifen und Behandeln der Dielen bestellen können. Die Bodenbehandlung trauen wir uns nämlich nicht selber zu, auch wenn es unter Heimwerkern durchaus üblich ist, das Dielenschleifen selbst in die Hand zu nehmen.

 

Im Folgenden zeige ich euch eine Ist-Aufnahme der Räume zum Anfang des Jahres 2017 und was als nächstes zu tun ist:

Die Treppe

Wir haben zwar den Linoleumbelag, hunderte Nägel und den Lack an einigen Stellen entfernt, aber hier ist noch Einiges zu tun, um das ursprüngliche Holz wieder freizulegen. Knifflig war auch das Zurechtbasteln vieler kleiner Gipskartonstücke, um die Wände und die Zwischendecke im Treppenhaus zu verkleiden.

Nächste Schritte im Treppenhaus:

  • Verspachteln und Schleifen der Wände
  • Aufarbeitung der Holztreppe

 

Der Flur

Das Anbringen der Gipskartonplatten im Obergeschoss-Flur hat sich ewig hingezogen, ist aber endlich endlich endlich beendet. Grund für die Dauer war einerseits die Größe des Raumes mit seinen ganzen Ecken und andererseits musste erst die Technik des Gipskartonplatten-Anklebens gelernt werden. Im Flur und an der Treppe haben wir nämlich keine Ständerwände gesetzt, sondern die Platten direkt auf die Wände geklebt, um ebene Flächen für das spätere Tapezieren zu schaffen. An den alten Wänden bröckelte und riss schon der Putz und es mussten außerdem Stellen verkleidet werden, die beim Bauen beschädigt worden waren, z.B. an der Fachwerkwand, wo der Verteilerkasten eingebaut wurde oder an den Türöffnungen, wo die alten Zargen entfernt wurden.

Als Alternative zum Ankleben von Gipskartonplatten hätte man auch die Wände verputzen können. Aber dazu hätte man erstmal den alten Putz von den Wänden schlagen müssen und zweitens müsste man dafür in der Lage sein, Wände zu verputzen. Das war also für uns keine geeignete Variante.

Leider war auch das Kleben der Platten nicht völlig idiotensicher und wir mussten erst unsere Erfahrungen sammeln. Die erste geklebte Gipskartonplatte wollte nämlich einfach nicht an der Wand halten. Dann haben wir mit verschiedenen Grundierungen und Klebern experimentiert, bis wir eine optimale, haltbare Variante gefunden haben. Falls euch das Thema ausführlicher interessiert, dann hinterlasst mir doch einen Kommentar und dann würde ich noch einen tiefergehenden Beitrag dazu schreiben…

Nächste Schritte im Flur:

  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Kinderzimmer 1

Dieser Raum ist am weitesten fortgeschritten im Obergeschoss, weil wir hier noch Unterstützung von unserem Hausbau-Handwerkerteam hatten. Hier ist der Trockenbau fertig und es wurde sogar schon tapeziert.

Nächste Schritte in Kinderzimmer 1:

  • Aufarbeitung der Dielen
  • Malern

 

Kinderzimmer 2

Hier sind zwei Wände schon mit Gipskarton verkleidet, nämlich die Wände, vor die Metallständer gestellt wurden. An die anderen beiden Wände müssen noch Gipskartonplatten geklebt werden. Diese Arbeit ist hier im Haus nicht so beliebt und deswegen noch offen.

Nächste Schritte in Kinderzimmer 2:

  • 2 Wände mit Gipskarton verkleiden
  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Elternschlafzimmer

Ähnlicher Stand wie Kinderzimmer 2. Am linken Bildrand sieht man eine alte Wand mit dem ursprünglichen Putz, die noch verkleidet werden muss.

Nächste Schritte im Schlafzimmer:

  • 2 Wände mit Gipskarton verkleiden
  • Verspachteln und Schleifen von Wänden und Decke
  • Aufarbeitung der Dielen

 

Arbeits- / Aufenthaltsraum

In diesem großen Raum muss noch sehr viel gemacht werden, angefangen beim Stellen der Metallständer für den Trockenbau. Es ist für uns aber kein aktuelles To-Do, weil die anderen Räume wichtiger sind. Deswegen wird es hier erstmal weiterhin so aussehen:

Der Termin, zu dem wir gern möglichst viele von diesen Arbeiten fertigstellen würden, ist das letzte Märzwochenende 2017. Dann feiern wir nämlich die Taufe von unserem Zweitgeborenen und haben wiedermal die Familie zu Besuch. Die Schwiegereltern haben den Wunsch geäußert, dann im Obergeschoss übernachten zu wollen. Na, ob das was wird… 😀

Trockenbau auf dem Treppenabsatz

Hier ist mal wieder ein kurzer Bericht von der Baustelle, also aus unserem Haus. 🙂 Wie ihr wisst, hatten wir das Erdgeschoss im Wesentlichen fertig ausgebaut und arbeiten seit letztem Jahr (wenn es die Zeit zulässt) im Obergeschoss am Trockenbau. Ein großes Thema ist auch weiterhin noch die Treppenaufarbeitung. Ein besonders kniffliger Teil war der Trockenbau auf dem Treppenabsatz, deshalb möchte ich diesem Thema einen kurzen Beitrag widmen.

Im folgenden Bild, wo bereits die Metallständer gesetzt wurden, kann man die Ausgangssituation sehen:

Die Wand ist im unteren Bereich dicker, weil die Erdgeschosswand aus Steinen gemauert wurde wohingegen das Obergeschoss aus dünneren Fachwerkwänden besteht. Dadurch entsteht dort ein Absatz, wo die beiden Geschosse aufeinander treffen.

Die erste Frage war also, ob man den Absatz beim Trockenbau erhalten möchte. Nachdem wir aber überlegt hatten, dass auf den oberen, dünnen Teil der Wand noch die 10 cm Innendämmung kommen, die wir im gesamten Obergeschoss an den Außenwänden angebracht haben, war klar, dass nur eine relativ kleine Kante übrig bleiben würde. Wir haben uns dann gegen diese Kante entschieden und beschlossen, eine glatte Trockenbauwand davorzusetzen.

[Übrigens besteht der untere Teil der Wand deshalb aus alten und neuen Ziegeln, weil dort früher das Oberlicht der Haustür war. Als wir den Hauseingang versetzt haben und die alte Haustür rausgerissen wurde, wurde die Wand an dieser Stelle zugemauert.]

Alte Wand Treppenabsatz

Als nächstes musste das Fenster mit berücksichtigt werden.

Weil die Ständerwand mit relativ großem Abstand vor das Fenster gesetzt werden musste, hätte ein normaler rechtwinkliger Fensterausschnitt viel Tageslicht weggenommen. Es hätte zu sehr nach Lichtschacht ausgesehen. Deshalb haben wir überlegt, ein schräg abfallendes Fensterbrett zu konstruieren.

Im nächsten Bild sieht man die Innendämmung der Fachwerkwand. Sie wurde für das schräge Fensterbrett etwas angeschnitten. Man sieht auch das horizontale Aluprofil in der Mitte, auf dem die Fensterschräge enden soll.
Treppenabsatz Innendämmung

Nachdem die Ständerprofile und die Innendämmung angebracht worden waren, kam noch die Glasdämmwolle in die Ständerwand.

Treppenabsatz Trockenbau

Dann wurde das Ganze mit OSB-Platten (für mehr Tragfähigkeit und als Dampfsperre) und am Ende mit Gipskartonplatten verkleidet. Das war nicht immer einfach, weil an manchen Ecken ein guter Punkt zum Festschrauben fehlte. An den Fensterlaibungen, wo OSB-Platten von der Dicke her nicht mehr hinpassten, wurde die Dampfsperre durch Folie realisiert.

Trockenbau Fenster

Es war ein bisschen Bastelarbeit, aber letztendlich halten die Platten nun ganz gut und können als nächstes verspachtelt werden.

Gipskartonplatten Treppenabsatz Fenster

Rigips Fensterschräge

Verwendetes Baumaterial:

  • UW-Bodenprofil 50er
  • CW-Ständerprofil 50er
  • Trockenbaueinfassprofile (zum Befestigen des Gipskartons am Fenster)
  • Torx-Schrauben (zum Befestigen der Profile und der OSB-Platten)
  • Trockenbau-Schrauben (zum Befestigen der Gipskartonplatten)
  • Bauplane
  • Winddichtband
  • OSB-Platten (12 mm)
  • Gipskartonplatten (12,5 mm)
  • Rockwool Speedrock II Dämmplatten aus Mineralwolle (100 mm)
  • Climowool TW1 Trennwandplatten aus Glaswolle (50 mm)

Trockenbau im Kinderzimmer

Seit wir vor Monaten bemerkt hatten, dass unser Hausbaukredit nicht mehr für die Sanierung des ganzen Hauses reichen wird, hatten wir sämtliche Arbeiten im Obergeschoss auf Eis gelegt und uns auf die Fertigstellung des Erdgeschosses konzentriert. Leider sind im Erdgeschoss aber zu wenig Räume für ein komfortables Leben zu dritt, also haben wir jetzt doch noch einmal Geld in die Hand genommen, um oben wenigstens einen Raum als Kinderzimmer fertigzustellen. In diesem Raum wurde im Juli der Trockenbau beendet.

Hier erstmal ein Blick ein paar Monate zurück – so sah der Raum seit März 2015 aus, seitdem hatte sich dort nichts mehr getan:

Heizungsrohre im Obergeschoss

Und nun ging es wieder weiter. Das Ziel war, die beiden Außenwände und die Decke zu verkleiden. Bisher konnte man an diesen Stellen noch die Dämmung sehen. Die anderen beiden Zimmerwände sind Innenwände und werden nur verspachtelt.

Metallständer Trockenbau

Der Trockenbau wurde wieder nach dem gleichen Prinzip gemacht, wie wir es schon aus dem Erdgeschoss kennen, also …
Metallständer zurecht schneiden und vor den Wänden befestigen, die Hohlräume mit Mineralwolle ausfüllen, dann die Wände mit OSB-Platten verkleiden, die Stoßkanten der Platten mit Winddichtband abdichten und schließlich darauf die Gipskartonplatten schrauben.

Trockenbau Dämmung

Mineralwolle Dämmung

 

Trockenbau mit OSB

Trockenbau OSB-Platten

Trockenbau OSB-Platten

Winddichtband Trockenbau OSB

Trockenbau Gipskarton vor OSB-Platten

Trockenbau Gipskartonplatten Fenster

Als Nächstes müssen die Wände verspachtelt werden.

Trockenbau für Dusche

Die Arbeiten im Erdgeschossbad gehen voran und mittlerweile wurde dort auch das letzte Stück Trockenbau vollendet: die Duschnische.

Als Erstes musste dafür der Boden fertiggestellt werden, denn bisher war in der Ecke für die (fast) bodengleiche Dusche der Estrich ausgespart worden. Also wurde nachträglich noch Estrich gegossen, sodass die Duschwanne auf dem richtigen Bodenniveau sitzt.

Estrich unter Dusche

Duschwanne

Dann wurde die Trennwand für die Dusche als Ständerwand gebaut und zwar mit einer Schicht OSB-Platten und darüber zwei Schichten Gipskartonplatten. Bei der Befestigung der Wand im Boden musste mit Vorsicht zu Werke gegangen werden, weil darunter die Heizschleifen der Fußbodenheizung verlaufen. Wäre aus Versehen eine der Schleifen angebohrt worden…. nicht auszudenken! Deshalb wurden an dieser Stelle nicht allzu lange Schrauben verwendet, um sicher zu gehen. Die Wand hat trotzdem genug Stabilität bekommen.

Trockenbau Ständerwand Dusche

Gipskarton Ständerwand Dusche

Trockenbau Duschwand

Nun ist das Bad bereit zum Fliesenlegen:

Trockenbau Bad

Heizungs- und Wasserrohre im Obergeschoss

Als wir das Haus übernommen haben, gab es hier keine Heizung. Geheizt wurde mit Öfen. Wir waren also gezwungen, eine komplette Heizungsanlage zu kaufen und uns ein Konzept für das zukünftige Heizen zu überlegen. Unser Plan sieht nun so aus, dass im gesamten Erdgeschoss Fußbodenheizung verlegt wird und im Obergeschoss Heizkörper installiert werden. Für die Heizkörper wurden Mitte März bereits Rohre verlegt.

Heizungsinstallateur

Heizungsrohr

Heizungsrohre

Die Rohre werden zukünftig hinter Ständerwänden verschwinden.

Heizungsrohre im Obergeschoss

Hier sieht man die vorbereiteten Anschlüsse für die Heizkörper:

Anschlüsse für Heizkörper

Im Obergeschossbad waren die Klempner auch fleißig und haben eine ganze Menge Rohre installiert: Lüftungsrohre, Abwasserrohre, Wasserrohre und Heizungsrohre. Im folgenden Bild sieht man unter anderem die Anschlüsse, die vorsorglich für den Ausbau des Dachgeschosses gelegt wurden, der in ferner Zukunft passieren könnte.

Wasser- und Heizungsrohre

Wasserrohre im Bad

Innendämmung der Außenwände

Während das Erdgeschoss größtenteils ungedämmt bleibt, weil dort das mehrschalige Mauerwerk schon ausreichend dick ist, benötigen die Fachwerkwände im Obergeschoss eine Dämmung. Wir haben uns für Innendämmung entschieden, weil sie einfacher zu machen ist und – im Gegensatz zur Außendämmung – das Aussehen des Hauses nicht verändert.

Im ersten Schritt mussten die alten Tapeten von den zu dämmenden Wänden abgekratzt werden. Dann wurden die Wände glatt geschliffen.

Abschleifen der Wände

Danach wurde Aufbrennsperre zur Grundierung aufgesprüht.

Aufbrennsperre

Gedämmt wurde mit 100 mm dicken, mineralischen Wärmedämmplatten von Rockwool.

Wärmedämmplatten

Die Dämmplatten wurden mit Klebemörtel befestigt.

Dämmplatten anbringen

Dämmplatten

Lediglich der Streifen über dem Fußboden wurde mit 50 mm dicken Platten gedämmt, damit Platz zum Verlegen der Heizungsrohre bleibt.

Innendämmung

Der zukünftige Hausherr hatte auch mal wieder Zeit gefunden, die Baustelle zu besichtigen.

Baby auf Baustelle

Decken im Erdgeschoss gedämmt

Zurzeit lagern bei uns überall auf dem Grundstück Massen an Mineralwolle, denn es sollen die Außenwände im Obergeschoss sowie alle Zimmerdecken gedämmt werden.

Mineralwolle fürs Obergeschoss

Im Erdgeschoss ist das Dämmen der Decken mit “Zwischensparren-Klemmfilz” bereits abgeschlossen. Dafür wurden 127 qm Decke abgehangen. Das Abhängen hat verschiedene Funktionen: Wärmedämmung, Trittschalldämmung, Verringern der Raumhöhe und Begradigen der Decke. Außerdem können anschließend durch die Unterdecke relativ einfach Kabel verlegt werden.

Deckensparren anbringen

Das Haus wird zunehmend gemütlicher und wirkt wärmer. Es ist jetzt schon dichter als vorher, denn es gibt auch keine Ritzen mehr an den Fenstern oder Türen, durch die der Wind bläst.

Wohnzimmerdecke gedämmt